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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

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Shell-Programmierung von Jürgen Wolf
Einführung, Praxis, Referenz
Buch: Shell-Programmierung

Shell-Programmierung
782 S., mit CD, 44,90 Euro
Rheinwerk Computing
ISBN 3-89842-683-1
gp Kapitel 14 Linux-UNIX-Kommandoreferenz
  gp 14.1 Kurzübersicht
  gp 14.2 Dateiorientierte Kommandos
  gp 14.3 Verzeichnisorientierte Kommandos
  gp 14.4 Verwaltung von Benutzern und Gruppe
  gp 14.5 Programm- und Prozessverwaltung
  gp 14.6 Speicherplatzinformationen
  gp 14.7 Dateisystem-Kommandos
  gp 14.8 Archivierung und Backup
  gp 14.9 Systeminformationen
  gp 14.10 System-Kommandos
  gp 14.11 Druckeradministration
  gp 14.12 Netzwerkbefehle
  gp 14.13 Benutzerkommunikation
  gp 14.14 Bildschirm- und Terminalkommandos
  gp 14.15 Online-Hilfen
  gp 14.16 Alles rund um PostScript-Kommandos
  gp 14.17 Gemischte Kommandos


Rheinwerk Computing

14.14 Bildschirm- und Terminalkommandodowntop


Rheinwerk Computing

clear – Löschen des Bildschirms  downtop

Mit dem Kommando clear löschen Sie den Bildschirm, sofern dies möglich ist. Das Kommando sucht in der Umgebung nach dem Terminaltyp und dann in der terminfo-Datenbank, um herauszufinden, wie der Bildschirm für das entsprechende Terminal gelöscht wird.


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reset – Zeichensatz für ein Terminal wiederherstellen  downtop

Mit dem Kommando reset können Sie jedes virtuelle Terminal wieder in einen definierten Zustand (zurück) setzen. Gibt es kein Kommando mit diesem Namen, können Sie Selbiges auch mit setterm –reset erreichen.


Rheinwerk Computing

setterm – Terminal-Einstellung verändern  downtop

Mit setterm können die Terminal-Einstellungen wie bspw. die Hintergrund- bzw. Vordergrundfarbe verändert werden. Ruft man setterm ohne Optionen auf, erhält man einen Überblick zu allen möglichen Optionen von setterm. Sie können setterm entweder interaktiv verwenden

you@host > setterm -bold on

(hier schalten Sie bspw. die Fettschrift an) oder aber Sie sichern die Einstellungen dauerhaft in der Datei ~/.profile. Einige wichtige Einstellungen von setterm sind:


Tabelle 14.29   Einige häufig benötigte Optionen für setterm

Verwendung Bedeutung
setterm –clear Löscht den Bildschirm
setterm –reset Terminal wieder in einen defnierten Zustand zurückbringen
setterm –blank n Bildschirm nach n Minuten Untätigkeit abschalten


Rheinwerk Computing

stty – Terminal-Einstellung abfragen oder setzen  downtop

Mit stty können Sie die Terminal-Einstellung abfragen oder verändern. Rufen Sie stty ohne Argumente auf, wird die Leitungsgeschwindigkeit des aktuellen Terminals ausgegeben. Wenn Sie stty mit der Option –a aufrufen, erhalten Sie die aktuelle Terminal-Einstellung.

you@host > stty -a
speed 38400 baud; rows 23; columns 72; line = 0;
intr=^C; quit=^\; erase=^?; kill=^U; eof=^D; eol=<undef>;
eol2 = <undef>; start = ^Q; stop = ^S; susp = ^Z; rprnt = ^R;
werase = ^W; lnext = ^V; flush = ^O; min = 1; time = 0;
-parenb -parodd cs8 -hupcl -cstopb cread -clocal -crtscts
-ignbrk brkint ignpar -parmrk -inpck -istrip -inlcr 
-igncr icrnl ixon -ixoff -iuclc -ixany imaxbel -iutf8 opost 
-olcuc -ocrnl onlcr -onocr -onlret -ofill 
-ofdel nl0 cr0 tab0 bs0 vt0 ff0
isig icanon iexten echo echoe echok -echonl -noflsh -xcase 
–tostop -echoprt echoctl echoke

Die Einstellungen lassen sich häufig schwer beschreiben. Hierzu bedarf es schon einer intensiveren Befassung mit der Funktionsweise zeichenorientierter Gerätetreiber im Kernel und der seriellen Schnittstelle – was hier allerdings nicht zur Diskussion steht.

Alle Flags, die sich mit stty verändern lassen, können Sie sich mit stty ––help auflisten lassen. Viele dieser Flags lassen Sie mit einem vorangestellten Minus abschalten und ohne ein Minus (wieder) aktivieren. Wenn Sie beim Probieren der verschiedenen Flags das Terminal nicht mehr vernünftig steuern können, hilft Ihnen das Kommando reset oder setterm –reset, um das Terminal wiederherzustellen. Über

you@host > stty -echo

beispielsweise schalten Sie die Ausgabe des Terminals ab und mit

you@host > stty echo

stellen Sie die Ausgabe auf dem Bildschirm wieder her. Allerdings müssen Sie hier recht sicher im Umgang mit der Tastatur sein, weil Sie ja zuvor die Ausgabe deaktiviert haben.


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tty – Terminal-Name erfragen  downtop

Mit tty können Sie den Terminal-Namen inklusive Pfad erfragen, der die Standardeingabe entgegennimmt.

you@host > tty
/dev/pts/36

Verwenden Sie die Option –s, erfolgt keine Ausgabe, vielmehr wird nur der Status gesetzt. Dabei haben diese Wert folgende Bedeutung:


Tabelle 14.30   Rückgabestatus von tty mit der Option -s

Status Bedeutung
0 Standardeingabe ist ein Terminal
1 Standardeingabe ist kein Terminal
2 Unbekannter Fehler ist aufgetreten

Ein Beispiel:
you@host > tty -s
you@host > echo $?
0

Diese Abfrage wird bspw. gern in Scripts verwendet, um zu ermitteln, ob für die Standardeingabe ein Terminal zur Verfügung steht. Einem Hintergrundprozess zum Beispiel steht keine Standardeingabe zur Verfügung.


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tput – Terminal- und Cursorsteuerung  toptop

Das Kommando tput wurde umfangreich in Abschnitt 5.2.4 behandelt.



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