A.3 C# 

C# ist das programmiersprachliche Flaggschiff der .NET-Sprachflotte. .NET ist ein von Microsoft entwickeltes Konkurrenzprodukt zu der Java-Welt. .NET unterstützt mehrere Programmiersprachen, C# und Visual Basic.NET sind die prominentesten Vertreter der .NET-Sprachen.
Alle diese Programmiersprachen werden von ihren Compilern in eine Intermediate Language (IL) übersetzt, und zur Laufzeit von einem Just in Time Compiler in die Maschinensprache der Zielplattform übersetzt. [Auch hier gibt es Parallelen zwischen .NET und Java. Die modernen JVMs benutzen auch einen JIT-Compiler, und es gibt mehrere Programmiersprachen, die einen Compiler für die JVM haben. ]
C# ist ähnlich wie Java eine statisch stark typisierte, klassenbasierte Programmiersprache mit einfacher Klassifikation der Objekte. Ähnlich wie in Java gibt es in C# keine Mehrfachvererbung der Implementierung, daher unterscheidet C# zwischen den Schnittstellen (interface) und den implementierenden Klassen. C# unterscheidet zwischen den Referenztypen (class) und den Wertetypen. Die Exemplare der Referenztypen werden immer einzeln auf dem Heap angelegt, die Exemplare der Wertetypen können auch auf dem Stack angelegt werden und als Teile anderer Strukturen, wie zum Beispiel Arrays, existieren. Zu den Wertetypen gehören die primitiven Typen wie int, char oder bool und die strukturierten Typen (struct). Die Strukturen können genauso wie die Klassen eigene Datenelemente und Methoden haben und Schnittstellen implementieren. Sie können aber nicht von anderen implementierenden Klassen erben; sie selbst können keine Oberklasse sein.
C# hat gegenüber Java manche Erweiterungen, wie zum Beispiel die Delegaten und die Eigenschaften der Objekte. Die Syntax von C# ist der Syntax von Java sehr ähnlich, so dass wir hier auf eine Vorstellung der Syntax von C# verzichten, da wir davon ausgehen, dass die Beispiele in diesem Buch trotzdem verständlich sind.
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