1.2 Hallo liebe Zielgruppe 

Die Frage »Für wen schreiben wir dieses Buch?« haben wir uns beim Schreiben selbst immer wieder gestellt.
Die Antwort darauf hängt eng mit der Frage zusammen, warum wir eigentlich dieses Buch geschrieben haben. Nun, neben dem ganz offensichtlichen Grund, dass die Veröffentlichung die beiden Autoren reich und berühmt machen wird, was ja ein ganz angenehmer Nebeneffekt ist, gibt es noch einen ganz zentralen weiteren Grund: Wir wollten das Buch schreiben, das wir uns selbst an bestimmten Punkten unseres Ausbildungswegs und unserer Berufslaufbahn gewünscht hätten.
Wir haben uns beide von Anfang an im Umfeld der objektorientierten Softwareentwicklung bewegt. Allerdings unterschied sich das, was wir in der Praxis an Anforderungen vorfanden, dann doch stark von dem, was Universität und Lehrbücher vorbereitet hatten.
Theorie und Praxis
Aufgrund dieser Erfahrung hätten wir uns ein Buch gewünscht, das den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis bewerkstelligt. Nicht mal so sehr auf der Ebene von praktischen Programmen, sondern eher: Wie werden die theoretischen Ansätze (die wir Prinzipien nennen) denn nun umgesetzt? Was hat es mit dem Thema Garbage Collection auf sich? Was ist denn wirklich mit Model-View-Controller gemeint? Warum müssen wir uns denn überhaupt mit tiefen Kopien, flachen Kopien, Identität, Gleichheit beschäftigen?
Wir glauben, dass wir es ein Stück in diese Richtung geschafft haben und Ihnen eine interessante Verbindung aus Theorie und Praxis präsentieren.
Wer sollte unser Buch lesen?
Wir wollen Studenten der Informatik eine praktische, interessante und hoffentlich auch unterhaltsame Einführung und Vertiefung zum Thema Objektorientierung bieten. Wir wollen Berufseinsteigern im Bereich Softwareentwicklung einen leichteren Start ermöglichen, indem wir Begriffe praktisch klären, mit denen sie regelmäßig konfrontiert werden. Wir wollen im Beruf aktiven Softwareentwicklern die Chance geben, einfach noch mal darüber nachzudenken, was sie eigentlich in der täglichen Arbeit so machen und ob nicht vielleicht noch die eine oder andere Verbesserung möglich ist.
Wir wenden uns also an Softwareentwickler in Ausbildung oder im aktiven Einsatz, an Menschen, die Programme schreiben. Natürlich würden wir uns auch freuen, wenn Projektleiter und Projektmanager unser Buch in die Hand nehmen. Geschrieben haben wir es allerdings als Softwareentwickler für andere Softwareentwickler.
Was wir voraussetzen
Als Voraussetzung gehen wir davon aus, dass unsere Leser grundsätzliche Erfahrung mit der Programmierung haben. Erfahrungen mit der Programmierung in objektorientierten Sprachen sind hilfreich, obwohl nicht unbedingt notwendig. Unser Buch wendet sich damit auch explizit an Menschen, die bereits mit Programmiersprachen arbeiten, die objektorientierte Mechanismen anbieten, wie dies zum Beispiel bei Java der Fall ist. Da aber nur durch die Verwendung von objektorientierten Sprachen noch lange keine objektorientierte Software entsteht, wollen wir mit unserem Buch genau diesen Schritt ermöglichen.
Wir werden zu den verwendeten Programmiersprachen keine detaillierte Einführung geben. Stattdessen findet sich im Anhang jeweils eine Kurzbeschreibung der jeweiligen Programmiersprache. Diese erläutert die grundlegenden Sprachkonstrukte mit Bezug zur objektorientierten Programmierung. Außerdem geben wir Verweise auf weitere Informationsquellen zur Programmiersprache, sofern möglich auch mit Hinweisen auf verfügbare freie Versionen von Compilern, Interpretern oder Entwicklungsumgebungen.
Ihre Meinung
Wie hat Ihnen das Openbook gefallen? Wir freuen uns immer über Ihre Rückmeldung. Schreiben Sie uns gerne Ihr Feedback als E-Mail an kommunikation@rheinwerk-verlag.de.