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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
 
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Teil I Grundlagen
1 Einleitung
2 Testumgebung einrichten
3 Live-Umgebung einrichten
4 Website planen
Teil II Joomla! benutzen
5 Website-Frontend kennenlernen
6 Administrations-Backend bedienen
7 Content verwalten
8 Contentpflege konfigurieren
9 Menüs aufbauen
10 Layout und Design anpassen
11 Benutzerverwaltung einrichten
12 Mehrsprachigkeit aktivieren
13 System konfigurieren
Teil III Joomla! erweitern
14 Erweiterungen aktivieren
15 Offizielle Joomla!-Komponenten
16 Empfohlene Erweiterungen
17 Joomla! als Content-Management‐System
18 Joomla! als Community-Plattform
19 Joomla! als Online-Shop
Teil IV Joomla! warten
20 Wartung allgemein
21 Joomla! und Content deployen
22 Sicherheit ausbauen
23 Performance- und Suchmaschinenoptimierung
24 Notfallmaßnahmen
Teil V Joomla!-Erweiterungen entwickeln
25 Grundlagen zur Erweiterungsentwicklung
26 Templates entwickeln
27 Plugins entwickeln
28 Module entwickeln
29 Komponenten entwickeln
30 Erweiterungen veröffentlichen
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Joomla! 3 von von Richard Eisenmenger
Das umfassende Handbuch
Buch: Joomla! 3

Joomla! 3
Pfeil 11 Benutzerverwaltung einrichten
Pfeil 11.1 Benutzer anlegen und verwalten
Pfeil 11.1.1 Benutzer anlegen
Pfeil 11.1.2 Benutzer verwalten
Pfeil 11.1.3 Benutzerhinweise und Hinweiskategorien organisieren
Pfeil 11.2 Benutzergruppen anlegen und verwalten
Pfeil 11.2.1 Benutzergruppen anlegen
Pfeil 11.2.2 Benutzer Benutzergruppen zuordnen
Pfeil 11.2.3 Benutzergruppen verwalten
Pfeil 11.3 Berechtigungen setzen
Pfeil 11.3.1 Globale Berechtigungen
Pfeil 11.3.2 Berechtigungen auf Komponentenebene
Pfeil 11.3.3 Berechtigungen auf Kategorie- und Beitragsebene
Pfeil 11.3.4 Problembehandlung bei unwirksamen Berechtigungsänderungen
Pfeil 11.4 Zugriffsebenen anlegen und verwalten
Pfeil 11.4.1 Zugriffsebene anlegen
Pfeil 11.4.2 Menüeinträgen und Modulen Zugriffsebenen zuordnen
Pfeil 11.5 Formulare und Webseiten für Benutzer darstellen
Pfeil 11.5.1 »Registrierungsformular« und »Anmeldeformular«
Pfeil 11.5.2 »Benutzername erneut zusenden«
Pfeil 11.5.3 »Benutzerprofil«
Pfeil 11.5.4 »Benutzerprofil bearbeiten«
Pfeil 11.5.5 »Passwort zurücksetzen«
Pfeil 11.6 Module der Benutzerverwaltung
Pfeil 11.6.1 »Benutzer - Anmeldung«
Pfeil 11.6.2 »Benutzer - Neueste«
Pfeil 11.6.3 »Benutzer - Wer ist online«
Pfeil 11.7 Mit Nachrichten arbeiten (offizielle Joomla!-Komponente)
Pfeil 11.7.1 Private Nachrichten
Pfeil 11.7.2 Massenmail
Pfeil 11.7.3 Systemnachrichten
Pfeil 11.8 Authentifizierungen aktivieren
Pfeil 11.8.1 Über Google authentifizieren
Pfeil 11.8.2 Über LDAP authentifizieren
Pfeil 11.8.3 Mehr Sicherheit durch Zwei-Faktor-Authentifizierung
Pfeil 11.9 Benutzer-Komponente konfigurieren
 
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11    Benutzerverwaltung einrichten Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Steuern Sie über die Benutzer- und Rechteverwaltung sowie über Benutzergruppen und Zugriffsebenen, welche Inhalte anonyme Gäste und registrierte Benutzer Ihrer Website sehen.

Eine große Stärke von Joomla! ist die Benutzer- und Rechteverwaltung, die sowohl bei der Inhaltspräsentation als auch den Zugriffsoptionen der Websitebesucher und -benutzer Anwendung findet. Im einfachsten Szenario, einer öffentlich zugänglichen Website, an der nur Sie, der Webmaster (Super Benutzer) arbeiten, ist Joomla! bereits so vorkonfiguriert, dass Sie keine weiteren Einstellungen vornehmen müssen.

Begriff Erklärung
Besucher anonymer, nicht registrierter oder angemeldeter Gast auf Ihrer Website
Benutzer Registriertes Mitglied einer Joomla!-Website. Benutzer sind Mitglieder einer oder mehrerer Benutzergruppen.
Benutzerprofil Persönliche Daten eines Benutzers. Dazu zählen mindestens Name, Benutzername, Passwort und E‐Mail-Adresse, aber auch optionale Angaben, z. B. Zeitzone oder eingestellte Websitesprache.
Benutzergruppe Die Benutzergruppe regelt die Berechtigungen von Besuchern und Benutzern auf Funktionalitäten der Website, z. B. die Erstellung oder Live-Schaltung von Beiträgen, das Anlegen von Kategorien, Aktivieren von Benutzern etc.
Berechtigung Explizites Recht für die Verwendung eines Features der Website. Eine Berechtigung kann den Status Erlaubt oder Verweigert haben oder ihren Status aus einer übergeordneten Benutzergruppe oder Zugriffsrecht erben.
Zugriffsebene Die Zugriffsebene regelt, welche Inhalte und Komponenten definierten Benutzergruppen zur Verfügung stehen.
Registrierung Bewerbung eines Websitebesuchers um Aufnahme in die Gruppe der Benutzer. Er füllt dabei ein Formular mit E-Mail-Adresse und Passwort aus und erhält entweder eine automatische Registrierungsbestätigung oder wird per Hand von einem Administrator freigeschaltet.
Anmeldung Eingabe von Benutzername und Passwort, um in den Mitgliederbereich einer Website zu gelangen
Authentifizierung Anmeldevorgang eines Benutzers in den Benutzerbereich der Website. Üblicherweise werden Benutzername und Passwort abgefragt, in besonderen Fällen auch ein Sicherheitscode. Für alle notwendigen Anmeldedaten verwendet man die englische Bezeichnung Credentials.
LDAP, Lightweight Directory Access Protocol Zentralisiertes Benutzerverwaltungssystem, das in Firmeninfrastrukturen auf einem dedizierten Server läuft und sowohl die Authentifizierung als auch die Zuordnung von Benutzern in Benutzergruppen organisiert. Joomla! erlaubt die Verwendung einer einfachen LDAP-Authentifizierung nach Aktivierung eines vorinstallierten Plugins.
Zwei-Faktor-Authentifizierung Ergänzung der Benutzer/Passwort-Anmeldung um einen Sicherheitscode, den der Benutzer zum Zeitpunkt der Anmeldung aus einer Smartphone-App abliest

Tabelle 11.1    Die wichtigsten Begriffe zur Benutzerverwaltung

Die Benutzerverwaltung kommt ins Spiel, wenn Sie auf der Website Inhalte an unterschiedliche Zielgruppen richten, z. B. Webseiten für anonyme Besucher (Gäste) und eine Artikelsammlung für registrierte Benutzer. Dieses Kapitel ist aber insbesondere für Sie interessant, wenn mehrere Benutzer an den Inhalten oder sogar an der Konfiguration der Website arbeiten. Jede Person übt eine im Backend definierte Rolle aus. So reicht ein Autor Beiträge ein und vergibt Kategorien und Tags, aber erst der Herausgeber (Publisher) gibt den Artikel nach einer Korrekturschleife über den Lektor (Editor) für die Veröffentlichung frei. Alle drei haben natürlich nichts im Administrationsbereich verloren, in dem Erweiterungen installiert oder Komponenten konfiguriert werden; dafür ist ein Administrator zuständig.

All diese Rollen lassen sich in einem Baum darstellen, der gleichzeitig die Hierarchieebenen abbildet. Rollen, im Joomla!-Jargon Benutzergruppen (kurz Gruppen), die in diesem Baum weiter eingerückt sind, stehen höher in der Rangordnung. Ihre Benutzer besitzen alle Rechte der vorangegangenen Gruppe und weitere. Beispiel: Der Publisher darf beliebige Beiträge veröffentlichen, aber natürlich auch selbst welche verfassen.

Gruppe Rechte
Öffentlich organisatorische Root-Gruppe
- Gast organisatorische Gruppe, da anonyme Websitebesucher keiner Gruppe zugehören
- Manager Haben den Mindestzugriff auf das Administrations-Backend und können Beiträge und Kategorien erzeugen und Medien verwalten. Sie dürfen außerdem Komponenten bedienen, aber keine Erweiterungen installieren oder entfernen.
- - Administrator Administratoren haben alle Rechte von Managern und zusätzlichen Zugriff auf die Benutzer- und Menüverwaltung. Außerdem dürfen sie einige Manager im Erweiterungen-Menü bedienen, allerdings nicht die globale Joomla!-Konfiguration.
- Registriert Registrierte Benutzer haben keine besonderen Rechte, außer dass sie Einblick in die Inhalte der Zugriffsebene Registriert haben. Das ist also ein Standard-Frontend-Benutzer mit Leserechten.
- - Autor Autoren dürfen Inhalte (Beiträge, Webseiten, Kontakte, Banner etc.) erstellen und bearbeiten, allerdings nur im Frontend. Die Möglichkeit, einmal erstellte (eingereichte) Beiträge nachträglich zu bearbeiten, ist allerdings nur theoretisch festgelegt. Praktisch ist die Installation einer Erweiterung notwendig, die in Abschnitt 17.1, »Beitragsverwaltung für Autoren mit User Article Manager«, vorgestellt wird.
- - - Editor Editoren besitzen alle Rechte der Autoren, dürfen aber zusätzlich die Inhalte anderer modifizieren, was also der Lektorenrolle entspricht. Dazu sehen und bearbeiten sie im Frontend von Autoren eingereichte Beiträge, die mit dem Status Versteckt versehen sind.
- - - - Publisher Publisher bilden das Ende der Publikationskette. Sie dürfen natürlich an eigenen oder fremden Inhalten arbeiten, sind aber auch für die Veröffentlichung, also die Live-Schaltung, zuständig, allerdings ebenfalls nur im Frontend.
- Super Benutzer Auch Super User. Ist mit der klassischen Administrator-Rolle identisch. Er darf alles, einschließlich Einstellungen an der globalen Joomla!-Konfiguration vornehmen.

Tabelle 11.2    Überblick über die Standard-Benutzergruppen und ihre zugewiesenen Rechte

Der von Joomla! vorkonfigurierte Benutzergruppenbaum weist neben den anonymen Besuchern und dem Super Benutzer zwei Äste auf: die eben angesprochenen Redaktionsebenen (Autor, Editor, Publisher) und einen Bereich für die technische Organisation der Website (Manager, Administrator) – Abbildung 11.1. Diese Trennung reflektiert sich auch im Wirkungsbereich der Benutzergruppen: Die Redaktion arbeitet ausschließlich im Frontend, Management und Administration haben außerdem Backend-Zugriff.

Tiefer verschachtelt dargestellte Benutzergruppen erben alle Rechte ihrer übergeordneten Gruppe und besitzen zusätzliche Rechte; dunkel hinterlegte Benutzergruppen haben nur Frontend-Zugriff.

Abbildung 11.1    Tiefer verschachtelt dargestellte Benutzergruppen erben alle Rechte ihrer übergeordneten Gruppe und besitzen zusätzliche Rechte; dunkel hinterlegte Benutzergruppen haben nur Frontend-Zugriff.

Zum Thema Benutzerverwaltung gehört auch die Contentorganisation anhand von Zugriffsebenen, die vor allen Dingen zur Steuerung der Sichtbarkeit von Inhalten dienen. Dabei unterscheidet Joomla! zwischen Content für alle Websitebesucher (Zugriffsebene Öffentlich) und Content für unregistrierte (Zugriffsebene Gast) oder angemeldete Benutzer (Zugriffsebene Registriert). Schon bei der Erstellung von Beiträgen oder ihrer Sortierung in Kategorien legen Sie so die Zielgruppe der Inhalte fest.

Zugriffsebene Rechte
Gast Inhalte für Besucher, die nicht registriert sind, z. B. ein Registrierungsformular
Öffentlich Inhalte für alle Besucher/Benutzer, egal ob registriert oder angemeldet oder anonym. Dies ist die Standardeinstellung für neue Beiträge, Kategorien oder Menüeinträge/Webseiten für eine öffentliche Website.
Registriert Inhalte für Besucher, die registriert und angemeldet sind, z. B. eine Benutzerprofilseite
Spezial Inhalte für alle registrierten und angemeldeten Benutzer, die mindestens der Benutzergruppe Manager, Autor oder Super Benutzer angehören. Sie schließen also anonyme Besucher und Standard-registrierte Benutzer aus.
Super Benutzer Ist mit der klassischen Administrator-Rolle identisch und darf alles, inklusive Änderungen an der globalen Konfiguration.

Tabelle 11.3    Zugriffsebenen steuern die Sichtbarschaltung von Inhalten für bestimmte Benutzergruppen.

Damit wird das Wechselspiel zwischen Benutzergruppen und Zugriffsebenen deutlich. Nur ein Benutzer, der sich in einer Gruppe des Ranges Registriert oder höher befindet, sieht Websiteinhalte, die der Zugriffsebene Registriert zugewiesen sind. Darum ist Joomla! out-of-the-box so konfiguriert, dass neue Beiträge die Zugriffsebene Öffentlich erhalten. So bauen Sie eine Website auf, auf der sich jeder anonyme Besucher umsehen darf.

 
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11.1    Benutzer anlegen und verwalten Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Zum Anlegen neuer Benutzer gibt es zwei Mechanismen. Entweder füllt der Gast/Besucher ein Registrierungsformular aus (siehe Abschnitt 11.5.1, »›Registrierungsformular‹ und ›Anmeldeformular‹«) oder ein Administrator legt im Backend per Hand einen neuen Benutzer an.

 
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11.1.1    Benutzer anlegen Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

  1. Wählen Sie aus dem Menü BenutzerVerwalten den Eintrag Neuer Benutzer.

  2. Vergeben Sie mindestens einen Namen (z. B. Vor- und Nachname), einen Benutzernamen (für die Anmeldung in Joomla!) und eine E-Mail-Adresse. Im Reiseforum gibt es beispielsweise einen besonderen Benutzer Auditorium, mit dem sich Joomla!-Interessierte im Backend umsehen dürfen.

    • Wenn Sie kein Passwort festlegen, erzeugt Joomla! ein zufälliges und teilt es dem neuen Benutzer in der Begrüßungs-E-Mail mit.

    • System-E-Mails erhalten: Diese Funktion ist Administratoren vorbehalten, die von Joomla! automatische Nachrichten erhalten, sobald sich z. B. ein Benutzer registriert. Für normale Konten belassen Sie hier die Einstellung Nein. Lesen Sie hierzu auch Abschnitt 11.7.3, »Systemnachrichten«.

    • Benutzer sperren: Gesperrte Benutzer können sich nicht einloggen. Diese Option macht Sinn, wenn Benutzer bereits angelegt sind und vorübergehend deaktiviert werden sollen, z. B. weil sie sich im Forum nicht an die Netiquette hielten.

    • Passwortzurücksetzung fordern: Stellen Sie diese Option auf Ja, erscheint beim nächsten Login des Benutzers eine Aufforderung, sein Passwort zu ändern. Er darf das aktuelle Passwort nicht wiederverwenden. Ein Sicherheitsfeature, falls Sie z. B. per Hand ein temporäres Passwort festgesetzt haben.

    • Reiter Zugewiesene Gruppen: Markieren Sie hier alle Benutzergruppen, in denen der Benutzer Mitglied ist. Standardauswahl ist Registriert, also Standardbenutzer ohne bestimmte Berechtigungen.

    • Reiter Basiseinstellungen: Hier vergeben Sie einige benutzerrelevante Joomla!-Einstellungen, z. B. verwendete Sprache im Front- oder Backend, für Autoren einen bestimmten Editor oder die Zeitzone, damit Zeitangaben für Forumsbeiträge korrekt umgerechnet werden.

      Tipp: Mehrere Joomla!-Testkonten unter einer E-Mail-Adresse anlegen

      Gerade wenn Sie die Benutzerverwaltung Ihrer Website konfigurieren, experimentieren Sie womöglich mit verschiedenen Benutzerkonten mit unterschiedlichen Berechtigungen. Da wäre es praktisch, wenn alle System-Mails in einem E-Mail-Postfach ankommen und Sie nicht ein halbes Dutzend Test-E-Mail-Konten einrichten müssen. Joomla! erlaubt es aber nicht, dass sich mehrere Benutzerkonten eine E-Mail-Adresse teilen. Das CMS quittiert solch einen Versuch mit der Meldung Diese E-Mail ist bereits registriert!. Bei manchen E-Mail-Providern, z. B. Gmail, können Sie einen Trick anwenden, um nach außen zusätzliche Adressen bereitzustellen, die aber im Posteingang ein und desselben Kontos landen.

      Angenommen, Ihre E-Mail-Adresse lautet vorname.nachname@gmail.com. Ergänzen Sie dann zwischen nachname und dem @-Zeichen eine beliebige Buchstabenfolge, die mit einem Plus beginnt, z. B. vorname.nachname+test1@gmail.com. Für Joomla! sind das dann eigenständige Adressen, bei Gmail landen die Mails aber im selben Konto. Alternativ verteilen Sie beliebige Punkte vor dem @-Zeichen, z. B. vor.name.nach.name@gmail.com.

  3. Klicken Sie auf Speichern & Schliessen, schickt Joomla! umgehend die Begrüßungs-E-Mail mit den Zugangsdaten an die angegebene Adresse (siehe Abbildung 11.2).

    Standard-E-Mail zur Begrüßung eines von einem Administrator neu angelegten Benutzers; anpassbar ist der Text über Sprach-Overrides.

    Abbildung 11.2    Standard-E-Mail zur Begrüßung eines von einem Administrator neu angelegten Benutzers; anpassbar ist der Text über Sprach-Overrides.

    Hinweis: Wie Sie den Text der Nachricht anpassen, erfahren Sie in Abschnitt 12.3, »Individuelle Übersetzungen mit Overrides anlegen«. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Administrator-Filter setzen (z. B. German (DE_CH_AT - Administrator)); der Schlüssel lautet PLG_USER_JOOMLA_NEW_USER_EMAIL_BODY.

Tipp: Ändern Sie Ihren Super-Benutzer-Namen

Der omnipotente Administrator in Joomla! trägt den bezeichneten Namen Super User oder Super Benutzer. Dieser Name erscheint auch neben von Ihnen verfassten Beiträgen, etwas unpersönlich also. Der Super Benutzer lässt sich jedoch wie jeder andere Benutzer über den Benutzermanager bearbeiten. Klicken Sie einfach auf den Eintrag Super User/Super Benutzer, und ändern Sie das erste Feld, Name, zu einer aussagekräftigeren Bezeichnung, z. B. »Max Musterman«.

 
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11.1.2    Benutzer verwalten Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Der Benutzermanager ist Anlaufstelle für das manuelle Anlegen und die Verwaltung registrierter Websitemitglieder (siehe Abbildung 11.3). Diese Übersicht ist sowohl für den Super Benutzer als auch für alle Mitglieder der Benutzergruppe Administrator freigeschaltet.

Im Benutzermanager legen Sie Benutzer an, bearbeiten oder löschen sie und nehmen Sperrungen über die Spalte »Freigegeben« vor.

Abbildung 11.3    Im Benutzermanager legen Sie Benutzer an, bearbeiten oder löschen sie und nehmen Sperrungen über die Spalte »Freigegeben« vor.

In der Benutzerliste sind viele interessante Details sichtbar: Name, Benutzername, zugehörige Benutzergruppe, E-Mail-Adresse und das Datum der Registrierung und des letzten Besuchs. Über die Spalte Freigegeben wird ein Benutzer mit einem einfachen Klick gesperrt (kein Login mehr möglich). Die Spalte Aktiviert zeigt ein rotes Stoppschild (inline image), wenn die Benutzerregistrierung noch nicht abgeschlossen ist. In diesem Fall kann ein Administrator die Anmeldung per Mausklick abschließen. Unter dem Namen finden Sie jeweils die Schaltfläche Einen Hinweis hinzufügen; ein Mechanismus, mit dem Sie Notizen über Benutzer machen, z. B. um Verstöße gegen die Netiquette zu protokollieren, siehe folgender Abschnitt 11.1.3, »Benutzerhinweise und Hinweiskategorien organisieren«.

In der oberen Buttonleiste finden Sie die üblichen Schalter für die Neuanlage, das Bearbeitungsformular oder die Löschung von Benutzern. Die Buttons Sperren und Freigeben entsprechen der Sperrfunktionalität der Freigegeben-Spalte, außer dass die Aktion hier mit mehreren zuvor markierten Einträgen vorgenommen wird. Dasselbe trifft auch auf noch nicht aktivierte Benutzer zu, der Button Aktivieren entspricht einem Klick auf das rote Stoppschild (inline image) in der Aktiviert-Spalte. Aktivieren Sie Benutzer aber nur dann per Hand, wenn Sie den Anmeldemechanismus so umgestellt haben, dass nicht der Benutzer per Aktivierungslink, sondern Administratoren für die Freischaltung sorgen (siehe Abschnitt 11.5.1, »›Registrierungsformular‹ und ›Anmeldeformular‹«).

In der Stapelverarbeitung warten noch zwei besonders nützliche Funktionen auf Sie (siehe Abbildung 11.4). Ergänzen oder ersetzen Sie die Benutzergruppen für mehrere Benutzer gleichzeitig, oder fordern Sie eine Passwortänderung an. Das ist z. B. dann nützlich, wenn Sie Grund zur Annahme haben, dass Benutzerkonten in falsche Hände geraten sind. Die Anforderung können Sie gegebenenfalls pro Benutzer im Bearbeitungsformular rückgängig machen (Reiter Kontodetails • Feld Passwortzurücksetzung fordern von Ja auf Nein stellen).

Die »Stapelverarbeitung« des Benutzermanagers erlaubt das Hinzufügen, Ersetzen oder Löschen von Gruppen und eine Massen-»Passwortzurücksetzung«.

Abbildung 11.4    Die »Stapelverarbeitung« des Benutzermanagers erlaubt das Hinzufügen, Ersetzen oder Löschen von Gruppen und eine Massen-»Passwortzurücksetzung«.

 
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11.1.3    Benutzerhinweise und Hinweiskategorien organisieren Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

In der linken Linkliste finden Sie unter den Links zu den Managern für Benutzer, Benutzergruppen und Zugriffsebenen zwei weitere Übersichten: Benutzerhinweise und Hinweiskategorien. Damit fügen Sie kategorisierte Notizen zu Benutzern hinzu, um z. B. ihr Verhalten gegenüber anderen Mitgliedern zu dokumentieren. Das geschieht ganz einfach über die Schaltfläche Einen Hinweis hinzufügen im Benutzermanager. Sie gelangen dann in ein Formular, in dem Sie einige Details zum Hinweis ausfüllen:

  • Betreff und Hinweis ist ein jeweils kurzer und langer Text, der den eigentlichen Hinweis enthält.

  • Kategorie (siehe Abbildung 11.5) erlaubt die thematische Organisation einer großen Hinweissammlung (siehe folgender Absatz).

  • Prüfungszeit ist ein frei verwendbares Datumsfeld; z. B. für ein Wiedervorlagedatum oder Zeitpunkt des letzten Netiquette-Verstoßes.

    Über Kategorien gruppieren Sie Benutzerhinweise thematisch; das Feature funktioniert genauso wie Beitragskategorien.

    Abbildung 11.5    Über Kategorien gruppieren Sie Benutzerhinweise thematisch; das Feature funktioniert genauso wie Beitragskategorien.

Das Anlegen von Hinweiskategorien ist nicht notwendig, um Hinweise zu hinterlassen, kann aber bei starker Nutzung des Hinweis-Features nützlich für den Überblick sein. Sie legen sie über den Hinweiskategorienmanager an (Klick auf Hinweiskategorien in der linken Spalte), der genauso funktioniert wie der Manager für Beitragskategorien: Neuanlage, Löschen, Archivieren, Beschreibungstext und auch die Verschlagwortung stehen uneingeschränkt zur Verfügung. Verwenden Sie diese Mechanismen für den von Ihnen benötigten Grad, Benutzerverhalten zu dokumentieren. Im Reiseforum wird großer Wert auf Einhaltung der Netiquette gelegt, darum begnügt es sich z. B. mit zwei Hinweiskategorien: Netiquette-Verstoss und Samariter, für eine einfache Notizensammlung für Backend-Administratoren.

Einsehen lassen sich hinterlegte Hinweise über zwei Wege:

  • im Benutzermanager (siehe Abbildung 11.6)
    Neben dem Button Einen Hinweis hinzufügen erscheint nach Anlage neuer Hinweise ein neuer Button x Hinweise anzeigen. Per Klick öffnet sich ein Popup-Fenster mit einer kleinen Hinweisübersicht zum betreffenden Benutzer.

    Im Benutzermanager lassen sich Hinweise schnell als Popup über den Button »x Hinweise anzeigen« darstellen; alternativ sehen Sie alle Hinweise im Benutzerhinweismanager.

    Abbildung 11.6    Im Benutzermanager lassen sich Hinweise schnell als Popup über den Button »x Hinweise anzeigen« darstellen; alternativ sehen Sie alle Hinweise im Benutzerhinweismanager.

  • im Benutzerhinweismanager
    Listet alle Hinweise zu allen Benutzern, zeigt aber zusätzlich die Kategorie und Prüfungszeit an und ermöglicht eine Filterung nach Status und Kategorie und verschiedene Sortierreihenfolgen. Eignet sich also, um einen Überblick über alle Hinweise zu gewinnen. Mit unberechtigten oder überholten Hinweisen gehen Sie mit üblichen Managermechanismen vor, z. B. dem Veröffentlichungsstatus über die Spalte Status oder dem Button Archivieren oder Papierkorb.

Ein bisschen versteckt hat sich die Möglichkeit, die Benutzerhinweise zu versionieren. Auf diese Weise müssen Sie nicht mehrere Netiquette-Verstöße in Dutzenden von Hinweisen speichern, sondern protokollieren das Nutzerverhalten innerhalb eines Hinweises.

Der Clou: Jedes Mal, wenn Sie einen Benutzerhinweis speichern, legt Joomla! automatisch eine neue Version an. Der alte Text existiert weiterhin und lässt sich über den Button Versionen in der Buttonleiste des Benutzerhinweismanagers in einem Popup-Fenster aufrufen, ansehen, mit anderen Hinweisen vergleichen, löschen etc.

Zur vollen Kontrolle dieses Features werfen Sie aber noch einen Blick in die globale Konfiguration • Komponente Benutzer • Reiter Verlauf Benutzerhinweise. Dort stellen Sie ein, dass die Versionierung aktiv ist (Standard bei Verlauf speichern ist Ja) und wie viele Versionen gespeichert werden, bevor eine automatische Löschung älterer Versionen erfolgt. Wählen Sie hier »0«, um eine lückenlose Historie zu erhalten.

 


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