Rheinwerk Computing < openbook > Rheinwerk Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Eigene Klassen schreiben
6 Exceptions
7 Generics<T>
8 Äußere.innere Klassen
9 Besondere Klassen der Java SE
10 Architektur, Design und angewandte Objektorientierung
11 Die Klassenbibliothek
12 Bits und Bytes und Mathematisches
13 Datenstrukturen und Algorithmen
14 Threads und nebenläufige Programmierung
15 Raum und Zeit
16 Dateien, Verzeichnisse und Dateizugriffe
17 Datenströme
18 Die eXtensible Markup Language (XML)
19 Grafische Oberflächen mit Swing
20 Grafikprogrammierung
21 Netzwerkprogrammierung
22 Verteilte Programmierung mit RMI
23 JavaServer Pages und Servlets
24 Datenbankmanagement mit JDBC
25 Reflection und Annotationen
26 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
A Die Begleit-DVD
Stichwort
Ihre Meinung?

Spacer
 <<   zurück
Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom
Das umfassende Handbuch
Buch: Java ist auch eine Insel

Java ist auch eine Insel
geb., mit DVD
1482 S., 49,90 Euro
Rheinwerk Computing
ISBN 978-3-8362-1506-0
Pfeil 19 Grafische Oberflächen mit Swing
  Pfeil 19.1 Das Abstract Window Toolkit und Swing
    Pfeil 19.1.1 SwingSet-Demos
    Pfeil 19.1.2 Abstract Window Toolkit (AWT)
    Pfeil 19.1.3 Java Foundation Classes
    Pfeil 19.1.4 Was Swing von AWT unterscheidet
  Pfeil 19.2 Mit NetBeans zur ersten Oberfläche
    Pfeil 19.2.1 Projekt anlegen
    Pfeil 19.2.2 Gui-Klasse hinzufügen
    Pfeil 19.2.3 Programm starten
    Pfeil 19.2.4 Grafische Oberfläche aufbauen
    Pfeil 19.2.5 Swing-Komponenten-Klassen
    Pfeil 19.2.6 Funktionalität geben
  Pfeil 19.3 Fenster unter grafischen Oberflächen
    Pfeil 19.3.1 Swing-Fenster mit javax.swing.JFrame darstellen
    Pfeil 19.3.2 Fenster schließbar machen – setDefaultCloseOperation()
    Pfeil 19.3.3 Sichtbarkeit des Fensters
    Pfeil 19.3.4 Größe und Position des Fensters verändern
    Pfeil 19.3.5 Fenster- und Dialog-Dekoration, Transparenz *
    Pfeil 19.3.6 Dynamisches Layout während einer Größenänderung *
  Pfeil 19.4 Beschriftungen (JLabel)
    Pfeil 19.4.1 Mehrzeiliger Text, HTML in der Darstellung
  Pfeil 19.5 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten
    Pfeil 19.5.1 Die Klasse ImageIcon
    Pfeil 19.5.2 Die Schnittstelle Icon und eigene Icons *
  Pfeil 19.6 Es tut sich was – Ereignisse beim AWT
    Pfeil 19.6.1 Swings Ereignisquellen und Horcher (Listener)
    Pfeil 19.6.2 Listener implementieren
    Pfeil 19.6.3 Listener bei dem Ereignisauslöser anmelden/abmelden
    Pfeil 19.6.4 Aufrufen der Listener im AWT-Event-Thread
    Pfeil 19.6.5 Adapterklassen nutzen
    Pfeil 19.6.6 Innere Mitgliedsklassen und innere anonyme Klassen
    Pfeil 19.6.7 Ereignisse etwas genauer betrachtet *
  Pfeil 19.7 Schaltflächen
    Pfeil 19.7.1 Normale Schaltflächen (JButton)
    Pfeil 19.7.2 Der aufmerksame »ActionListener«
    Pfeil 19.7.3 Schaltflächen-Ereignisse vom Typ »ActionEvent«
    Pfeil 19.7.4 Basisklasse »AbstractButton«
    Pfeil 19.7.5 Wechselknopf (JToggleButton)
  Pfeil 19.8 Swing Action *
  Pfeil 19.9 JComponent und Component als Basis aller Komponenten
    Pfeil 19.9.1 Hinzufügen von Komponenten
    Pfeil 19.9.2 Tooltips (Kurzhinweise)
    Pfeil 19.9.3 Rahmen (Border) *
    Pfeil 19.9.4 Fokus und Navigation *
    Pfeil 19.9.5 Ereignisse jeder Komponente *
    Pfeil 19.9.6 Die Größe und Position einer Komponente *
    Pfeil 19.9.7 Komponenten-Ereignisse *
    Pfeil 19.9.8 Undurchsichtige (opake) Komponente *
    Pfeil 19.9.9 Properties und Listener für Änderungen *
  Pfeil 19.10 Container
    Pfeil 19.10.1 Standardcontainer (JPanel)
    Pfeil 19.10.2 Bereich mit automatischen Rollbalken (JScrollPane)
    Pfeil 19.10.3 Reiter (JTabbedPane)
    Pfeil 19.10.4 Teilungs-Komponente (JSplitPane)
  Pfeil 19.11 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager
    Pfeil 19.11.1 Übersicht über Layoutmanager
    Pfeil 19.11.2 Zuweisen eines Layoutmanagers
    Pfeil 19.11.3 Im Fluss mit FlowLayout
    Pfeil 19.11.4 BoxLayout
    Pfeil 19.11.5 Mit BorderLayout in alle Himmelsrichtungen
    Pfeil 19.11.6 Rasteranordnung mit GridLayout
    Pfeil 19.11.7 Der GridBagLayoutmanager *
    Pfeil 19.11.8 Null-Layout *
    Pfeil 19.11.9 Weitere Layoutmanager
  Pfeil 19.12 Rollbalken und Schieberegler
    Pfeil 19.12.1 Schieberegler (JSlider)
    Pfeil 19.12.2 Rollbalken (JScrollBar) *
  Pfeil 19.13 Kontrollfelder, Optionsfelder, Kontrollfeldgruppen
    Pfeil 19.13.1 Kontrollfelder (JCheckBox)
    Pfeil 19.13.2 ItemSelectable, ItemListener und das ItemEvent
    Pfeil 19.13.3 Sich gegenseitig ausschließende Optionen (JRadioButton)
  Pfeil 19.14 Fortschritte bei Operationen überwachen *
    Pfeil 19.14.1 Fortschrittsbalken (JProgressBar)
    Pfeil 19.14.2 Dialog mit Fortschrittsanzeige (ProgressMonitor)
  Pfeil 19.15 Menüs und Symbolleisten
    Pfeil 19.15.1 Die Menüleisten und die Einträge
    Pfeil 19.15.2 Menüeinträge definieren
    Pfeil 19.15.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben
    Pfeil 19.15.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut
    Pfeil 19.15.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)
    Pfeil 19.15.6 Tastenkürzel (Mnemonics)
    Pfeil 19.15.7 Symbolleisten alias Toolbars
    Pfeil 19.15.8 Popup-Menüs
  Pfeil 19.16 Das Model-View-Controller-Konzept
  Pfeil 19.17 Auswahlmenüs, Listen und Spinner
    Pfeil 19.17.1 Auswahlmenü (JComboBox)
    Pfeil 19.17.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag *
    Pfeil 19.17.3 Datumsauswahl
    Pfeil 19.17.4 Listen (JList)
    Pfeil 19.17.5 Drehfeld (JSpinner) *
  Pfeil 19.18 Textkomponenten
    Pfeil 19.18.1 Text in einer Eingabezeile
    Pfeil 19.18.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent)
    Pfeil 19.18.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField)
    Pfeil 19.18.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField)
    Pfeil 19.18.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea)
    Pfeil 19.18.6 Editor-Klasse (JEditorPane) *
  Pfeil 19.19 Tabellen (JTable)
    Pfeil 19.19.1 Ein eigenes Tabellen-Model
    Pfeil 19.19.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel)
    Pfeil 19.19.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel)
    Pfeil 19.19.4 Ein eigener Renderer für Tabellen
    Pfeil 19.19.5 Zell-Editoren
    Pfeil 19.19.6 Größe und Umrandung der Zellen *
    Pfeil 19.19.7 Spalteninformationen*
    Pfeil 19.19.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen *
    Pfeil 19.19.9 Selektionen einer Tabelle *
    Pfeil 19.19.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter *
  Pfeil 19.20 Bäume (JTree)
    Pfeil 19.20.1 JTree und sein TreeModel und TreeNode
    Pfeil 19.20.2 Selektionen bemerken
    Pfeil 19.20.3 Das TreeModel von JTree *
  Pfeil 19.21 JRootPane und JDesktopPane *
    Pfeil 19.21.1 Wurzelkomponente der Top-Level-Komponenten (JRootPane)
    Pfeil 19.21.2 JDesktopPane und die Kinder JInternalFrame
    Pfeil 19.21.3 JLayeredPane
  Pfeil 19.22 Dialoge und Window-Objekte
    Pfeil 19.22.1 JWindow und JDialog
    Pfeil 19.22.2 Modal oder nicht-modal
    Pfeil 19.22.3 Standarddialoge mit JOptionPane
    Pfeil 19.22.4 Der Dateiauswahldialog
    Pfeil 19.22.5 Der Farbauswahldialog JColorChooser *
  Pfeil 19.23 Flexibles Java-Look-and-Feel
    Pfeil 19.23.1 Look and Feel global setzen
    Pfeil 19.23.2 UIManager
    Pfeil 19.23.3 Windowsoptik mit JGoodies Looks verbessern *
  Pfeil 19.24 Swing-Komponenten neu erstellen oder verändern *
  Pfeil 19.25 Die Zwischenablage (Clipboard)
    Pfeil 19.25.1 Clipboard-Objekte
    Pfeil 19.25.2 Auf den Inhalt zugreifen mit »Transferable«
    Pfeil 19.25.3 DataFlavor ist das Format der Daten in der Zwischenablage
    Pfeil 19.25.4 Einfügungen in der Zwischenablage erkennen
    Pfeil 19.25.5 Drag
  Pfeil 19.26 AWT, Swing und die Threads
    Pfeil 19.26.1 Ereignisschlange (EventQueue) und AWT-Event-Thread
    Pfeil 19.26.2 Swing ist nicht thread-sicher
    Pfeil 19.26.3 »invokeLater()« und »invokeAndWait()«
    Pfeil 19.26.4 SwingWorker
    Pfeil 19.26.5 Eigene Ereignisse in die Queue setzen *
    Pfeil 19.26.6 Auf alle Ereignisse hören *
  Pfeil 19.27 Barrierefreiheit mit der Java Accessibility API
  Pfeil 19.28 Zeitliches Ausführen mit dem javax.swing.Timer
  Pfeil 19.29 Zum Weiterlesen


Rheinwerk Computing - Zum Seitenanfang

19.5 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Beschriftungen und Schaltflächen können unter Swing neben dem Text auch kleine Grafiken anzeigen. Der Schlüssel für Grafiken auf Swing-Komponenten liegt in der Schnittstelle Icon. Sollen vorhandene Grafiken einfach geladen werden, kommt die Klasse ImageIcon zum Einsatz, die ImageIcon implementiert.


Beispiel Die folgende Zeile reicht aus, um ein Icon zu laden:

Icon icon = new ImageIcon( "image.gif" );


Rheinwerk Computing - Zum Seitenanfang

19.5.1 Die Klasse ImageIcon  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Unser folgendes Beispiel soll auf eine Schaltfläche eine Grafik setzen. Nach dem Aktivieren der Schaltfläche wechselt ein Listener die Grafik:

Listing 19.4  com/tutego/insel/ui/swing/ImageIconDemo.java, Ausschnitt

URL resource1 = ImageIconDemo.class.getResource( "/images/user-trash-full.png" );
URL resource2 = ImageIconDemo.class.getResource( "/images/user-trash.png" );
Icon icon1 = new ImageIcon( resource1 );
Icon icon2 = new ImageIcon( resource2 );

JButton button = new JButton();
button.setIcon( icon1 );
frame.add( button );
frame.add( new JLabel( icon2 ) );

Das ausgeführte Beispiel ergibt folgendes Bild:

Abbildung 19.4  JButton mit Bild

Die Konstruktoren von JLabel und JButton nehmen ein Icon an und können dieses nach dem Erzeugen auch mit setIcon() ändern. Das obere Beispiel zeigt die Variante setIcon() für die Schaltfläche, es hätte aber auch new JButton(icon1) funktioniert. Das Beispiel nutzt den mit URL parametrisierten ImageIcon-Konstruktor. Die URL liefert getResource(), um Ressourcen – also die beiden Bilder – vom Klassenpfad zu beziehen. Wenn sich ImageIconDemo im Verzeichnis BASE/com/tutego/insel/ui/swing befindet, liegt die Grafik unter BASE/images/user-trash-full.png.


Hinweis Ein Container bietet keine Methode add(Icon), sondern nur add(Component). Ein Icon-Objekt ist nicht vom Typ Component und kann daher auch nicht als Argument für eine add()-Methode dienen. Icons müssen erst auf Komponenten wie ein JLabel gesetzt werden, um sich darstellen zu lassen.

Dennoch gibt es einige Konstruktoren/Methoden, die Icon-Objekte aufnehmen, etwa JLabel, JButton, JTabbedPane, JOptionPane, DefaultTreeCellRenderer.


ImageIcon-API

Ein Exemplar der Klasse ImageIcon kann mit vielen Parametern erzeugt werden. Die interessantesten stammen aus einer Datei und von einer URL. Ist die Grafik ein Animated GIF, so stellt Swing es wirklich animiert dar. Swing berücksichtigt ebenso die Transparenz der Bilder.

Die wichtigsten Konstuktoren:


class interface javax.swing.ImageIcon
implements Accessible, Icon, Serializable

  • ImageIcon( byte[] imageData )
  • ImageIcon( Image image )
  • ImageIcon( String filename )
  • ImageIcon( URL location )

Hinweis Die Klasse ImageIcon implementiert Serializable (die Schnittstelle Icon erweitert sie nicht). Doch die Serialisierung schreibt vom ImageIcon lediglich das interne unkomprimierte Byte-Feld mit den Farbwerten, und das Datenvolumen ist in der Regel größer als das Bild, aus dem das ImageIcon konstruiert wurde.


Icon-Sammlungen *

Wer für seine grafischen Oberflächen Icons einsetzt, der findet beim Tango Desktop Projekt (http://tango.freedesktop.org/) viele Standard-Icons in den Auflösungen 16×16, 22×22, 32×32 und ebenso SVG. Die Webseite http://www.iconfinder.net/ bietet eine Suche nach bestimmen Begriffen und findet freie Icons nach weiteren Kriterien wie Hintergrundfarbe/Transparenz oder Größe.

Die beiden Linux-Oberflächen KDE und Gnome bieten viele Grafiken, die sich je nach Lizenzmodell auch in kommerziellen Produkten nutzen lassen. Für KDE ist http://www.kde-look.org/ eine zentrale Seite für das Aussehen. Ein Beispiel: Crystal Clear (http://www.everaldo.com/, http://commons.wikimedia.org/wiki/Crystal_Clear) steht unter der Lizenzform LGPL und ist damit auch für kommerzielle Anwendungen nutzbar. Die Webseite http://www.iconfinder.com/ ist eine Suchmaschine für Icons; ein Filter kann Icons bestimmter Größer auswählen genauso wie auch kommerziell nutzbare Icons.


Rheinwerk Computing - Zum Seitenanfang

19.5.2 Die Schnittstelle Icon und eigene Icons *  topZur vorigen Überschrift

Bei einer genauen Betrachtung fällt auf, dass ImageIcon eine Implementierung der Schnittstelle Icon ist und dass die JLabel-Klasse ein Icon-Objekt erwartet und nicht speziell ein Argument vom Typ ImageIcon. Das heißt aber: Wir können auch eigene Icon-Objekte zeichnen. Dazu müssen wir nur drei spezielle Methoden von Icon implementieren: die Methode paintIcon() und ferner zwei Methoden, die die Dimensionen angeben.


interface interface javax.swing.Icon

  • int getIconWidth() Liefert die feste Breite eines Icons.
  • int getIconHeight() Liefert die feste Höhe eines Icons.
  • void paintIcon( Component c, Graphics g, int x, int y ) Zeichnet das Icon an die angegebene Position. Der Parameter Component wird häufig nicht benutzt. Er kann jedoch eingesetzt werden, wenn weitere Informationen beim Zeichnen bekannt sein müssen, wie etwa die Vorder- und Hintergrundfarbe oder der Zeichensatz.

Die folgende Klasse zeigt die Verwendung der Icon-Schnittstelle. Das eigene Icon soll einen einfachen roten Kreis mit den Ausmaßen 20 × 20 Pixel besitzen:

Listing 19.5  CircleIcon.java

import java.awt.*;
import javax.swing.*;

class CircleIcon implements Icon
{
 public void paintIcon( Component c, Graphics g, int x, int y )
 {
  g.setColor( Color.red );
  g.fillOval( x, y, getIconWidth(), getIconHeight() );
 }

 public int getIconWidth()
 {
  return 20;
 }

 public int getIconHeight()
 {
  return 20;
 }
}

Wir überschreiben die drei erforderlichen Methoden, sodass ein Icon-Objekt der Größe 20 × 20 Pixel entsteht. Als Grafik erzeugen wir einen gefüllten roten Kreis. Dieser kann als Stopp-Schaltfläche verwendet werden, ohne dass wir eine spezielle Grafik verwenden müssen. Für die Grafik stehen uns demnach 400 Pixel zur Verfügung – genau getIconWidth() mal getIconHeight() –, und alle nicht gefüllten Punkte liegen transparent auf dem Hintergrund. Dies ist auch typisch für leichtgewichtige Komponenten. Über das Component-Objekt können wir weitere Informationen herausholen, wie etwa den aktuellen Zeichensatz oder das darstellende Frame-Objekt.

Um das eigene Icon auf ein JLabel zu setzen, ist zu schreiben:

JLabel label = new JLabel( new CircleIcon() );

Was Icon und Image verbindet

Vielleicht wird der eine oder andere sich schon überlegt haben, ob nun ImageIcon eine ganz eigene Implementierung neben der Image-Klasse ist oder ob beide miteinander verwandt sind. Das Geheimnis ist, dass ImageIcon die Icon-Schnittstelle implementiert, aber auch ImageIcon intern die Image-Klasse nutzt. Sehen wir uns das einmal im Detail an: Ein ImageIcon ist serialisierbar. Also implementiert es die Schnittstelle Serializable. Im Konstruktor kann ein URL-Objekt oder ein String mit einer URL stehen. Hier wird einfach getImage() vom Toolkit aufgerufen, um sich eine Referenz auf das Image-Objekt zu holen. Eine geschützte Methode loadImage(Image) wartet nun mithilfe eines MediaTrackers auf das Bild. Nachdem dieser auf das Bild gewartet hat, setzt er die Höhe und Breite, die sich dann über die Icon-Methoden abfragen lassen. Doch ein richtiges Icon muss auch paintIcon() implementieren. Hier verbirgt sich nur die drawImage()-Methode.

Kommen wir noch einmal auf die Serialisierbarkeit der ImageIcon-Objekte zurück. Die Klasse implementiert dazu die Methoden readObject() und writeObject(). Der Dateiaufbau ist sehr einfach. Breite und Höhe befinden sich im Datenstrom, und anschließend existiert ein Integer-Feld mit den Pixelwerten. In readObject() liest s.readObject() – wobei s der aktuelle ObjectInputStream ist – das Feld wieder ein, und über die Toolkit-Methode createImage() wird die Klasse MemoryImageSource genutzt, um das Feld wieder zu einem Image-Objekt zu konvertieren. Umgekehrt ist es genauso einfach. writeObject() schreibt die Breite und Höhe und anschließend das Ganzzahl-Feld mit den Farbinformationen, das es über einen PixelGrabber bekommen hat.



Ihr Kommentar

Wie hat Ihnen das <openbook> gefallen? Wir freuen uns immer über Ihre freundlichen und kritischen Rückmeldungen. >> Zum Feedback-Formular
 <<   zurück
 Ihre Meinung?
Wie hat Ihnen das <openbook> gefallen?
Ihre Meinung

 Buchempfehlungen
Zum Katalog: Java ist auch eine Insel






 Java ist auch
 eine Insel


Zum Katalog: Java SE Bibliotheken






 Java SE Bibliotheken


Zum Katalog: Professionell entwickeln mit Java EE 7






 Professionell
 entwickeln mit
 Java EE 7


Zum Katalog: Einstieg in Eclipse






 Einstieg in
 Eclipse


Zum Katalog: Einstieg in Java






 Einstieg in
 Java


 Shopping
Versandkostenfrei bestellen in Deutschland und Österreich
InfoInfo




Copyright © Rheinwerk Verlag GmbH 2011
Für Ihren privaten Gebrauch dürfen Sie die Online-Version natürlich ausdrucken. Ansonsten unterliegt das <openbook> denselben Bestimmungen, wie die gebundene Ausgabe: Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.


Nutzungsbestimmungen | Datenschutz | Impressum

Rheinwerk Verlag GmbH, Rheinwerkallee 4, 53227 Bonn, Tel.: 0228.42150.0, Fax 0228.42150.77, service@rheinwerk-verlag.de