Rheinwerk Computing < openbook >
Rheinwerk Computing - Bücher zur Programmierung und Softwareentwicklung


Wie werde ich Unix-Guru
A. Willemer
Wie werde ich UNIX-Guru
I  ANWENDUNG
Know-How für Unix/Linux-User: Einführung, Shell, Befehle, Hilfe, Arbeit mit Dateien, Editoren, Reguläre Ausdrücke, nützliche Tools, Hardware.

II  ADMINISTRATION
Tools, Systemstart, Benutzer verwalten, Hardware konfigurieren, Software installieren, Datensicherung, Tuning, Kernel

III  NETZWERK
Client/Server Systeme, TCP/IP, Routing, IPv6, Internet-Dienste, DHCP, Webserver, Firewalls

IV  DAS X-WINDOW SYSTEM
Die grafische Oberfläche von UNIX einrichten und nutzen

V  PROGRAMMIERUNG VON SHELLSKRIPTEN
Automatisieren von Tasks durch Shell-Skripte.

VI  PERL
Interpreter, Syntax, Variablen, Steuerung, Funktionen, UNIX-Aufrufe, GUIs mit Tk

VII  PROGRAMMIERWERKZEUGE
C-Compiler, Analyse-Tools, CVS, yacc, diff

VIII  UNIX-SYSTEMAUFRUFE
UNIX-Befehle in eigenen Programmen nutzen

IX  LITERATUR
Weiterführende Literatur zu UNIX und LINUX

 
Rheinwerk Computing / Openbook / "Wie werde ich UNIX-Guru ?"
« Das X-Window System Das X-Window System X, Fenstermanager, Widget Sets »

Grafische Oberfläche unter UNIX

UNIX hatte recht früh eine grafische Oberfläche. Das X Window System wurde 1984 von Robert W. Scheifler und James Gettys am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt.vgl. Mikes, Steven: X Window System Program Design and Development. Addison-Wesley, Reading, 1992. p. 5 Dennoch wurden die grafischen Oberflächen unter UNIX immer etwas stiefmütterlich behandelt. Der Grund ist, dass UNIX ursprünglich nur auf teuren Maschinen lief, die entweder ihren Ort als Server im Unternehmen fanden, und dort keine Grafik brauchten. Oder sie wurden als Workstation für grafische Anwendungen verwendet. Dann waren es aber sehr spezielle Anwendungen wie CAD oder Simulationen, die weniger auf den Komfort des Benutzers ausgerichtet waren, sondern für Spezialisten entwickelt wurden, die eine leistungsfähige Maschine benötigten.

Der Arbeitsplatz einer Sekretärin wurde erst dann mit einem Computer versehen, als die verhältnismäßig günstigen PCs verfügbar waren. Und diese Geräte wurden auch erst Anfang der 90er Jahre mit der grafischen Oberfläche MS Windows ausgestattet. Zwar hatte der Apple Macintosh bereits 1984 über Grafik und Maus verfügt, aber auf den Schreibtischen der normalen Sekretärin war er eher die Ausnahme.



Erst nachdem die Fenster im Büro die Regel waren, begann man die grafische Oberfläche von UNIX unter ergonomischen Gesichtspunkten zu betrachten. Bis dahin wurde das X Window System entweder von besagten Spezialisten bedient oder von Programmierern, um auf dieser Plattform Software zu entwickeln. Beiden konnte man zumuten, dass die Oberfläche nicht unbedingt immer intuitiv zu bedienen war.

Die wichtigsten Merkmale des X Window Systems sollen hier im Überblick genannt werden.

  • X ist netzwerkfähig. Tastatur, Maus und Grafikschirm müssen an der Maschine gar nicht vorhanden sein. Es reicht aus, irgendwo im Netzwerk einen Computer zu haben, die mit Maus und Grafik umgehen kann.
  • X arbeitet mit austauschbaren Windowmanagern und Desktops.
  • Jeder Anwender kann seinen Desktop völlig unabhängig von anderen Benutzern konfigurieren.
  • Man kann eine beliebig große Auflösung als virtuellen Bildschirm verwenden. Der reale Bildschirm folgt der Mausbewegung wie ein Sichtfenster darüber hinweg
  • Man kann zwischen mehreren Arbeitsbildschirmen umschalten.
  • Farben, Zeichensätze und Beschriftungen können für die meisten Programme vom Anwender verändert werden.

Zum Namen des X Window System lässt sich anmerken, dass Sie besser kein s an das Wort Window hängen. Stellen Sie zum Test in einer Newsgroup eine knifflige Frage zum Thema X und schreiben Sie dabei einmal X Windows. Sie werden zu 95% Antworten von Leuten bekommen, die der Ansicht sind, dass es für Sie wichtiger ist zu lernen, wie man X Window richtig schreibt, als dass Ihr Problem gelöst wird. Es soll inzwischen sogar Leute geben, die den Namen im Gespräch absichtlich falsch aussprechen und das s noch besonders betonen, um heraus zu finden, ob ihr Gegenüber ein Besserwisser ist.



Unterabschnitte
  • X, Fenstermanager, Widget Sets und Desktop
  • Der X-Server
  • Der Fenstermanager
  • Der X-Client und seine Bibliotheken
    • Xlib und X Toolkit Intrinsics
    • Widget Sets


« Das X-Window System | Das X-Window System | X, Fenstermanager, Widget Sets »
 
 Ihre Meinung?
Wie hat Ihnen das Openbook gefallen?
Ihre Meinung

 UNIX/Linux

Ubuntu 14.04 LTS

Linux Handbuch

Linux-Server

Raspberry Pi

Ubuntu Server
 Shopping
Versandkostenfrei bestellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Info



Copyright © Rheinwerk Verlag GmbH 2003
Für Ihren privaten Gebrauch dürfen Sie die Online-Version natürlich ausdrucken. Ansonsten unterliegt das Openbook denselben Bestimmungen wie die gebundene Ausgabe: Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.
Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Nutzungsbestimmungen | Datenschutz | Impressum

Rheinwerk Verlag GmbH, Rheinwerkallee 4, 53227 Bonn, Tel.: 0228.42150.0, Fax 0228.42150.77, service@rheinwerk-verlag.de

Cookie-Einstellungen ändern