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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Eigene Klassen schreiben
6 Exceptions
7 Generics<T>
8 Äußere.innere Klassen
9 Besondere Klassen der Java SE
10 Architektur, Design und angewandte Objektorientierung
11 Die Klassenbibliothek
12 Bits und Bytes und Mathematisches
13 Datenstrukturen und Algorithmen
14 Threads und nebenläufige Programmierung
15 Raum und Zeit
16 Dateien, Verzeichnisse und Dateizugriffe
17 Datenströme
18 Die eXtensible Markup Language (XML)
19 Grafische Oberflächen mit Swing
20 Grafikprogrammierung
21 Netzwerkprogrammierung
22 Verteilte Programmierung mit RMI
23 JavaServer Pages und Servlets
24 Datenbankmanagement mit JDBC
25 Reflection und Annotationen
26 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
A Die Begleit-DVD
Stichwort
Ihre Meinung?

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Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom
Das umfassende Handbuch
Buch: Java ist auch eine Insel

Java ist auch eine Insel
geb., mit DVD
1482 S., 49,90 Euro
Rheinwerk Computing
ISBN 978-3-8362-1506-0
Pfeil 19 Grafische Oberflächen mit Swing
  Pfeil 19.1 Das Abstract Window Toolkit und Swing
    Pfeil 19.1.1 SwingSet-Demos
    Pfeil 19.1.2 Abstract Window Toolkit (AWT)
    Pfeil 19.1.3 Java Foundation Classes
    Pfeil 19.1.4 Was Swing von AWT unterscheidet
  Pfeil 19.2 Mit NetBeans zur ersten Oberfläche
    Pfeil 19.2.1 Projekt anlegen
    Pfeil 19.2.2 Gui-Klasse hinzufügen
    Pfeil 19.2.3 Programm starten
    Pfeil 19.2.4 Grafische Oberfläche aufbauen
    Pfeil 19.2.5 Swing-Komponenten-Klassen
    Pfeil 19.2.6 Funktionalität geben
  Pfeil 19.3 Fenster unter grafischen Oberflächen
    Pfeil 19.3.1 Swing-Fenster mit javax.swing.JFrame darstellen
    Pfeil 19.3.2 Fenster schließbar machen – setDefaultCloseOperation()
    Pfeil 19.3.3 Sichtbarkeit des Fensters
    Pfeil 19.3.4 Größe und Position des Fensters verändern
    Pfeil 19.3.5 Fenster- und Dialog-Dekoration, Transparenz *
    Pfeil 19.3.6 Dynamisches Layout während einer Größenänderung *
  Pfeil 19.4 Beschriftungen (JLabel)
    Pfeil 19.4.1 Mehrzeiliger Text, HTML in der Darstellung
  Pfeil 19.5 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten
    Pfeil 19.5.1 Die Klasse ImageIcon
    Pfeil 19.5.2 Die Schnittstelle Icon und eigene Icons *
  Pfeil 19.6 Es tut sich was – Ereignisse beim AWT
    Pfeil 19.6.1 Swings Ereignisquellen und Horcher (Listener)
    Pfeil 19.6.2 Listener implementieren
    Pfeil 19.6.3 Listener bei dem Ereignisauslöser anmelden/abmelden
    Pfeil 19.6.4 Aufrufen der Listener im AWT-Event-Thread
    Pfeil 19.6.5 Adapterklassen nutzen
    Pfeil 19.6.6 Innere Mitgliedsklassen und innere anonyme Klassen
    Pfeil 19.6.7 Ereignisse etwas genauer betrachtet *
  Pfeil 19.7 Schaltflächen
    Pfeil 19.7.1 Normale Schaltflächen (JButton)
    Pfeil 19.7.2 Der aufmerksame »ActionListener«
    Pfeil 19.7.3 Schaltflächen-Ereignisse vom Typ »ActionEvent«
    Pfeil 19.7.4 Basisklasse »AbstractButton«
    Pfeil 19.7.5 Wechselknopf (JToggleButton)
  Pfeil 19.8 Swing Action *
  Pfeil 19.9 JComponent und Component als Basis aller Komponenten
    Pfeil 19.9.1 Hinzufügen von Komponenten
    Pfeil 19.9.2 Tooltips (Kurzhinweise)
    Pfeil 19.9.3 Rahmen (Border) *
    Pfeil 19.9.4 Fokus und Navigation *
    Pfeil 19.9.5 Ereignisse jeder Komponente *
    Pfeil 19.9.6 Die Größe und Position einer Komponente *
    Pfeil 19.9.7 Komponenten-Ereignisse *
    Pfeil 19.9.8 Undurchsichtige (opake) Komponente *
    Pfeil 19.9.9 Properties und Listener für Änderungen *
  Pfeil 19.10 Container
    Pfeil 19.10.1 Standardcontainer (JPanel)
    Pfeil 19.10.2 Bereich mit automatischen Rollbalken (JScrollPane)
    Pfeil 19.10.3 Reiter (JTabbedPane)
    Pfeil 19.10.4 Teilungs-Komponente (JSplitPane)
  Pfeil 19.11 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager
    Pfeil 19.11.1 Übersicht über Layoutmanager
    Pfeil 19.11.2 Zuweisen eines Layoutmanagers
    Pfeil 19.11.3 Im Fluss mit FlowLayout
    Pfeil 19.11.4 BoxLayout
    Pfeil 19.11.5 Mit BorderLayout in alle Himmelsrichtungen
    Pfeil 19.11.6 Rasteranordnung mit GridLayout
    Pfeil 19.11.7 Der GridBagLayoutmanager *
    Pfeil 19.11.8 Null-Layout *
    Pfeil 19.11.9 Weitere Layoutmanager
  Pfeil 19.12 Rollbalken und Schieberegler
    Pfeil 19.12.1 Schieberegler (JSlider)
    Pfeil 19.12.2 Rollbalken (JScrollBar) *
  Pfeil 19.13 Kontrollfelder, Optionsfelder, Kontrollfeldgruppen
    Pfeil 19.13.1 Kontrollfelder (JCheckBox)
    Pfeil 19.13.2 ItemSelectable, ItemListener und das ItemEvent
    Pfeil 19.13.3 Sich gegenseitig ausschließende Optionen (JRadioButton)
  Pfeil 19.14 Fortschritte bei Operationen überwachen *
    Pfeil 19.14.1 Fortschrittsbalken (JProgressBar)
    Pfeil 19.14.2 Dialog mit Fortschrittsanzeige (ProgressMonitor)
  Pfeil 19.15 Menüs und Symbolleisten
    Pfeil 19.15.1 Die Menüleisten und die Einträge
    Pfeil 19.15.2 Menüeinträge definieren
    Pfeil 19.15.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben
    Pfeil 19.15.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut
    Pfeil 19.15.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)
    Pfeil 19.15.6 Tastenkürzel (Mnemonics)
    Pfeil 19.15.7 Symbolleisten alias Toolbars
    Pfeil 19.15.8 Popup-Menüs
  Pfeil 19.16 Das Model-View-Controller-Konzept
  Pfeil 19.17 Auswahlmenüs, Listen und Spinner
    Pfeil 19.17.1 Auswahlmenü (JComboBox)
    Pfeil 19.17.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag *
    Pfeil 19.17.3 Datumsauswahl
    Pfeil 19.17.4 Listen (JList)
    Pfeil 19.17.5 Drehfeld (JSpinner) *
  Pfeil 19.18 Textkomponenten
    Pfeil 19.18.1 Text in einer Eingabezeile
    Pfeil 19.18.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent)
    Pfeil 19.18.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField)
    Pfeil 19.18.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField)
    Pfeil 19.18.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea)
    Pfeil 19.18.6 Editor-Klasse (JEditorPane) *
  Pfeil 19.19 Tabellen (JTable)
    Pfeil 19.19.1 Ein eigenes Tabellen-Model
    Pfeil 19.19.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel)
    Pfeil 19.19.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel)
    Pfeil 19.19.4 Ein eigener Renderer für Tabellen
    Pfeil 19.19.5 Zell-Editoren
    Pfeil 19.19.6 Größe und Umrandung der Zellen *
    Pfeil 19.19.7 Spalteninformationen*
    Pfeil 19.19.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen *
    Pfeil 19.19.9 Selektionen einer Tabelle *
    Pfeil 19.19.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter *
  Pfeil 19.20 Bäume (JTree)
    Pfeil 19.20.1 JTree und sein TreeModel und TreeNode
    Pfeil 19.20.2 Selektionen bemerken
    Pfeil 19.20.3 Das TreeModel von JTree *
  Pfeil 19.21 JRootPane und JDesktopPane *
    Pfeil 19.21.1 Wurzelkomponente der Top-Level-Komponenten (JRootPane)
    Pfeil 19.21.2 JDesktopPane und die Kinder JInternalFrame
    Pfeil 19.21.3 JLayeredPane
  Pfeil 19.22 Dialoge und Window-Objekte
    Pfeil 19.22.1 JWindow und JDialog
    Pfeil 19.22.2 Modal oder nicht-modal
    Pfeil 19.22.3 Standarddialoge mit JOptionPane
    Pfeil 19.22.4 Der Dateiauswahldialog
    Pfeil 19.22.5 Der Farbauswahldialog JColorChooser *
  Pfeil 19.23 Flexibles Java-Look-and-Feel
    Pfeil 19.23.1 Look and Feel global setzen
    Pfeil 19.23.2 UIManager
    Pfeil 19.23.3 Windowsoptik mit JGoodies Looks verbessern *
  Pfeil 19.24 Swing-Komponenten neu erstellen oder verändern *
  Pfeil 19.25 Die Zwischenablage (Clipboard)
    Pfeil 19.25.1 Clipboard-Objekte
    Pfeil 19.25.2 Auf den Inhalt zugreifen mit »Transferable«
    Pfeil 19.25.3 DataFlavor ist das Format der Daten in der Zwischenablage
    Pfeil 19.25.4 Einfügungen in der Zwischenablage erkennen
    Pfeil 19.25.5 Drag
  Pfeil 19.26 AWT, Swing und die Threads
    Pfeil 19.26.1 Ereignisschlange (EventQueue) und AWT-Event-Thread
    Pfeil 19.26.2 Swing ist nicht thread-sicher
    Pfeil 19.26.3 »invokeLater()« und »invokeAndWait()«
    Pfeil 19.26.4 SwingWorker
    Pfeil 19.26.5 Eigene Ereignisse in die Queue setzen *
    Pfeil 19.26.6 Auf alle Ereignisse hören *
  Pfeil 19.27 Barrierefreiheit mit der Java Accessibility API
  Pfeil 19.28 Zeitliches Ausführen mit dem javax.swing.Timer
  Pfeil 19.29 Zum Weiterlesen


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19.17 Auswahlmenüs, Listen und Spinner  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift


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19.17.1 Auswahlmenü (JComboBox)  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Ein Auswahlmenü (engl. choice box, auch combo box) zeigt eine Zeichenkette aus einer Liste von Möglichkeiten an. Wird die Choice-Box aufgeklappt, kann ein Element aus der List-Box gewählt werden. Ein neuer Eintrag erscheint dann im Titel des Menüs.

Die JComboBox ist das Swing-Auswahlmenü, das optional ein Textfeld zur Eingabe anbietet. In diesem Textfeld können Texte in beliebigen Modellen dargestellt und ausgewählt werden; ein Tastendruck lässt die Liste zu dem Eintrag springen, dessen Buchstabe eingegeben wurde. Ob das Textfeld editiert werden kann, bestimmt setEditable(). Befinden sich zu viele Einträge in der Liste, stellt Swing automatisch eine scrollende Liste dar. Ab welcher Anzahl von Elementen die scrollende Liste dargestellt wird, bestimmt setMaximumRowCount(). Mit addItem() lassen sich Elemente dem assoziierten ComboBoxModel hinzufügen, mit removeItem() wieder entfernen, und getItemAt(index) erfragt ein Element. Das aktuell ausgewählte Element erfahren wir mit getSelectedItem() und den Index mit getSelectedIndex().

Abbildung 19.18  Beispiel einer JComboBox

Beim Auswählen eines Eintrags wird ein Action- und ItemEvent ausgelöst, mit dem wir das ausgewählte Objekt erfragen können:

Listing 19.34  com/tutego/insel/ui/list/JComboBoxDemo.java, main()

JFrame frame = new JFrame();
frame.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE );

String[] lang = {
  "Patronengurt", "Hausnummer", "Schmetterling", "Sphinx", "Anbetung",
  "Ende"
};

// Non-editable JComboBox

JComboBox combo1 = new JComboBox();

for ( String s : lang )
  combo1.addItem( s );

combo1.addActionListener( new ActionListener() {
  @Override public void actionPerformed( ActionEvent e )
  {
    System.out.println( e );
    JComboBox selectedChoice = (JComboBox) e.getSource();
    if ( "Ende".equals( selectedChoice.getSelectedItem() ) )
      System.exit( 0 );
  }
} );

frame.add( combo1, BorderLayout.LINE_START );

// Editable JComboBox

JComboBox combo2 = new JComboBox( lang );
combo2.setEditable( true );
combo2.setSelectedItem( "Sphinx" );
combo2.setMaximumRowCount( 4 );

frame.add( combo2, BorderLayout.LINE_END );

frame.pack();
frame.setVisible( true );

Die Methode addItem() funktioniert nur dann, wenn im Konstruktor kein spezielles Model angegeben wurde. Mit Modellen werden wir uns zu einem späteren Zeitpunkt näher beschäftigen. Sehen wir uns zunächst die Konstruktoren an.


class javax.swing.JComboBox
extends JComponent
implements ItemSelectable, ListDataListener, ActionListener, Accessible

  • JComboBox() Erzeugt ein leeres Auswahlmenü mit einem Standard-Model.
  • JComboBox( Object[] items ) Erzeugt ein Auswahlmenü mit Elementen, die im Feld items angegeben sind.
  • JComboBox( Vector items ) Erzeugt ein Auswahlmenü mit Elementen, die im Vektor items abgelegt sind.
  • JComboBox( ComboBoxModel aModel ) Erzeugt ein Auswahlmenü mit einem Combo-Box-Model, das die Daten speichert.

Zur Selektion beziehungsweise Abfrage selektierter Elemente bietet die Klasse weitere Methoden an:

  • Object getSelectedItem() Liefert die aktuelle Wahl zurück.
  • Object[] getSelectedObjects() Liefert ein Array mit den selektierten Einträgen.
  • int getSelectedIndex() Liefert den Index des aktuell selektierten Eintrags.
  • void setSelectedIndex( int position ) Setzt den Eintrag im Titel des Menüs auf den Eintrag mit der Nummer position.
  • void setSelectedItem( Object anObject ) Setzt den Eintrag string in die Titelleiste, wenn dieser in der Liste ist. Falls mehrere Einträge gleich dem string sind, wird jener Eintrag verwendet, der zuerst gefunden wurde. Dieser besitzt dann also den kleinsten Index.

Durchreichemethoden an das Model

Elemente lassen sich jetzt hinzufügen und löschen. Etwas seltsam erscheint uns die Tatsache, dass die JComboBox selbst diese Methoden anbietet. Ähnliche Swing-Komponenten (wie die JList oder JTable) bieten diese Anfrage- und Veränderungsmethoden nicht an, sondern erwarten direkt eine Änderung am Model und nicht an der Komponente. Das Besondere an Swing-Komponenten ist ja gerade, dass das Model verändert und abgefragt wird. Im Fall der JComboBox speichert sie die Daten natürlich immer noch nicht selbst, sondern leitet sie an das Model weiter. So sind diese Methoden nur Durchreichemethoden.


class javax.swing.JComboBox
extends JComponent
implements ItemSelectable, ListDataListener, ActionListener, Accessible

  • void addItem( Object anObject ) Fügt dem Model einen Eintrag hinzu.
  • Object getItemAt( int index ) Liefert den Eintrag an der Position index. Die Rückgabe ist null, wenn sich der Index außerhalb des Bereichs befindet.
  • int getItemCount() Liefert die Anzahl der Einträge im Auswahlmenü.
  • void insertItemAt( Object anObject, int index ) Fügt einen Eintrag an einer bestimmten Stelle ein.
  • void removeItem( Object anObject ) Löscht den Eintrag aus der Liste.
  • void removeItemAt( int position ) Löscht den Eintrag an der Position position.
  • void removeAll() Entfernt alle Einträge aus dem Auswahlmenü.

Die Methoden zum Modifizieren des Models funktionieren nur dann, wenn das ComboBoxModel insbesondere ein MutableComboBoxModel ist.

Ereignisse der JComboBox

Die JComboBox löst bei der Selektion zwei Arten von Ereignissen aus: ActionEvent und ItemEvent. Seit Java 1.4 lässt sich auch ein PopupMenuListener hinzufügen. Zum An- und Abmelden dienen die üblichen Methoden. Der Unterschied in den Ereignissen ActionEvent und ItemEvent ist:

  • Der ActionListener empfängt nur ein Ereignis bei einem neu gewählten Element.
  • Der ItemListener empfängt alle Veränderungen bei Selektionen. Das heißt, wenn der Benutzer ein neues Element anwählt, gibt es ein Ereignis für die Deselektion und eins für die Selektion. Geht der Benutzer etwa mit den Cursor-Tasten durch die Liste, rasselt es an Ereignissen.

class javax.swing.JComboBox
extends JComponent
implements ItemSelectable, ListDataListener, ActionListener, Accessible

  • void addItemListener( ItemListener aListener )
  • void removeItemListener( ItemListener aListener )
  • void addActionListener( ActionListener l )
  • void removeActionListener( ActionListener l )

Wenn die Box mit setEditable(true) editierbar gemacht wurde und der Benutzer im Textfeld eine Eingabe getätigt hat, wird ebenfalls der ActionListener informiert. Dann lässt sich jedoch nicht mehr direkt der Ursprung des ActionEvent ersehen. Standardmäßig bleibt die Selektion unverändert, und insbesondere wird das Element nicht automatisch in das Model übertragen.


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19.17.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag *  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Bei der Benutzung einer JComboBox möchten Benutzer gern Elemente schnell per Tastatur auswählen. Ist etwa eine sortierte Auswahl mit Zeichenketten gegeben, sollte ein getippter Buchstabe zum ersten Eintrag führen, der mit diesem Buchstaben beginnt. Diese Funktionalität ist in Swing schon vorprogrammiert, kann aber noch erweitert werden. Dazu gilt es, einen KeySelectionManager zu implementieren. Dieser verbindet mit der gedrückten Taste (char) einen Index in der ComboBox (int). Unser nächstes Beispiel soll zeigen, wie eine Liste mit den ersten Buchstaben des Alphabets mit der Tastenauswahl 1, 2, 3 verbunden wird. Der interessanteste Teil ist die innere Klasse, die die Schnittstelle JComboBox.KeySelectionManager implementiert:

Listing 19.35  com/tutego/insel/ui/list/JComboBoxKeySelection.java

JFrame frame = new JFrame();
frame.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE );

JComboBox cb = new JComboBox( "A,B,C".split(",") );

cb.setKeySelectionManager( new JComboBox.KeySelectionManager()
{
  @Override public int selectionForKey( char aKey, ComboBoxModel aModel )
  {
    int pos = Math.abs( aKey 1 '0' );
    return pos >= aModel.getSize() ? aModel.getSize() 1 : pos;
  }
} );

frame.add( cb );
frame.pack();
frame.setVisible( true );

Die Methode selectionForKey() bekommt den ausgewählten Buchstaben und das Model. Dieses Model ist nicht so unnötig, wie es auf den ersten Blick erscheint, denn es ist wichtig, aus ihm die maximale Anzahl an Elementen auszulesen, damit es zu keiner fehlerhaften Rückgabe kommt. Eine Bedingung testet, ob eine Auswahl getätigt wird, die zu einem ungültigen Eintrag führen würde.


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19.17.3 Datumsauswahl  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Einen Dialog oder eine Komponente zur Auswahl eines Datums liefert Java nicht aus. Auf dem freien Markt gibt es allerdings einige Komponenten, die das nachliefern. Unter ihnen sind:

  • JXDatePicker vom SwingX-Projekt (https://swingx.dev.java.net/) zeigt Wochen eines Monats an. Eine Vorstellung gibt die Seite http://www.javalobby.org/java/forums/t45447.html.
  • DateComboBox von Rob MacGrogan bietet eine Combo-Box für Datumseingaben. Die freie Bibliothek unter http://pswing.sourceforge.net/ blendet neben einem Textfeld eine Schaltfläche zur Datumsauswahl an.

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19.17.4 Listen (JList)  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Eine JList zeigt in einer Spalte [Üblicherweise wählt die Liste eine Spalten-Darstellung. Eine JList kann jedoch die Einträge auch horizontal anordnen. ] einige Einträge, aus denen der Benutzer wählen kann.


Beispiel Erzeuge eine JList mit einigen Zeichenketten:

String[] listData = {
  "Shinguz", "Glapum'tianer", "Suffus", "Zypanon", "Tschung" };
JComponent jList = new JList( listData );

Statt dem Konstruktor in einem Feld die Daten zu geben, nimmt er auch Daten in einem Vector an. In Java 7 wird die JList als generischer Typ deklariert.


class javax.swing.JList
extends JComponent
implements Scrollable, Accessible

  • JList() Erzeugt eine neue leere List-Box.
  • JList( Object[] listData )
  • JList( Vector listData ) Erzeugt eine Liste mit Daten, die dem Feld oder dem Vektor entstammen. In Java 7 wird die Deklaration JList(Vector<? extends E> listData ) sein.

DefaultListModel als modifzierbares ListModel

Eine JList verwaltet Einträge immer in einem Listen-Modell. Üblicherweise findet nicht der Konstruktor mit dem Objekt-Feld oder Vector Verwendung – der ein internes immutables Listen-Modell aufbaut –, sondern ein Konstruktor, der ein eigenes Listen-Modell annimmt.

Ein Standard-Listenmodell, welches von der API dem java.util.Vector zum Verwechseln ähnlich sieht, ist das DefaultListModel; Elemente lassen sich zu diesem Model einfach mit addElement()hinzufügen.

Listing 19.36  com/tutego/insel/ui/list/JListDemo.java

JFrame frame = new JFrame( "Levels of Happiness" );
frame.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE );

final DefaultListModel<String> lykkeligModel = new DefaultListModel<String>();

for ( String s : ("1. Denmark,2. Switzerland,3. Austria," +
                  "4. Iceland,5. Bahamas,35. Germany," +
                  "174. Ukraine,178. Burundi,Ende").split(",") )
  lykkeligModel.addElement( s );

JList<String> list = new JList<String>( lykkeligModel );

list.addListSelectionListener( new ListSelectionListener()
{
  @Override public void valueChanged( ListSelectionEvent e ) {
    if ( e.getValueIsAdjusting() )
      return;

    System.out.println( e );

    if ( "Ende".equals( lykkeligModel.get( e.getLastIndex() ) ) )
      System.exit( 0 );
  }
} );

frame.add( new JScrollPane(list) );
frame.pack();
frame.setVisible( true );

Hinweis Eine JList bietet im Gegensatz zur AWT-Liste keine Scroll-Möglichkeit. Enthält eine JList mehr Zeilen, als auf dem Bildschirm sichtbar sind, muss die JList in eine JScrollPane eingebettet werden. Gleiches gilt für ein JTextArea-Objekt.


Die JList zeigt die Einträge über einen Listen-Renderer an. Bei der Auswahl eines Eintrags und beim Doppelklick löst die Komponente ein ListSelectionEvent aus, das ein ListSelectionListener meldet. Die Methode getValueIsAdjusting() vom ListSelectionEvent liefert true, wenn der Benutzer den Selektionsvorgang noch nicht abgeschlossen hat, zum Beispiel mit einem Mausklick ein Element selektiert hat und mit gedrückter Maustaste auf andere Elemente geht. Aus dem ListSelectionEvent erfragt getLastIndex() das Ende des Selektionsbereiches, sodass get() vom Listen-Model das Element erfragen kann.


class javax.swing.JList
extends JComponent
implements Scrollable, Accessible

  • JList( ListModel dataModel ) Erzeugt die Liste mit einem spezifischen Model.
  • Da das Model die Daten beinhaltet, fehlen der JList-Komponente die Modifikationsmethoden, und es gibt auch keine Durchreichemethoden an das Model.

Einen Eintrag selektieren

  • Eine JList kann nicht nur ein selektiertes Element besitzen, sondern auch eine Gruppe von Elementen (Intervall genannt) kann markiert sein. Welche Selektionsart möglich ist, bestimmt ein internes ListSelectionModel, welches drei Konstanten deklariert:
  • SINGLE_SELECTION. Nur ein Element darf zur gleichen Zeit selektiert sein.
  • SINGLE_INTERVAL_SELECTION. Eine zusammenhängende Gruppe von Elementen darf selektiert sein.
  • MULTIPLE_INTERVAL_SELECTION. Auch nicht zusammenhängende Elemente können selektiert sein.
  • Die Methode setSelectionMode(int selectionMode) setzt eine neue Selektionsart bei der JList, wobei eine der drei genannten Konstanten übergeben wird.
  • Bei jeder Änderung der Selektion meldet die JList ein ListSelectionEvent, auf das ein ListSelectionListener reagiert. Die Erweiterung von EventObject deklariert drei Methoden:

class javax.swing.event.ListSelectionEvent
extends EventObject

  • int getFirstIndex()
  • int getLastIndex()
  • boolean getValueIsAdjusting()

Die Methoden haben wir im Beispielprogramm schon genutzt.

Außer im Ereignis-Listener auf die Selektionseigenschaften zuzugreifen, bietet die JList einige praktische Methoden (wie getSelectedIndex()), die bei einer einfachen Selektion direkt den Index des markierten Elements geben.


class javax.swing.JList
extends JComponent
implements Scrollable, Accessible

  • void clearSelection() Löscht vorgenommene Selektionen.
  • int getSelectedIndex() Liefert die Position des selektierten Eintrags oder –1, wenn kein Element gewählt wurde.
  • int[] getSelectedIndices() Liefert die Positionen aller selektierten Einträge.
  • Object getSelectedValue() Liefert den selektieren Eintrag oder null. Ab Java 7 wird sie veraltet sein.
  • List<E> getSelectedValuesList() Neue Methode in Java 7, die alle alle selektierten Einträge liefert. (Vor Java 7 wurde hier die nicht-generische Methode getSelectedValues() eingesetzt, die ein Object[] als Rückgabe hatte.)
  • void setSelectionMode( int selectionMode ) Setzt den Selektionsmodus. Das Argument kann die Werte ListSelectionModel.SINGLE_SELECTION (nur ein Eintrag), SINGLE_INTERVAL_SELECTION (mehrere Werte, aber in einem Intervall) oder, was der Standard ist, MULTIPLE_INTERVAL_SELECTION (beliebige Anzahl von Selektionen) annehmen.
  • int getSelectionMode() Liefert den Selektionsmodus.
  • void ensureIndexIsVisible( int index ) Bewegt die Liste in einem Ausschnitt, sodass der Eintrag an der Stelle index sichtbar ist.
  • void addListSelectionListener( ListSelectionListener listener ) Fügt einen Listener hinzu.
  • void removeListSelectionListener( ListSelectionListener listener ) Entfernt den Listener.

Beispiel mit Textfeld, Schaltfläche und Liste

Eine Oberfläche soll eine Schaltfläche zum Löschen von selektierten Elementen einer Liste anbieten, genauso wie ein Textfeld zum Eintragen neuer Strings. Wir können dazu drei Swing-Komponenten vorsehen und ein DefaultListModel als Datenbehälter:

Listing 19.37  com/tutego/insel/ui/list/JListAddElementsDemo.java

final DefaultListModel<String> listModel = new DefaultListModel<String>();
final JList<String> list = new JList<String>( listModel );
JButton     btn  = new JButton( "Remove" );
JTextField  tf   = new JTextField();

Für die Schaltfläche lässt sich folgender Ereignisbehandler vorsehen:

btn.addActionListener( new ActionListener() {
  @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) {
    int index = list.getSelectedIndex();
    if ( index == –1 )
      return;
    listModel.remove( index );
  }
} );

Gibt es kein selektiertes Element, liefert getSelectedIndex() die Rückgabe –1, und die Methode beendet die Verarbeitung.

Für das Textfeld nimmt der ActionListener einfach den Text heraus und setzt ihn per addElement() in das DefaultListModel.

tf.addActionListener( new ActionListener()
{
  @Override public void actionPerformed( ActionEvent e )
  {
    String text = ((JTextField)e.getSource()).getText();
    listModel.addElement( text );
    ((JTextField)e.getSource()).setText( "" );
  }
} );

Renderer

Aufgabe eines Renderers ist es, die Elemente darzustellen. Standardmäßig nutzt die JList ein spezielles JLabel zur Darstellung, welches die toString()-Methode auf jedem Listenelement aufruft und darstellt. Ein eigener Renderer ist leicht implementiert: Zunächst ist eine Klasse zu schreiben, die ListCellRenderer implementiert – am besten über die abstrakte Basisklasse DefaultListCellRenderer. Die JList-Methode setCellRenderer(ListCellRenderer) setzt ihn dann und verweist bei der Darstellung eines Eintrags auf dieses Objekt.

Ein Render-Beispiel gibt der Abschnitt 19.19.4, »Ein eigener Renderer für Tabellen«, und auch die API-Dokumentation zeigt bei ListCellRenderer ein einfaches Beispiel.


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19.17.5 Drehfeld (JSpinner) *  topZur vorigen Überschrift

Ein JSpinner ist eine Drehfeld-Komponente und besteht aus einem Eingabefeld (Editor) mit zwei kleinen Pfeilen, die eine Veränderung der Werte erlauben. Entweder trägt der Nutzer in das Textfeld eine gültige Zahl ein, die mit den Pfeilen verändert werden kann, oder eine Liste von Auswahlelementen wird angezeigt, aus denen der Benutzer wählen kann. Am nächsten sind JSpinner mit Combo-Boxen verwandt, doch geht bei ihnen kein Popup-Menü auf.

SpinnerModel

Ein JSpinner arbeitet auf einem Model vom Typ SpinnerModel, das ähnlich wie ein Iterator den Zugriff auf die Elemente ermöglicht. Ein SpinnerModel wird im Konstruktor von JSpinner gesetzt oder über setModel().

SpinnerListModel

Ein vorgefertigtes Model ist das SpinnerListModel, das mit einem Feld initialisiert wird.


Beispiel Erfrage alle Wochentage über die Klasse DateFormatSymbols. Das Feld von Zeichenfolgen soll dann ein SpinnerModel initialisieren. Dieses Model soll dem JSpinner im Konstruktor übergeben werden:

String[]     days    = new DateFormatSymbols().getWeekdays();
SpinnerModel model   = new SpinnerListModel( days );
JSpinner     spinner = new JSpinner( model );

SpinnerDateModel

Ein weiteres Model ist das SpinnerDateModel. Es erlaubt dem Benutzer lokalisierte Datumseingaben. Der JSpinner zeigt dann die Eingabezeile an, und das Model speichert die Benutzereingabe und bietet Anfragemethoden, um das gewählte Datum abzufragen.


Beispiel Initialisiere den JSpinner mit einem SpinnerDateModel, und erfrage das gesetzte Datum:

SpinnerDateModel model   = new SpinnerDateModel();
JSpinner         spinner = new JSpinner( model );
Date             value   = model.getDate();

Der Konstruktor SpinnerDateModel(Date value, Comparable start, Comparable end, int stepSize) erlaubt die Angabe eines Start- und eines Enddatums. Sie können null sein, wenn keine Grenzen gewünscht sind. Die Variable stepSize gibt an, welches Format zu editieren ist. Dahinter stehen viele Konstanten aus Calendar, wie etwa YEAR, HOUR oder WEEK_OF_MONTH.

Listing 19.38  com/tutego/insel/ui/swing/JSpinnerDemo.java, main()

JFrame f = new JFrame();
f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE );

f.setLayout( new BoxLayout(f.getContentPane(), BoxLayout.Y_AXIS) );

// Spinner for numbers from 1 to 10 in steps of 0.2

SpinnerNumberModel model1 = new SpinnerNumberModel( 5.0, 0.0, 10.0, 0.2 );
JSpinner spin1 = new JSpinner( model1 );

f.add( spin1 );

// Spinner with a SpinnerListModel filled with comedians

String[] comedians = {
  "Joseph Hader", "Charlie Chaplin", "Vicco von Bülow",
  "Heinz Erhardt", "Michael Mittermeier" };

SpinnerListModel model2 = new SpinnerListModel( comedians );
JSpinner spin2 = new JSpinner( model2 );

f.add( spin2 );

f.pack();
f.setVisible( true );


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