Rheinwerk Computing < openbook > Rheinwerk Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
 
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Teil I Grundlagen
1 Einleitung
2 Testumgebung einrichten
3 Live-Umgebung einrichten
4 Website planen
Teil II Joomla! benutzen
5 Website-Frontend kennenlernen
6 Administrations-Backend bedienen
7 Content verwalten
8 Contentpflege konfigurieren
9 Menüs aufbauen
10 Layout und Design anpassen
11 Benutzerverwaltung einrichten
12 Mehrsprachigkeit aktivieren
13 System konfigurieren
Teil III Joomla! erweitern
14 Erweiterungen aktivieren
15 Offizielle Joomla!-Komponenten
16 Empfohlene Erweiterungen
17 Joomla! als Content-Management‐System
18 Joomla! als Community-Plattform
19 Joomla! als Online-Shop
Teil IV Joomla! warten
20 Wartung allgemein
21 Joomla! und Content deployen
22 Sicherheit ausbauen
23 Performance- und Suchmaschinenoptimierung
24 Notfallmaßnahmen
Teil V Joomla!-Erweiterungen entwickeln
25 Grundlagen zur Erweiterungsentwicklung
26 Templates entwickeln
27 Plugins entwickeln
28 Module entwickeln
29 Komponenten entwickeln
30 Erweiterungen veröffentlichen
Stichwortverzeichnis

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Joomla! 3 von von Richard Eisenmenger
Das umfassende Handbuch
Buch: Joomla! 3

Joomla! 3
Pfeil 15 Offizielle Joomla!-Komponenten
Pfeil 15.1 Banner einrichten
Pfeil 15.1.1 Banner erzeugen
Pfeil 15.1.2 Kunden anlegen und verwalten
Pfeil 15.1.3 Banner auswerten
Pfeil 15.2 Kontakte einrichten
Pfeil 15.2.1 Kontakte einstellen
Pfeil 15.2.2 Kontaktkategorien erstellen und Kontakte zuordnen
Pfeil 15.2.3 Kontakte auf Webseiten darstellen
Pfeil 15.2.4 Kontaktkonfiguration
Pfeil 15.3 Newsfeeds integrieren
Pfeil 15.3.1 Externe Newsfeeds konfigurieren
Pfeil 15.4 Mit Schlagwörtern arbeiten
Pfeil 15.4.1 Schlagwörter anlegen und verwalten
Pfeil 15.4.2 Schlagwörter und ihre Beiträge auf Webseiten darstellen
Pfeil 15.5 Suche aktivieren und konfigurieren
Pfeil 15.5.1 Suche (Alte Suche) verwenden
Pfeil 15.5.2 Suchformulare darstellen
Pfeil 15.5.3 Smart Search verwenden
Pfeil 15.5.4 Suchformulare der Smart Search darstellen
Pfeil 15.5.5 Smart-Search-Statistiken einsehen
Pfeil 15.5.6 Smart-Search-Konfiguration
Pfeil 15.6 Umleitungen anlegen
Pfeil 15.7 Weblinks verwalten
Pfeil 15.7.1 Weblinkskategorien erstellen
Pfeil 15.7.2 Weblinks erzeugen und Kategorien zuordnen
Pfeil 15.7.3 Webseiten für Weblinks
Pfeil 15.7.4 Weblinkskonfiguration
 
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15    Offizielle Joomla!-Komponenten Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Seit Version 3.4 verschlanken die Joomla!-Entwickler das Content-Management-System und entfernen schrittweise Komponenten, die nicht unbedingt jede Website benötigt. Erscheint Ihnen eine sinnvoll, die bereits entfernt wurde, finden Sie sie im Joomla! Extensions Directory.

In Teil II, »Joomla! benutzen«, lernten Sie die wichtigsten Joomla!-Features kennen, die die Kernfunktionalität eines modernen Content-Management-Systems bereitstellen. Mit ihnen erzeugen Sie Websites, wie Sie sie größtenteils im Internet vorfinden. Abseits dieser Standardfunktionen erweitern sogenannte offizielle Joomla!-Komponenten das CMS um zusätzliche Inhaltselemente und Features. Diese waren früher vollständig in Joomla! integriert und werden in den aktuellen und zukünftigen Versionen schrittweise herausoperiert, um sie dann als installierbare Erweiterungen im Joomla! Extensions Directory bereitzustellen. Die Idee dahinter ist eine Verschlankung des Joomla!-Cores, denn nicht jede Website benötigt die fraglichen Komponenten.

Abhängig von Ihrer eingesetzten Joomla!-Version ist diese Verschlankung teilweise oder vollständig durchgeführt worden. Falls Sie eine der in diesem Kapitel vorgestellten Komponenten nicht im Komponenten-Menü vorfinden, die Funktionalität aber sinnvoll für Ihre Website erscheint, besuchen Sie das Joomla! Extensions Directory, Kategorie Official Extensions, unter http://extensions.joomla.org/category/official-extensions. Laden Sie die Komponente dann herunter, und installieren Sie sie wie jede andere Erweiterung.

Allen voran handelt es sich bei diesen Komponenten um eine leistungsfähige Suche, die nach Eingabe eines Begriffs Beiträge und andere Inhaltselemente Ihrer Website aufstöbert und übersichtlich im Frontend präsentiert. Um Beiträge neben der Kategorisierung zusätzlich thematisch zu organisieren, dienen Schlagwörter (englisch: Tags), für die auch spezielle Webseiten mit Schlagwortlisten und Beitragsverlinkungen bereitgestellt werden können. Solche Arten von Übersichtsseiten mit Beitragslisten lassen sich von Ihren Besuchern außerdem als Newsfeed abonnieren, Joomla! kann aber auch externe Newsfeeds im Contentbereich Ihrer Website darstellen. Mit Bannern definieren Sie einen Bereich im Layout der Webseiten, der sich mit besonders plakativ und visuell orientiertem Inhalt bestücken lässt. Site-interne Promotions oder Banner von Werbekunden lassen sich so elegant integrieren. Mit Kontakten ernennen Sie bestimmte Benutzer zu Ansprechpartnern; diese erhalten dann eine gesonderte Frontend-Webseite mit Kontaktdetails und Anfrageformular. Weiterhin lernen Sie in diesem Kapitel mit Umleitungen ein Backend-Feature kennen, mit dem Sie verhindern, dass falsch verlinkte Seiten in einer Fehlermeldung resultieren, sondern das Besucher auf eine sinnvolle Contentseite weiterleitet. Last, but not least sind Weblinks ein Inhaltselement zur Verwaltung und Präsentation von URLs.

Begriff Erklärung
Banner stark visuell orientiertes Inhaltselement, das sich meist in oberen Bereich einer Webseite (»above the fold«) befindet; wird gerne für Werbeeinblendungen genutzt
Kontakt im Sinne von Joomla! ein Benutzer mit einer erweiterten Profilseite, die Kontaktdetails und ein Anfrageformular enthält
Newsfeed Spezielles Format der Bereitstellung von Websiteinhalten. Der Content wird in Form einer Liste präsentiert, ist also besonders übersichtlich und daher geeignet für News/Nachrichten oder Blogeinträge. Um Newsfeeds zu lesen, benötigt man eine spezielle Newsreader-Software; einige E-Mail-Clients können ebenfalls Newsfeeds darstellen, z. B. Thunderbird oder Outlook.
Schlagwörter, Tags ein weiterer Mechanismus neben Kategorien, der die thematische Strukturierung von Inhalten ermöglicht
Suche, Smart Search Nach Eingabe eines Suchbegriffs erhalten Ihre Besucher eine Liste von Webseiteninhalten (Beitrags- oder Übersichtsseiten), auf denen der Begriff vorkommt; es handelt sich um eine Volltextsuche, d. h., es werden nicht nur Überschriften, sondern auch Textstellen im Gesamtfließtext eines Beitrags gefunden. Die sogenannte Smart Search ist die Weiterentwicklung der in die Jahre gekommenen alten Suchkomponente und arbeitet mit Wortstämmen, um Tippfehler bei der Eingabe des Suchbegriffs abzufangen.
Umleitung Technisches Mittel zur Weiterleitung bestimmter URLs auf eine andere, vorher definierte Webseite. So lassen sich veraltete Bookmarks und falsche Verlinkungen abfangen.
Weblinks Verwaltung kategorisierbarer Internetadressen mit Beschreibungstexten und flexibler Auflistung im Frontend

Tabelle 15.1    Die wichtigsten Begriffe zu den offiziellen Komponenten von Joomla!

All diese Features befinden sich oder platzieren sich nach der Installation im Menü Komponenten. Praktisch: Falls Sie schon intensiv mit Beiträgen und Beitragskategorien gearbeitet haben, fällt Ihnen der Umgang mit diesen Erweiterungen sehr leicht. Die Übersichtslisten, das Kategoriemanagement und die über die Reiter verteilten Konfigurationen sind oft nicht nur ähnlich, sondern nahezu identisch mit der Beitragsbearbeitung. Bei identischen Einstellungen finden Sie deshalb auf den folgenden Seiten gelegentlich eine Referenz zurück ins Kapitel 7, »Content verwalten«, z. B. wenn es um die Organisation von Kategorien der Kontaktkomponente geht.

Hinweis: Dieses und die Folgekapitel gehen nicht explizit auf die Installation der Erweiterungen ein, da die Prozedur ausführlich in Kapitel 14, »Erweiterungen aktivieren«, behandelt wurde.

 
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15.1    Banner einrichten Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Wer im Internet auf eigene Faust fleißig Content publiziert, hat über Werbung die Möglichkeit, eine Liquiditätsquelle zu erschließen, die nicht nur die eigenen Webhosting-Kosten deckt, sondern für ein kleines Einkommen sorgen kann. Als großer Partner hat sich z. B. Google mit seinem AdSense-Programm weit etabliert. Aber auch Amazon, eBay und kleinere Dienstleister unterziehen Ihrer Website gerne einer kurzen Prüfung, um Sie als Werbepartner in Betracht zu ziehen und Werbebanner einzublenden. Bei diesen Bannern handelt es sich um plakative Bilder, manchmal auch Animationen mit einem Ziel: ein Klick des Websitebesuchers.

Die Einblendung von AdSense oder technologisch ähnlich gestalteten Anzeigen erfolgt über JavaScript- und HTML-Code auf Ihrer Website, der den eigentlichen Anzeigeninhalt von einem Werbeserver nachlädt. In diesen Fällen fügen Sie den Code über ein Modul des Typs Eigene Inhalte (Leeres Modul) in Verbindung mit der Erweiterung Sourcerer (siehe Abschnitt 16.5, »Quelltext einfügen mit Sourcerer«) in Ihre Website. Erhalten Sie aber von Ihrem Werbepartner keinen Quellcode, sondern Bilder oder Animationen und eine Ziel-URL, kommt die leistungsstarke Bannerkomponente von Joomla! zum Einsatz. Sie erlaubt Ihnen die Organisation von kategorisierten visuellen Bannern, die Zuordnung zu Kunden, Konfiguration der Anzeigerotation und sogar eine rudimentäre Auswertung für Abrechnungen.

Komponente/Erweiterung Banner
JED-Kategorie Official Extensions
Download, falls nicht mehr in Joomla! enthalten http://extensions.joomla.org/category/official-extensions
Zweck Verwaltung und Darstellung von Werbebannern und Verknüpfung mit Joomla!-interner Kundentabelle
 
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15.1.1    Banner erzeugen Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Am einfachsten nutzen Sie die Bannerkomponente über das Menü KomponentenBannerBanner und ignorieren zunächst die Zuweisung von Kategorien oder Kunden. Ein Szenario, das für die meisten Bannerintegrationen genügt.

Bannerbilder bereitstellen

Vor dem Einsatz der Bannerkomponente sollten Sie bereits alle Bannerbilder parat haben. Die erhalten Sie üblicherweise in zahlreichen Variationen von Ihrem Werbekunden. Daher ist es zunächst wichtig, dass Sie das Layout des von Ihnen eingesetzten Templates genau kennen und wissen, wo das Banner platziert wird, denn davon ist vor allem die Größe, also die Breite und Höhe des Bilds, abhängig. Bannerdimensionen sind standardisiert; ein großes horizontales Banner misst beispielsweise 728×90 Pixel. Diese Standardisierung hat den Vorteil, dass Designer eine Auswahl von Varianten erzeugen, die bei den vielen Werbeträgerwebsites in vorbereitete, definierte Layoutslots passen.

Haben Sie die Bannerbilder erhalten, spielen Sie sie im Medienmanager ein, am besten in den Ordner /images/banners/, den das CMS bereits während der Installation standardmäßig anlegte. Das erledigen Sie entweder per FTP oder über den Medienmanager unter InhaltMedien • Button Hochladen. Wechseln Sie dort in das Verzeichnis /banners/ (wichtig, denn Bilder können über den Medienmanager nicht nachträglich verschoben werden), und klicken Sie dann auf den Button Dateien auswählen. Markieren Sie im Dateidialog ein oder mehrere Bannerbilder, und bestätigen Sie den Upload schließlich mit Hochladen starten.

Banner erstellen

Ist das Bannerbild nun im Backend verfügbar, erzeugen Sie das Bannerelement:

  1. Wechseln Sie über KomponentenBannerBanner zum Bannermanager.

  2. Klicken Sie oben links auf den Button Neu, um ein neues Banner anzulegen.

    • Wählen Sie einen aussagekräftigen Titel, der den Inhalt der Seite beschreibt, auf die das Banner verlinkt. Der hier hinterlegte Text landet im Frontend im title-Attribut des Links, ist daher wichtig für Suchmaschinen und erscheint beim Darüberfahren mit der Maus.

    • Bild: Wählen Sie das zuvor hochgeladene Bild aus; der Dateidialog springt schon automatisch ins korrekte Unterverzeichnis /banners/, Sie dürfen sich aber auch in jedes andere Medienverzeichnis durchklicken.

    • In der Regel ignorieren Sie die Felder Breite und Höhe. HTML-konform ist es, Sie überlassen es CSS-Framework und Browser und gegebenenfalls CSS-Overrides, das Bild auf die korrekte Größe zu skalieren.

    • Alternativer Text bezieht sich auf das berühmt-berüchtigte alt-Attribut des <img>-Tags. Sie sollten es immer ausfüllen, um das Bild auch Suchmaschinen und Menschen mit Sehproblemen einen Eindruck der Illustration zu vermitteln.

    • Unter Zieladresse geben Sie die URL der zu verlinkenden Webseite ein. Hier empfiehlt sich die Angabe einer speziell für die Banneraktion bereitgestellten Landing-Page.

    • Kategorie (rechte Spalte): Verwalten Sie viele Banner, lohnt es sich, diese über zuvor über KomponentenBannerKategorien angelegte Kategorien zu gruppieren (siehe Abbildung 15.1). Abgesehen von der im nächsten Reiter folgenden Kundenzuordnung ist das die einzige Möglichkeit, Bannerrotationen zu filtern.

      Erst wenn Sie viele Banner und Werbekunden verwalten müssen, lohnt sich eine Bannergruppierung über Kategorien.

      Abbildung 15.1    Erst wenn Sie viele Banner und Werbekunden verwalten müssen, lohnt sich eine Bannergruppierung über Kategorien.

    • Wichtig: Schalten Sie dieses Feld auf Ja für zu bevorzugende Banner. Diese Einstellung beeinflusst später die Bannerrotation und welche Banner vor anderen, priorisiert, erscheinen.

  3. Speichern & Schliessen Sie die Bannerbearbeitung.

Besonders interessant sind die Einstellungen im Reiter Optionen, denn hier haben Sie Kontrolle über das Einblenden des Banners, die Zuweisung zu einem Werbekunden und Einblick in Statistiken. Diese Einstellungen sind übrigens auch als Standardoptionen über die globale Bannerkonfiguration unter SystemKonfiguration • Komponente Banner • Reiter Kunden erreichbar. Im Reiter Verlaufoptionen steuern Sie außerdem die Versionierung der Banner (siehe Abschnitt 7.1.2, »Beitrag auf der Homepage darstellen«).

  • Max. Aufrufe: Anzahl der Einblendungen dieses Banners; wird die Zahl erreicht, erscheint das Banner nicht mehr.

  • Summe aller Aufrufe: Zähler, wie oft das Banner auf den Webseiten dargestellt wurde

  • Summe aller Klicks: Zähler, wie oft auf das Banner geklickt wurde, das Verhältnis zwischen Aufrufen und Klicks nennt man Click-through-rate (CTR). Seien Sie nicht schockiert, wenn dieser Zähler im Vergleich zu den Aufrufen sehr niedrig ist. Die durchschnittliche CTR ist z. B. bei Google AdWords etwa 2 %.

  • Kunde: Bei größeren Bannersammlungen weisen Sie die Banner bestimmten Kunden zu, siehe Abschnitt 15.1.2, »Kunden anlegen und verwalten«.

  • Zahlweise: ein Erinnerungsfeld, das Sie benutzen, um z. B. die Kundenübersicht nach jährlichen, monatlichen, wöchentlichen oder täglichen Abrechnungen zu sortieren

  • Statistik der Aufrufe, Statistik der Klicks: Wählen Sie hier Ja, führt Joomla! ausführliche Anzeige- und Anklickstatistiken zum aktuellen Banner, wichtig für eine exakte Abrechnung. Falls Sie mit der Unterkomponente Kunden arbeiten, können Sie hier auch den Wert Kundenstandard verwenden, um die Standardeinstellung zu übernehmen.

Der Standardreiter Veröffentlichung, über den die meisten Joomla!-Inhaltselemente verfügen, ist insbesondere für die Banner interessant: Über die Felder Veröffentlichungsstart und Veröffentlichungsende kontrollieren Sie die Zeitperiode, in der das Banner aktiv ist.

Banner kategorisieren

Planen Sie, Banner auf Ihrer Website verstärkt einzusetzen, bietet die Komponente zwei Mechanismen zur Gruppierung: Kunden und Kategorien. Über den Umgang mit Kunden lesen Sie in Abschnitt 15.1.2, »Kunden anlegen und verwalten«. Kategorien verhalten sich exakt wie die Kategorien für Beiträge. Mehr über ihre Handhabe erfahren Sie in Abschnitt 7.4, »Kategorien anlegen und verwalten«.

Banner im Modul darstellen

Zur Darstellung im Frontend kommt bei der Bannerkomponente kein Menüeintragstyp zum Einsatz, sondern ein kleines Modul, das Sie über ErweiterungenModule • Button Neu • Modultyp Banner erzeugen.

Über den Reiter Modul bearbeiten Sie vor allem die Bannerrotation, also Bedingungen und Reihenfolge für die Einblendung der Banner.

  • Ziel: Browserfenster, in dem der Link öffnet, nachdem der Besucher auf das Banner klickt. Für externe Websites empfiehlt sich In neuem Fenster öffnen für einen neuen Browsertab.

  • Anzahl: Zahl der untereinander in diesem Modul angezeigten Banner. Gehen Sie hier lieber etwas konservativer vor. Die standardmäßig eingestellten 5 Banner sind übertrieben; 1 Banner genügt pro Modul, um das Layout nicht zu überfrachten.

  • Kunde: Ermöglicht die Filterung der in diesem Modul angezeigten Banner nach vorher angelegten Kunden (siehe Abschnitt 15.1.2, »Kunden anlegen und verwalten«).

  • Kategorie: Die zweite Filtermöglichkeit zieht Kategorien hinzu, die Sie zuvor den Bannern zuordnen. Beliebige Kategoriekombinationen sind erlaubt.

  • Nach Meta-Schlüsselwort suchen: Setzt die Banneranzeige in Abhängigkeit zu den auf der Webseite eingestellten Meta-Schlüsselwörtern. Nur wenn es Übereinstimmungen zwischen Meta-Schlüsselwörtern der Seite und des Banners, seiner Kategorie oder zugewiesenen Kunden gibt, wird das betreffende Banner dargestellt. Wichtig: Stellen Sie diese Option von der Standardeinstellung Ja auf Nein, falls Sie nicht mit Meta-Schlüsselwörtern arbeiten, andernfalls erscheinen keine Banner im Frontend.

  • Zufällig: Das Feld müsste eigentlich Anzeigereihenfolge heißen. Hiermit steuern Sie die Rotation, also die Aufeinanderfolge der anzuzeigenden Banner: Als Wichtig markierte Banner erhalten dabei stets den Vorzug; danach geht es entweder in Reihenfolge des Erstellungsdatums oder zufällig weiter.

  • Kopfzeile, Fusszeile: Begleitender Text über und unter dem Banner. Da das Banner an sich sämtliche Informationen enthält, sind diese Felder in der Regel überflüssig.

  • Falls Ihre Banner plakativ genug sind, als Werbeeinblendungen erkannt zu werden, verstecken Sie den Modultitel in der rechten Spalte über den Schalter Titel anzeigen.

  • Über die Felder Veröffentlichung starten und Veröffentlichung beenden blenden Sie das Modul innerhalb eines bestimmten Zeitraums ein, z. B. für eine zeitlich begrenzte Promotionaktion eines Kunden. Beachten Sie jedoch, dass sich die Angaben zum Zeitraum an dieser Stelle auf das gesamte Modul beziehen und damit auch die Anzeige von Bannern etwaiger anderer Kunden beeinflussen. Eine banner-individuelle zeitliche Begrenzung konfigurieren Sie deshalb unter KomponentenBannerBanner • in der individuellen Bannereinstellung • Reiter Veröffentlichung. Hier finden Sie die passenden Felder Veröffentlichungsstart und Veröffentlichungsende.

Schon bevor Sie Banner einrichten, sollten Sie die »Position« des Bannermoduls für die ideale Breite und Höhe des Bannerbilds kennen.

Abbildung 15.2    Schon bevor Sie Banner einrichten, sollten Sie die »Position« des Bannermoduls für die ideale Breite und Höhe des Bannerbilds kennen.

Mit den Feldern Kunde, Kategorie und Nach Meta-Schlüsselwort suchen geben Sie Bedingungen für die Banneranzeige vor. Noch mehr Kontrolle haben Sie über den Reiter Menüzuweisung – ein Standardreiter aller Module. Über das Feld Modulzuweisung grenzen Sie das Einblenden des aktuellen Bannermoduls auf bestimmte Seiten ein. Wählen Sie dazu aus der Dropdown-Liste den Eintrag Nur auf den gewählten Seiten, und setzen Sie ein Häkchen vor alle Menüeinträge, auf deren Webseiten das Banner erscheinen soll.

 
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15.1.2    Kunden anlegen und verwalten Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Falls Sie mehr als einen Werbebannerkunden verwalten, werfen Sie einen Blick in KomponentenBannerKunden. Über diesen Manager organisieren Sie beliebig viele Kunden und ihre Kontaktdaten und aktivieren die für die Abrechnung notwendigen Statistiken. Mit dem Button Neu legen Sie einen neuen Kunden an, die wichtigsten Felder sind:

  • Kontaktname, Kontakt E-Mail: Ihr Kontakt beim Kunden; dieses Feld ist nicht mit der offiziellen Joomla!-Komponente Kontakte verbunden.

  • Zahlweise: ein Erinnerungsfeld, das Sie benutzen, um z. B. die Kundenübersicht nach jährlichen, monatlichen, wöchentlichen oder täglichen Abrechnungen zu sortieren

  • Statistik der Aufrufe, Statistik der Klicks: Legen Sie den Schalter auf Ja, damit Joomla! Aufruf- und Anklickstatistiken für Banner führt, die diesem Kunden zugewiesen sind. An dieser Stelle konfigurieren Sie den Standardwert für alle Banner des Kunden; individuelle Einstellungen sind im entsprechenden Banner-Konfigurationsformular möglich.

  • Reiter Metadaten: Stellen Sie Schlüsselwörter ein, die mit Meta-Schlüsselwörtern eines Beitrags übereinstimmen müssen, damit ein Banner auf der entsprechenden Webseite erscheint. Möchten Sie diese Filterfunktion nutzen, konfigurieren Sie außerdem das Feld Nach Meta-Schlüsselwort suchen in den Einstellungen zum etwaigen Bannermodul.

 
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15.1.3    Banner auswerten Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Haben Sie die Option Statistik der Aufrufe (englisch: Impressions) und/oder Statistik der Klicks bei Neuanlage eines Banners oder als Banner-Standardwert beim Anlegen eines Kunden auf Ja gesetzt, führt die Bannerkomponente automatisch Statistiken, die Sie zur Abrechnung nutzen. Die Übersichten erreichen Sie über KomponentenBannerStatistiken. Hier präsentiert Joomla! eine lange Liste der Impressions (Anzeige) und Klicks, die Sie auf der linken Seite nach Kunde, Kategorie oder Anzeige-/Klick-Typ filtern. Eine weitere wichtige Filterung für die Abrechnungszeit erreichen Sie über die Angabe des Anfangsdatums und Enddatums oberhalb der Liste. Jetzt können Sie die für die Abrechnung wichtigen Angaben aus der Spalte Anzeige (Impressions) und Ergebnis (Klicks) ablesen.

Tipp: Bannerstatistik als CSV exportieren und in Excel importieren

Statt die Bannerstatistiken in der Administrationsoberfläche von Joomla! einzusehen, empfiehlt sich ihre Verwaltung in Excel oder einer anderen Tabellenkalkulation. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Daten offline gespeichert sind, und haben deutlich mehr Filter-, Sortier- und Verwertungsmöglichkeiten.

Exportieren lassen sich die Statistiken über KomponentenBannerStatistiken. Stellen Sie die Filter und den Abrechnungszeitraum ein, und klicken Sie oben in der Buttonleiste auf Export. Im Popup-Fenster übernehmen Sie die Standardwerte aller Felder (insbesondere Komprimiert ist sinnvoll, da eine große Menge an Daten anfallen kann) und starten den Download über den Button Statistiken exportieren.

Im Download-Verzeichnis Ihres Arbeitsrechners finden Sie nun eine ZIP-Datei, die Sie zunächst entpacken. Die daraus extrahierte CSV-Datei kann vielleicht direkt in Ihre Abrechnungssoftware, mindestens aber in Excel, importiert werden. Klicken Sie dazu nicht doppelt auf die Datei; dabei ignoriert Excel die Trennung der einzelnen Felder. Stattdessen starten Sie zunächst die Tabellenkalkulation für ein leeres Arbeitsblatt. Wechseln Sie dann in das Menüband Daten, und wählen Sie den Button Aus Text. Markieren Sie im Dateidialog die CSV-Datei, und wählen Sie im Assistenten folgende Optionen:

  1. Ursprünglicher Datentyp: Getrennt, da die einzelnen Felder mit einem Komma voneinander getrennt sind.

  2. Trennzeichen: Komma. Textqualifizierer: " (Anführungszeichen, das ist der Standardwert). In der Datenvorschau sehen Sie nun das korrekte Aufsplitten der Statistikdaten.

  3. Klicken Sie nun auf Fertigstellen und OK, liegen die Impressions- und Click-Daten in sauberen Tabellen vor. Aktivieren Sie im selben Menüband den Filter, damit die ersten Zeilen automatisch als Tabellenüberschriften erkannt werden und die Daten sortierbar sind.

 


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