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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
 
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Minecraft ist außergewöhnlich
2 Crashkurs in die Minecraft-Welt
3 Sicher durchs Minecraft-Internet
4 Server und Mehrspielerumgebungen
5 Zwischen Hobby und Computerspielsucht
6 Fakten, Tipps und Antifrustlösungen
7 Gemeinsame Projekte in und um Minecraft
A Anhang
Stichwortverzeichnis

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Der Minecraft-Coach für Eltern von Richard Eisenmenger
Wie Kinder sicher und intuitiv spielen
Buch: Der Minecraft-Coach für Eltern

Der Minecraft-Coach für Eltern
Pfeil 2 Crashkurs in die Minecraft-Welt
Pfeil 2.1 Grundwissen Teil 1: Starten und steuern
Pfeil 2.2 Überleben Teil 1: Craften und die erste Nacht
Pfeil 2.3 Überleben Teil 2: Nahrungsbeschaffung und -aufnahme
Pfeil 2.4 Grundwissen Teil 2: Berg- und Ackerbau und Viehzucht
Pfeil 2.5 Kleine Mob- und Monsterkunde
Pfeil 2.5.1 Creeper
Pfeil 2.5.2 Dorfbewohner
Pfeil 2.5.3 Enderdrache
Pfeil 2.5.4 Enderman
Pfeil 2.5.5 Endermite
Pfeil 2.5.6 Eisbär
Pfeil 2.5.7 Eisengolem
Pfeil 2.5.8 Eiswanderer (V1.10, auch: Stray, Streuner)
Pfeil 2.5.9 Fledermaus
Pfeil 2.5.10 Ghast
Pfeil 2.5.11 Hexe
Pfeil 2.5.12 Höhlenspinne
Pfeil 2.5.13 Huhn
Pfeil 2.5.14 Hühnerreiter
Pfeil 2.5.15 Kaninchen
Pfeil 2.5.16 Kuh
Pfeil 2.5.17 Lohe
Pfeil 2.5.18 Magmawürfel
Pfeil 2.5.19 Mooshroom
Pfeil 2.5.20 Ozelot/Katze
Pfeil 2.5.21 Pferd
Pfeil 2.5.22 Schaf
Pfeil 2.5.23 Schleim
Pfeil 2.5.24 Schneegolem
Pfeil 2.5.25 Schwein
Pfeil 2.5.26 Shulker
Pfeil 2.5.27 Silberfischchen
Pfeil 2.5.28 Skelett
Pfeil 2.5.29 Skelettreiter
Pfeil 2.5.30 Spinne
Pfeil 2.5.31 Tintenfisch
Pfeil 2.5.32 Wächter / Großer Wächter
Pfeil 2.5.33 Wither
Pfeil 2.5.34 Witherskelett
Pfeil 2.5.35 Wolf/Hund
Pfeil 2.5.36 Wüstenzombie (auch Husk, Schale)
Pfeil 2.5.37 Zombie
Pfeil 2.5.38 Zombie Pigman
Pfeil 2.6 Konstruktion Teil 1: Bauen
Pfeil 2.7 Konstruktion Teil 2: Redstone 
 
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2    Crashkurs in die Minecraft-Welt Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Warten Sie, bis Ihr Kind im Bett ist, und schleichen Sie sich zum Familien-PC. Falls Sie doch erwischt werden, geben Sie vor, die Steuererklärung zu überarbeiten. Denn jetzt folgt Ihr geheimer Minecraft-Crashkurs, nach dem Sie problemlos mitreden können, wenn es um Biome, Zombies, Redstone oder darum geht, wo man Sand findet, um daraus Glas zu brennen. Eine andere Möglichkeit: Arbeiten Sie diese Seiten zusammen mit Ihrem Kind durch, dann haben Sie gleichzeitig einen naseweisen, aber stolzen Kommentator an der Seite. Der zerfetzt einzelne Aussagen auf diesen Seiten zwar in der Luft und kennt mit Sicherheit bessere Methoden, übt sich während des Tutorials aber gleichzeitig in Geduld und Respekt.

Hinweis: Der Großteil dieses Crashkurses orientiert sich an der Standardversion von Minecraft, die auf dem PC, Mac oder unter Linux läuft, da diese Spielvariante die komplexeste ist. Wird in Ihrem Haushalt auf Konsolen, Telefonen oder Tablets gespielt, können Sie die eine oder andere Spielübung ignorieren und mit dem nächsten Absatz fortfahren. Auch die Beschriftung von Buttons oder eines Menüpunkts kann sich leicht unterscheiden. Das wird in der Regel aber im Text kenntlich gemacht.

 
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2.1    Grundwissen Teil 1: Starten und steuern Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Bevor Sie in die Minecraft-Welt aufbrechen, sei Ihnen ein wichtiger Ratschlag gegeben, falls Sie und Ihre Familie mit der Computerversion von Minecraft spielen: Besorgen Sie sich unbedingt Ihr eigenes Minecraft-Konto. Das kostet zwar 25 EUR, gibt Ihnen aber mehr Flexibilität beim Erforschen des Spiels und beim gemeinsamen Spielen mit Ihrem Kind. Jedem Konto ist nämlich exakt ein Minecraft-Profil zugeordnet, mit einem Benutzernamen und einer individuellen Spielfigur, deren Kleidung (Skin) sich sogar anpassen lässt. Zwei Spieler können demnach nicht gleichzeitig mit einem Konto/Profil spielen. Außerdem merkt sich das Spiel alles, was mit der Spielfigur zu tun hat: den Inventarinhalt (Rucksack), die Kleidung und den letzten Aufenthaltsort in der Minecraft-Welt. Beim nächsten Spielstart findet man also dieselben Rahmenbedingungen vor, unter denen das Spiel zuvor beendet wurde. So bekommt Ihr Kind etwaige elterliche »Kontrollbesuche« in Minecraft ziemlich schnell mit – Sie riskieren damit einen Vertrauensknacks. (Noch schwieriger gestaltet sich solch eine Inspektion auf einem Multiplayer-Server. Sobald ein Spieler online ist, sehen das alle anderen sofort.) Möchten Sie Ihrem Kind mal über die Schulter gucken, was es off- oder online so treibt, setzen Sie sich lieber mal daneben und fragen interessiert nach. Noch besser ist es aber, sich mit einem eigenen Minecraft-Profil ins Spiel zu beamen. Wie das funktioniert, lesen Sie im Kasten »Minecraft kaufen, herunterladen und installieren«.

Der wichtigste Tipp dieses Ratgebers: Legen Sie sich ein eigenes Minecraft-Konto an, um gemeinsam, im Team, spielen zu können.

Der wichtigste Tipp dieses Ratgebers: Legen Sie sich ein eigenes Minecraft-Konto an, um gemeinsam, im Team, spielen zu können.

Minecraft kaufen, herunterladen und installieren

Auf Konsolen und Smartphones sind Kauf und Installation von Minecraft simpel:

  • Suchen Sie im jeweiligen Store nach »minecraft«.

  • Prüfen Sie, dass es sich nicht um den sogenannten Story Mode handelt und dass das Spiel vom Hersteller Mojang kommt, um Trittbrettfahrer auszuschließen.

  • Klicken Sie auf Kaufen/Installieren.

Achten Sie beim Einkauf von Minecraft auf den korrekten Hersteller: Mojang.

Achten Sie beim Einkauf von Minecraft auf den korrekten Hersteller: Mojang.

Auch eine Installation auf dem PC, Mac oder Linux-Rechner ist nicht kompliziert:

Auf der offiziellen Website unter http://minecraft.net legen Sie ein Konto an, bezahlen das Spiel und laden die zugehörige Programmdatei herunter. Lassen sich vom »Buy Minecraft«-Assistenten auf der Website durch die betreffenden Formulare führen, bestätigen Sie Ihr Konto dabei mit dem Verifizierungscode, den Sie per E-Mail erhalten, und entscheiden Sie sich für eine die Bezahlmethoden.

In einem der Formulare werden Sie nach einem Namen gefragt – hier ist schon etwas Kreativität gefragt, denn das ist der Benutzername, unter dem Sie in Minecraft (z. B. beim Multiplayer-Spiel) zu finden sind (der Name schwebt auch über Ihrem Kopf). Das sollte also schon ein originellerer Name als »Lillys Papa« sein. Danach geht es unverzüglich weiter zum Download. Die Website erkennt dabei in der Regel automatisch, welche Version für welchen Computer Sie benötigen.

Die »normale« Standardvariante von Minecraft erwerben Sie unter https://minecraft.net; der Anmelde- und Bezahlassistent macht’s einfach.

Die »normale« Standardvariante von Minecraft erwerben Sie unter https://minecraft.net; der Anmelde- und Bezahlassistent macht’s einfach.

Nach dem Download geht es weiter zur Minecraft-Installation. Je nach Betriebssystem Ihres Computers installieren Sie das Spiel wie folgt:

  • PC: Ein Doppelklick auf die heruntergeladene Datei im Downloads-Ordner startet die Installation. Im folgenden Assistenten bestätigen Sie die weiteren Schritte und können gleich darauf loslegen.

  • Mac: In dem Fenster, das sich automatisch öffnet, schieben Sie die heruntergeladene Minecraft-Grasblock-Programmdatei zu Applications, sodass Minecraft ab sofort als Programm verfügbar ist.

  • Linux: Hier wird das Spiel nicht installiert, sondern direkt per Doppelklick gestartet. Bevor das möglich ist, öffnen Sie mit einem Rechtsklick die Eigenschaften der heruntergeladenen JAR-Datei und markieren sie als Ausführbar. Danach genügt ein Doppelklick zum Starten.

Gegebenenfalls benötigen Sie unter macOS oder Linux eine weitere Komponente, um Minecraft zu starten: Java, die Programmumgebung, in der Minecraft entwickelt wurde. Sie ist wahrscheinlich schon auf Ihrem Rechner installiert. Falls Minecraft beim Start trotzdem meckert, folgen Sie entweder den Schritten des gestarteten Java-Download-Assistenten, werfen einen Blick in Ihren Software Manager oder in das Software-Center, oder Sie begeben sich zu http://java.com und laden dort die neueste Version der sogenannten JRE (Java Runtime Environment, die Laufzeitumgebung) herunter. (Diese Variante ist in der Regel vorausgewählt.)

Einfach zu merkende Passwörter, nicht nur für Kinder

Lange kryptisch-zufallsgenerierte Passwörter sind keineswegs die sichersten. Denn wer kann sich Zeichenfolgen wie i2!.$~-ß\ä ernsthaft merken? Also landet die Kombination wieder auf einem Notizzettel – ein K.O.-Kriterium für Passwörter.

Besser geeignet sind abstrakte Wortkombinationen: Fragen Sie Ihr Kind nach drei oder vier beliebigen Wörtern; achten Sie darauf, dass sie nicht zu verwandt sind, sondern verschiedene Themen berühren (und in diesem Fall nichts mit Minecraft zu tun haben). Beispiele wären »HandballPommesFüller« oder »BlattZimmerVogelLecker«. Dann noch eine Zahl oder ein Sonderzeichen ergänzen, vielleicht ein Ausrufezeichen zwischen zwei der Wörter setzen, und fertig ist ein Passwort, das man sich gut merken kann und das sicher ist.

Tipp: Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Ihrem Kind kurz über das Thema Sicherheit zu plaudern. Vor allem gilt: Das Passwort niemals jemand anderem verraten! Auch keinem Admin oder jemandem, der vorgibt, von Minecraft/Mojang oder einem Server zu sein. Und auch nicht an Leute, die die Freischaltung von besonders tollen Funktionen, Skins oder Schummel-Cheats versprechen. Die Weitergabe von Passwörtern (und persönlichen Daten) ist tabu. (Siehe auch Abschnitt 5.5, »Hausregeln und die richtige Balance «.)

Der Start von Minecraft unterscheidet sich, je nachdem, auf welcher Plattform Sie spielen:

  • Auf Konsolen meldet man sich unmittelbar nach dem Einschalten mit seinem Konto an und startet das Spiel. Der angemeldete Benutzer ist der Hauptspieler in Minecraft, für den unter anderem die Spielstände (Welten) gespeichert werden. Jederzeit kann sich dann ein zweiter Couchspieler (oder Spieler aus dem Internet, siehe den Kasten »Spieler von außerhalb des Netzwerks einladen« in Abschnitt 4.3) durch Benutzen eines weiteren Controllers anmelden. Tipp: Falls Sie nach dem Spielstart die Minecraft-Welt vermissen, in der die Familie in den letzten Wochen fleißig Bauwerke gezimmert hat, hat sich vermutlich der falsche Hauptspieler an der Konsole angemeldet. Dann müssen Sie sich abmelden, mit dem richtigen Konto anmelden und Minecraft neu starten.

  • Smartphones haben in der Regel einen Besitzer/Nutzer, an den die Apps und Spiele gekoppelt sind. Besitzt Ihr Kind sein eigenes Telefon, können Sie Minecraft dort zwar starten, spielen aber mit dem Benutzer/Profil Ihres Kindes und verändern Dinge oder die Umgebung (oder sterben), was vielleicht nicht wünschenswert ist. Am besten legen Sie sich auf Ihrem eigenen Telefon ein eigenes Minecraft-Konto an, indem Sie im App- oder Play Store ein weiteres Exemplar der Minecraft Pocket Edition kaufen, das nun an Ihr Apple-, Google- oder Windows-Profil gebunden ist.

  • Bei Tablets ist eine flexiblere Benutzerverwaltung vorgesehen. Insbesondere bei Android- und Windows-Geräten ist ein Anlegen zusätzlicher Benutzer und das Umschalten zwischen ihnen möglich, sodass jeder Minecraft-Spieler seine eigene Umgebung und Spielstände aufzeichnet. Bei Apples iPad war solch eine Benutzerumschaltung zu dem Zeitpunkt, als dieses Buch geschrieben wurde, noch nicht vorgesehen. Wenn Sie diesen Ratgeber in den Händen halten, ist sie aber vielleicht schon unter dem Kürzel »Shared iPad« veröffentlicht.

  • Auf PCs (auch Mac oder Linux) ist alles ein wenig komplexer, da Computer die flexibelste Plattform mit den meisten Spielvariationen sind. Nach dem Start von Minecraft öffnet sich zunächst der sogenannte Launcher, ein Programm, in dem Sie Ihren Benutzer (User), das Profil und die zu startende Minecraft-Version auswählen. Das ist möglich, da bestimmte Spielerweiterungen und Multiplayer-Server nur mit bestimmten Minecraft-Versionen funktionieren. Für Ihre ersten Schritte verwenden Sie einfach die letzte aktuelle Version (siehe Kasten »Der Minecraft-Launcher im Detail«), tragen Ihre E-Mail-Adresse und das Passwort ein und klicken auf Play.

    Der Minecraft-Launcher im Detail

    Unter Windows übernimmt der Minecraft Launcher nicht nur den Start des Spiels. Das Tool erlaubt die Verwaltung verschiedener Spielprofile für unterschiedliche Minecraft-Versionen und verwaltet hinter den Kulissen die von Minecraft benötigte Java-Programmumgebung. So ist es unter Windows nicht notwendig, Java separat zu installieren. Die Einstellungsmöglichkeiten im Detail:

1 

New Profile: Mit diesem Button legen Sie ein neues Spielprofil an, z. B. für eine andere Minecraft-Version.

2 

Edit Profile: aktuelles Profil verändern

3 

Profile-Dropdown-Liste: Auswahl der angelegten Profile

4 

Switch User: Mit diesem Button wechseln Sie zwischen verschiedenen Minecraft-Benutzern, z. B. zwischen Ihrem Profil und dem Ihres Kindes.

5 

Profile Name: Geben Sie jedem Profil einen eindeutigen Namen, z. B. inklusive der eingestellten Minecraft-Versionsnummer.

6 

Version Selection: In diesem Bereich legen Sie fest, welche Minecraft-Version aus der Dropdown-Liste verwendet werden soll. Mit den darüber liegenden Häkchen lassen sich auch Entwicklungs- und Testversionen in die Liste aufnehmen.

7 

Executableinline image: Pfad zur Java-Programmumgebung; falls es mal zu Problemen kommt, lässt sich eine andere Java-Version installieren und über dieses Feld angeben.

8 

JVM Argumentsinline image: Java-Einstellungen zur Leistungsoptimierung. Suchen Sie im Internet z. B. nach »minecraft jvm arguments«, um weitere Tipps zu erhalten.

Kurze Zeit nach dem Start erscheint das Hauptmenü von Minecraft, in dem Sie zunächst auf den kleinen Globus inline image unten links klicken, um das Spiel auf Deutsch (Deutschland) umzustellen. Danach wählen Sie aus dem Hauptmenü Einzelspieler. (Mehrspieler dient dem Verbinden mit einem Online-Spieleserver; in anderen Minecraft-Versionen klicken Sie auf Spielen.) Wahrscheinlich sehen Sie jetzt eine lange Liste von Welten, Maps, die zuletzt gespielt wurden. Für Ihre ersten Schritte erzeugen Sie sich aber eine ganz persönliche Welt. Eine, in der Ihnen zunächst nichts passieren kann, solange Sie mit der Steuerung vertraut werden.

Klicken Sie auf Neue Welt erzeugen (oder erzeugen), unter Name (der Welt) geben Sie »Xanadu«, »Gada da Vida« oder was immer Ihnen gefällt ein. Klicken Sie so oft auf den Button Spielmodus, bis dort Kreativ steht. Betätigen Sie dann den Button Neue Welt erstellen (Welt erschaffen!) – jetzt startet Minecrafts Zufallsgenerator und generiert eine neue Landschaft.

Überlegen Sie nicht lange: Sowohl der Name Ihrer Welt als auch der Spielmodus können jederzeit verändert werden.

Überlegen Sie nicht lange: Sowohl der Name Ihrer Welt als auch der Spielmodus können jederzeit verändert werden.

Jede Landschaft, die Minecraft (fast) zufällig neu erzeugt, ist einzigartig.

Jede Landschaft, die Minecraft (fast) zufällig neu erzeugt, ist einzigartig.

Die Grundlagen der Fortbewegung:

  • Drücken Sie zweimal die Leertaste, wobei Sie die Taste das zweite Mal gedrückt halten. Dieser Flugmodus ist die bequemste Fortbewegungsart im Kreativspiel, um möglichst schnell und gefahrlos alle Ecken der Landschaft und Winkel von Bauwerken zu erreichen. Mit der Leertaste schwimmen Sie übrigens auch. (Playstation:inline image, Xbox:inline image, Pocket Edition:inline image.)

  • Bewegen Sie die Maus, und halten Sie gleichzeitig die Taste (W) mit dem linken Mittelfinger. Ihre Spielfigur bewegt sich vorwärts in die Richtung, in die Sie blicken. (Konsolen: rechter Joystick für die Blickrichtung, linker Joystick für die Bewegungsrichtung; Pocket Edition: Pfeiltasten zum Bewegen, Finger irgendwo auf das Display für die Blickrichtung.)

  • Für Seitwärtsbewegungen drücken Sie die Tasten (A) (linker Ringfinger) und (D) (linker Zeigefinger).

  • Rückwärts geht’s mit (S) (linker Mittelfinger).

  • Mit der (ª)-Taste sinken Sie wieder zu Boden. Dort benutzen Sie zur Richtungssteuerung die gleichen Tasten wie beim Fliegen.

Drücken Sie zweimal die Leertaste, um im Kreativmodus zu fliegen. Nach vorne geht’s mit (W), nach links mit (A), nach rechts mit (D) und zurück mit (S).

Drücken Sie zweimal die Leertaste, um im Kreativmodus zu fliegen. Nach vorne geht’s mit (W), nach links mit (A), nach rechts mit (D) und zurück mit (S).

Laufen Sie ein wenig am Boden herum, um sich an die Steuerung zu gewöhnen. Sicher führt das Gelände Sie auch mal nach oben auf einen Hügel – halten Sie dann die (W)-Taste gedrückt, während Sie mit dem linken Daumen kurz die Leertaste berühren: ein Aufwärtssprung nach vorne. (Moment, Ihre Spielfigur ist automatisch gesprungen? Dann spielen Sie entweder mit der Pocket Edition, einer Konsolen-Version oder mit der Version 1.10 – oder neuer – von Minecraft, in der das Feature »Automatisch springen« aktiv ist, das die Spielfigur zum Hüpfen bringt, bevor sie sich einen Block in die Knie rammt.)

Diese Art der Steuerung – linke Hand auf der Tastatur, rechte auf der Maus – ist typisch für Spiele, in denen man aus den Augen der Spielfigur in die Welt blickt (First Person). Sie muss Ihnen in Fleisch und Blut übergehen, falls Sie je vorhaben, mit Ihrem Kind gemeinsam eine Minecraft-Welt zu erkunden. Nehmen Sie sich genügend Zeit, und fliegen Sie über die Landschaft. (Jeder Landschaftstyp – Wüste, Dschungel, Savanne etc. – wird übrigens Biom genannt.) Weckt ein Detail am Boden Ihr Interesse, landen Sie und erkunden das Gelände laufend und hüpfend.

Tipp für Fortgeschrittene: Wenn Sie am Boden die linke (Strg)-Taste gedrückt halten, während Sie mit (W) nach vorne laufen, geht die Spielfigur in den Sprint über. Das kostet allerdings mehr Energie als normales Gehen; dazu gleich mehr.

Nun ist die Schonzeit auch schon vorüber, denn zum Kennenlernen der nächsten Spielelemente ist der Kreativmodus zu bequem. Damit Sie für den Überlebensmodus fit werden und z. B. das Craften von der Pike auf erlernen, wechseln Sie jetzt den Spielmodus, indem Sie die Taste (T) drücken und den Befehl /gamemode survival eingeben (zurück zum Kreativmodus geht es mit /gamemode creative). (Achtung: Dieser Moduswechsel funktioniert nur in der Standard-Computerversion von Minecraft und nicht bei Konsolen oder der Pocket Edition.) Ist es gerade Nacht und damit Monsterstunde, drücken Sie noch mal (T) und schummeln sich mit /time set day die Sonne herbei. So sind Sie erst mal halbwegs sicher.

Von diesen Mogelbefehlen, den sogenannten Cheats, gibt es mehrere Dutzend, mit denen sich bestimmte Aspekte des Gameplays steuern lassen. Hartgesottene Spieler verbieten bei der Generierung einer neuen Welt die Verwendung von Cheats, aber in diesem Fall heiligt der Zweck natürlich die Mittel. Ihre absolute Ruhe vor Monstern haben Sie durch einen Wechsel der Schwierigkeit: Drücken Sie (Esc), und wählen Sie Optionen... Dann klicken Sie so oft auf den Button Schwierigkeit oben rechts, bis Friedlich erscheint – kein Monster wird Sie jetzt im Überlebensmodus stören. (In anderen Minecraft-Versionen finden Sie einen Slider zum Verstellen des Schwierigkeitsgrads; ziehen Sie ihn ganz nach links. Bei den Konsolenversionen beenden Sie kurz die Welt, und starten Sie mit der reduzierten Schwierigkeit neu.)

Nur fürs Standard-Minecraft: Mit (T) oder (#) öffnen Sie das Chat-/Befehlsfenster, in das Kommandos oder Nachrichten an andere Spieler eingegeben werden. Befehle beginnen immer mit einem Schrägstrich (Slash).

Nur fürs Standard-Minecraft: Mit (T) oder (#) öffnen Sie das Chat-/Befehlsfenster, in das Kommandos oder Nachrichten an andere Spieler eingegeben werden. Befehle beginnen immer mit einem Schrägstrich (Slash).

Zum ersten Spielelement: Kommen Sie vor einem Grashügel zum Stehen, richten Sie das kleine Fadenkreuz in der Mitte des Bildschirms genau auf einen Grasblock aus und halten die linke Maustaste gedrückt. Nach kurzer Zeit löst sich der Block mit einem charakteristischen Ploppgeräusch aus dem Hügel und kommt vor Ihnen als Miniaturversion zu liegen. Bewegen Sie Ihre Figur darüber, sammelt sie den Grasblock automatisch auf – er erscheint sofort in der sogenannten Schnellzugriffsleiste an der unteren Bildschirmkante im ersten Kästchen (Slot). Glückwunsch zu Ihrem ersten gemineten Block.

Drehen Sie nun so lange am Mausrad, bis der Rahmen auf der Schnellzugriffsleiste über dem aufgenommenen Grasblock liegt. (Alternative: Drücken Sie eine der Zifferntasten (1) bis (9).) Richten Sie das Fadenkreuz auf irgendeine Stelle am Boden aus, und beobachten Sie, wie ein dünner schwarzer Rahmen die Konturen des vor Ihnen liegenden Blocks kennzeichnet (es darf kein Gras im Weg sein). Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste, und der Grasblock aus der Leiste wird auf den Boden platziert. (Oder an eine Wand – beachten Sie dabei, dass die Schwerkraft in Minecraft großzügiger ist als in der Wirklichkeit.)

Das Fadenkreuz sitzt genau in der Mitte, die schmalen schwarzen Feld-/Blockrahmen markieren, wo Sie die nächste Aktion vornehmen. Mit der linken Maustaste bauen Sie einen Block ab, mit der rechten platzieren Sie ihn.

Das Fadenkreuz sitzt genau in der Mitte, die schmalen schwarzen Feld-/Blockrahmen markieren, wo Sie die nächste Aktion vornehmen. Mit der linken Maustaste bauen Sie einen Block ab, mit der rechten platzieren Sie ihn.

Damit haben Sie den Kern von Minecraft im wahrsten Sinne des Wortes im Griff: Blöcke abbauen und irgendwo anders platzieren. Dazwischen liegen Schnellzugriffsleisten, das Inventar (eine Art Rucksack, den Sie mit der Taste (E) öffnen), Truhen, um Blöcke längerfristig aufzubewahren, und Häuser, die Sie um die Truhen bauen, um sie vor den Gefahren zu schützen, die sich nachts in der Minecraft-Welt herumtreiben.

 


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