In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick über die in der Praxis relevanteste Art, Objekte zu speichern und auf die gespeicherten Daten wieder zuzugreifen: die relationalen Datenbanken. Wir beschreiben, wie Sie die Struktur Ihrer Klassen auf relationale Datenbanken abbilden können und wie sich diese Abbildung mit den Regeln für gutes Datenbankdesign ergänzt.
6 Persistenz
Die meisten objektorientierten Anwendungen haben die Anforderung, dass zumindest ein Teil der verwendeten Objekte die Laufzeit des Programms überdauern muss. Die mit den Objekten assoziierten Daten müssen deshalb persistent gemacht werden. Dazu werden die zu den Objekten gehörenden Daten in einer Datenbank gespeichert und das Objekt bei Bedarf wieder aus den gespeicherten Daten rekonstruiert.
6.1 Serialisierung von Objekten 

Eine einfache Möglichkeit dazu bietet die Serialisierung von Objekten. Dabei werden Objekte und ihre Bestandteile in einer definierten Reihenfolge auf ein Ausgabemedium geschrieben. Bei der Deserialisierung wird aus dieser gespeicherten Repräsentation der ursprüngliche Objektzustand wieder hergestellt.
Die Serialisierung eignet sich besonders für die Übertragung von Daten und für das Speichern einer Objektstruktur, die zu einer Zeit nur von einem Benutzer bearbeitet wird.
Wenn Objekte von mehreren Benutzern verwendet und bearbeitet oder komplexere Beziehungen zwischen Objekten gespeichert werden sollen, stößt die Serialisierung als eine Lösung für die Persistenz an ihre Grenzen. Sie bietet keine Mechanismen, um das Arbeiten von mehreren Nutzern auf dem gleichen Datenbestand zu unterstützen. Deshalb arbeiten die meisten objektorientierten Anwendungen für die Speicherung von Daten mit Datenbanken zusammen.
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