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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
 
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Minecraft ist außergewöhnlich
2 Crashkurs in die Minecraft-Welt
3 Sicher durchs Minecraft-Internet
4 Server und Mehrspielerumgebungen
5 Zwischen Hobby und Computerspielsucht
6 Fakten, Tipps und Antifrustlösungen
7 Gemeinsame Projekte in und um Minecraft
A Anhang
Stichwortverzeichnis

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Der Minecraft-Coach für Eltern von Richard Eisenmenger
Wie Kinder sicher und intuitiv spielen
Buch: Der Minecraft-Coach für Eltern

Der Minecraft-Coach für Eltern
Pfeil 7 Gemeinsame Projekte in und um Minecraft
Pfeil 7.1 Ein Haus bauen
Pfeil 7.2 Ein großes Bau- oder Kunstwerk planen
Pfeil 7.3 Auf Monsterjagd gehen
Pfeil 7.4 Schallplatten finden und abspielen
Pfeil 7.5 Den Nether erforschen
Pfeil 7.6 Eine neue Skin aussuchen
Pfeil 7.7 Eine Skin selber malen
Pfeil 7.8 Besuch auf einem Multiplayer-Server
Pfeil 7.9 Eine Map installieren
Pfeil 7.10 Ein Ressourcenpaket installieren
Pfeil 7.11 Eine Welt malen
Pfeil 7.12 Ein Mod installieren
Pfeil 7.13 Ein YouTube-Video drehen
Pfeil 7.14 Eine riesige Abenteuerwelt zusammenstellen
Pfeil 7.15 Einen Multiplayer-Server verwalten
Pfeil 7.16 Programmieren lernen
Pfeil 7.17 Offline-Projekte im Minecraft-Kontext
Pfeil 7.18 Schlusswort
 
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7.12    Ein Mod installieren Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

inline imageSchwierigkeit: inline image

inline imageDauer: 2 Stunden

inline imageHerausforderungen: Internetrecherche, Dateisystem-Kenntnisse, Wissen über Software-Abhängigkeiten, Englisch

inline imageCool: Lass Dinosaurier in deiner Minecraft-Welt herumlaufen, wie in »Jurassic Park«.

Mod ist eine im Gaming-Jargon verbreitete Abkürzung für modification, eine Spielerweiterung, die nicht vom Hersteller, sondern aus der Fan-Gemeinde, der Community, kommt. Insbesondere für Computerspiele gibt es Mods, da findige Hobbyprogrammierer uneingeschränkten Einblick in die Programmdateien des Spiels haben und lernen, ihre eigene Software einzuklinken. So verändern Mods viele Aspekte des Gameplays. Für Minecraft gibt es beispielsweise Erweiterungen, die eine Miniaturkarte einblenden, neue Materialien und Gegenstände hinzufügen oder die Verwaltung des Inventars vereinfachen. Mods können aber auch ganz neue Spielelemente ergänzen, wie Sie hier am Beispiel der Erweiterung JurassiCraft sehen:

  1. Besuchen Sie zunächst das Online-Zuhause von JurassiCraft über diese Linkabkürzung:

    https://minecraft-buch.de/jcraft

  2. Der rote Download-Button rechts oben führt ausnahmsweise direkt zum Download der Mod-Datei, ohne nervtötende Werbeeinblendungen.

    Verschieben Sie die heruntergeladene JurassiCraft-2.x-x.jar-Datei in den mods-Ordner der Minecraft-Installation. (Windows: %appdata%\.minecraft\mods, macOS: ~/Library/Application Support/minecraft/mods, Linux: ~/.minecraft/mods)

  3. Wenn Sie jetzt Minecraft starten, beobachten Sie, dass sich nichts verändert hat; das Hinzufügen eines Mods erfordert nämlich weitere Schritte. Theoretisch müsste das Spiel auf Programmebene mit allen Mods komplett neu zusammengestellt werden. Doch es geht einfacher: Eine spezielle Minecraft-Variante erlaubt das Ergänzen von Mods genau so, wie Sie es bereits gemacht haben – per Drag & Drop in einen Ordner.

    Diese besondere Version namens Minecraft Forge (Schmiede) laden Sie unter http://files.minecraftforge.net herunter. Dort klicken Sie auf Download RecommendedInstaller-win bzw. auf Universal für andere Betriebssysteme außer Windows. (Vorsicht, Werbung! Klicken Sie auf den SKIP-Button oben rechts.)

  4. Klicken Sie doppelt auf die heruntergeladene Datei, und betätigen Sie im Fenster Mod system installer den Schalter Install client. Wenige Sekunden nach dem Klick auf OK ist die Schmiede installiert.

  5. Starten Sie jetzt wieder Minecraft bzw. den Minecraft Launcher, und öffnen Sie die Dropdown-Liste neben Profile – links unten. Die Minecraft Forge hat hier einen neuen Eintrag angelegt, den Sie aktivieren. Dann klicken Sie wie gewohnt auf Play. Dass die Schmiede aktiv sind, sehen Sie nun im Ladefenster an den Meldungen und dem animierten Amboss.

  6. Doch das Vergnügen ist von kurzer Dauer, denn statt des Minecraft-Hauptmenüs sehen Sie nur eine Fehlermeldung. Glücklicherweise sind viele Fehler in der Minecraft-Umgebung detailliert beschrieben, und so besagt diese Meldung, dass JurassiCraft anscheinend ein weiteres Mod benötigt: llibrary 1.5.1.

    Solche Abhängigkeiten sind bei komplexen Spielerweiterungen nicht ungewöhnlich, und bei mancher Installation hangelt man sich von Schritt zu Schritt, was etwas Geduld erfordert. In diesem Fall verrät llibrary schon im Namen, dass es sich um eine Programmbibliothek handelt. Damit machte es sich der Programmierer von JurassiCraft einfacher, denn er muss einige Dinge nicht doppelt programmieren.

  7. Auf Webseiten wie der von JurassiCraft (https://minecraft-buch.de/jcraft) finden Sie in der Regel Hinweise auf diese Abhängigkeiten. Darum ist es stets ratsam, den Seiteninhalt zu überfliegen, bevor man zu hastig auf Download klickt. Scrollen Sie ein wenig nach unten, und klicken Sie neben der Überschrift Installation auf den Button Spoiler.

  8. Forge in der richtigen Version? Haben Sie. LLibrary? Fehlt noch. Darum folgen Sie direkt dem angegebenen Link – am besten in einem neuen Browsertab (mittlere Maustaste).

    Auf der LLibrary-Seite erwartet Sie ein weiterer einladender Download-Button. Wiederholen Sie jetzt dieselbe Download- und Verschiebe-Aktion für die Bibliotheks-JAR-Datei, und starten Sie erneut Minecraft mit dem Minecraft-Forge-Profil.

    Tipp: Über den Button Edit Profile lässt sich das Profil auch in etwas Aussagekräftigeres umbenennen, z. B. »Forge« gefolgt von der Versionsnummer.

    Sobald Sie das Hauptmenü von Minecraft sehen, klicken Sie auf den Button Mods. In der linken Liste erscheinen nun die beiden hinzugefügten Erweiterungen. Das JurassiCraft-Spiel kann losgehen. (Abseits vom Herumexperimentieren verrät natürlich wieder die JurassiCraft-Homepage, wie das alles funktioniert: Besuchen Sie http://jurassicraftmod.wikia.com/wiki/Home.)

Sie sehen, dass eine Mod-Installation recht komplex werden kann. Erscheint während des Ladens eine Meldung, fehlt etwas oder Mod- und Minecraft-Version sind miteinander inkompatibel. Auch verschiedene Mods untereinander können sich »beißen«. Probieren Sie in diesem Fall jedes Mod einzeln aus. Kommt es dann immer noch zum Fehler, ist es in der Regel, auch unter Tränen, nicht wert, mehr Arbeit zu investieren. Sie könnten versuchen, dem Problem über eine Google-Suche nach der Fehlermeldung auf die Schliche zu kommen, wobei Sie die Minecraft- und Mod-Versionsnummer angeben – ein mögliches Rechercheprojekt für den Juniorinformatiker neben Ihnen. Ein anderes Mod auszuprobieren bringt Sie und Ihren Nachwuchs aber wahrscheinlich schneller zurück ins Spiel.

Idee: Lassen Sie Ihren Nachwuchs selbst mal nach Mods recherchieren. Was wäre cool, welche Erweiterungen sind beliebt (und laufen daher wahrscheinlich stabiler), und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? (Es gibt noch andere Forge-ähnliche Varianten.) Daraus lässt sich ein Mod-Wunschzettel erstellen, der dann gemeinsam abgeklopft wird.

Tipp: Da Minecraft- und Mod-Version perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen, sollten Sie immer wissen, welche Mods sich jetzt gerade im mods-Verzeichnis befinden. Denn wird Minecraft über ein anderes Versionsprofil über den Minecraft Launcher gestartet, funktioniert das Spiel im schlimmsten Fall nicht. In der Regel spielt man natürlich länger mit einer bestimmten Minecraft/Mods-Kombination. Wer aber öfter zwischen Versionen und damit Mod-Sets wechselt, muss die Mods, z. B. über ein selbst erzeugtes »Zwischenspeicher«-Verzeichnis organisieren und hin- und herkopieren. Richtig komfortabel, weil automatisch, geht das mit einem Tool wie MultiMC (ohne Werbung bei http://multimc.org) oder MagicLauncher. Das sind im Prinzip aufgebohrte Minecraft-Launcher, die mehrere Minecraft-Versions- und Mod-Kombinationen verwalten.

Alternative Launcher (wie MultiMC) erlauben die komfortable Verwaltung mehrerer Minecraft- und Mod-Kombinationen – planen Sie etwas Zeit zur Einarbeitung ein.

Alternative Launcher (wie MultiMC) erlauben die komfortable Verwaltung mehrerer Minecraft- und Mod-Kombinationen – planen Sie etwas Zeit zur Einarbeitung ein.

 


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