Galileo Computing < openbook > Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur 6. Auflage
1 Allgemeine Einführung in .NET
2 Grundlagen der Sprache C#
3 Das Klassendesign
4 Vererbung, Polymorphie und Interfaces
5 Delegates und Ereignisse
6 Strukturen und Enumerationen
7 Fehlerbehandlung und Debugging
8 Auflistungsklassen (Collections)
9 Generics – Generische Datentypen
10 Weitere C#-Sprachfeatures
11 LINQ
12 Arbeiten mit Dateien und Streams
13 Binäre Serialisierung
14 XML
15 Multithreading und die Task Parallel Library (TPL)
16 Einige wichtige .NET-Klassen
17 Projektmanagement und Visual Studio 2012
18 Einführung in die WPF und XAML
19 WPF-Layout-Container
20 Fenster in der WPF
21 WPF-Steuerelemente
22 Elementbindungen
23 Konzepte von WPF
24 Datenbindung
25 Weitere Möglichkeiten der Datenbindung
26 Dependency Properties
27 Ereignisse in der WPF
28 WPF-Commands
29 Benutzerdefinierte Controls
30 2D-Grafik
31 ADO.NET – Verbindungsorientierte Objekte
32 ADO.NET – Das Command-Objekt
33 ADO.NET – Der SqlDataAdapter
34 ADO.NET – Daten im lokalen Speicher
35 ADO.NET – Aktualisieren der Datenbank
36 Stark typisierte DataSets
37 Einführung in das ADO.NET Entity Framework
38 Datenabfragen des Entity Data Models (EDM)
39 Entitätsaktualisierung und Zustandsverwaltung
40 Konflikte behandeln
41 Plain Old CLR Objects (POCOs)
Stichwort

Download:
- Beispiele, ca. 62,4 MB

Buch bestellen
Ihre Meinung?

Spacer
Visual C# 2012 von Andreas Kühnel
Das umfassende Handbuch
Buch: Visual C# 2012

Visual C# 2012
Rheinwerk Computing
1402 S., 6., aktualisierte und erweiterte Auflage 2013, geb., mit DVD
49,90 Euro, ISBN 978-3-8362-1997-6
Pfeil 21 WPF-Steuerelemente
Pfeil 21.1 Die Hierarchie der WPF-Komponenten
Pfeil 21.2 Allgemeine Eigenschaften der WPF-Steuerelemente
Pfeil 21.2.1 Den Außenrand mit der Eigenschaft »Margin« festlegen
Pfeil 21.2.2 Den Innenrand mit der Eigenschaft »Padding« festlegen
Pfeil 21.2.3 Die Eigenschaft »Content«
Pfeil 21.2.4 Die Größe einer Komponente
Pfeil 21.2.5 Die Ausrichtung einer Komponente
Pfeil 21.2.6 Die Sichtbarkeit eines Steuerelements
Pfeil 21.2.7 Die Farbeinstellungen
Pfeil 21.2.8 Die Schriften
Pfeil 21.3 Die unterschiedlichen Schaltflächen
Pfeil 21.3.1 Die Basisklasse »ButtonBase«
Pfeil 21.3.2 Das Steuerelement »Button«
Pfeil 21.3.3 Das Steuerelement »ToggleButton«
Pfeil 21.3.4 Das Steuerelement »RepeatButton«
Pfeil 21.3.5 Das Steuerelement »Checkbox«
Pfeil 21.3.6 Das Steuerelement »RadioButton«
Pfeil 21.4 Einfache Eingabesteuerelemente
Pfeil 21.4.1 Das Steuerelement »Label«
Pfeil 21.4.2 Das Steuerelement »TextBox«
Pfeil 21.4.3 Das Steuerelement »PasswordBox«
Pfeil 21.4.4 Das Steuerelement »TextBlock«
Pfeil 21.5 WPF-Listenelemente
Pfeil 21.5.1 Das Steuerelement »ListBox«
Pfeil 21.5.2 Die »ComboBox«
Pfeil 21.5.3 Das Steuerelement »ListView«
Pfeil 21.5.4 Das Steuerelement »TreeView«
Pfeil 21.5.5 Das Steuerelement »TabControl«
Pfeil 21.5.6 Die Menüleiste
Pfeil 21.5.7 Das Kontextmenü
Pfeil 21.5.8 Symbolleisten
Pfeil 21.5.9 Die Statusleiste
Pfeil 21.6 Weitere Steuerelemente
Pfeil 21.6.1 Das Steuerelement »ToolTip«
Pfeil 21.6.2 Die »Progressbar«
Pfeil 21.6.3 Das Steuerelement »Slider«
Pfeil 21.6.4 Das »GroupBox«-Steuerelement
Pfeil 21.6.5 Das Steuerelement »ScrollViewer«
Pfeil 21.6.6 Das Steuerelement »Expander«
Pfeil 21.6.7 Das Steuerelement »Border«
Pfeil 21.6.8 Die »Image«-Komponente
Pfeil 21.6.9 »Calendar« und »DatePicker« zur Datumsangabe
Pfeil 21.6.10 Das Steuerelement »InkCanvas«
Pfeil 21.7 Das »Ribbon«-Steuerelement
Pfeil 21.7.1 Voraussetzungen für den Zugriff auf das »Ribbon«-Control
Pfeil 21.7.2 Ein kurzer Überblick
Pfeil 21.7.3 Der XAML-Code
Pfeil 21.8 FlowDocuments
Pfeil 21.8.1 Allgemeine Beschreibung eines FlowDocuments
Pfeil 21.8.2 Eigenschaften eines »FlowDocuments«
Pfeil 21.8.3 Die Blöcke eines »FlowDocuments«
Pfeil 21.8.4 Inline-Elemente
Pfeil 21.8.5 »FlowDocuments« mit Code erzeugen
Pfeil 21.8.6 Speichern und Laden eines »FlowDocuments«
Pfeil 21.9 Das Element »FlowDocumentViewer«
Pfeil 21.9.1 Das Anzeigeelement »FlowDocumentScrollViewer«
Pfeil 21.9.2 Das Anzeigeelement »FlowDocumentPageViewer«
Pfeil 21.9.3 Das Anzeigeelement »FlowDocumentReader«
Pfeil 21.10 XPS-Dokumente mit »DocumentViewer«
Pfeil 21.10.1 Allgemeines zum XPS-Format
Pfeil 21.10.2 Beispielprogramm
Pfeil 21.11 Das Steuerelement »RichTextBox«

Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6 Weitere SteuerelementeZur nächsten Überschrift


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.1 Das Steuerelement »ToolTip«Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Es ist guter Stil in Windows-Anwendungen, Zusatzinformationen über kleine Rechtecke bereitzustellen, die als Tooltips bezeichnet werden. Angezeigt werden Tooltips immer dann, wenn die Maus sich über einem Steuerelement oder einer Komponente befindet und eine Weile nicht bewegt wird. Jeder Komponente kann ein eigener Tooltip zugeordnet werden. Dazu dient die Eigenschaft ToolTip der Komponenten. Im einfachsten Fall kann ein ToolTip-Element wie im folgenden Listing gezeigt festgelegt werden:

<StackPanel>
<Button Height="40" Width="150">
Beenden
<Button.ToolTip>
Hiermit schließen Sie das Fenster
</Button.ToolTip>
</Button>
</StackPanel>

Listing 21.44 Eine Schaltfläche mit einem zugeordneten »ToolTip«

Sie können aber die Fähigkeiten der WPF nutzen und den Inhalt der ToolTip-Eigenschaft frei definieren. Im folgenden Listing wird dazu ein StackPanel verwendet, das seinerseits ein Label- und ein TextBlock-Element enthält.

<StackPanel>
<Button Height="40" Width="150">
Beenden
<Button.ToolTip>
<StackPanel>
<Label FontSize="14" HorizontalAlignment="Center" Foreground="Red"
FontWeight="Bold">Achtung!</Label>
<TextBlock MaxWidth="250" TextWrapping="Wrap">Durch Klicken dieser
Schaltfläche wird das Fenster geschlossen und alle
Änderungen gehen verloren.
</TextBlock>
</StackPanel>
</Button.ToolTip>
</Button>
</StackPanel>

Listing 21.45 Komplexer »ToolTip« für eine Schaltfläche

Abbildung

Abbildung 21.23 Button mit »ToolTip«-Steuerelement aus Listing 21.45

Sie können die Anzeige des ToolTips nach eigenem Ermessen konfigurieren. Dazu verwenden Sie die Klasse ToolTipService. Mit deren Hilfe können Sie beispielsweise mit der Eigenschaft ShowDuration die Anzeigedauer festlegen und mit InitialShowDelay die Verzögerung, bis ein Tooltip angezeigt wird. Die Zeitangaben erfolgen in Millisekunden.

Standardmäßig erfolgt die Anzeige des Tooltips beim Mauszeiger, kann aber mit den Eigenschaften HorizontalOffset, VerticalOffset, PlacementTarget und PlacementRectangle auch nach eigenen Vorstellungen eingestellt werden. Auch diese Eigenschaften stellen Sie mit ToolTipService direkt im betreffenden Element ein.

<Button Height="40" Width="150" 
ToolTipService.ShowDuration="3000"
ToolTipService.InitialShowDelay="500">
Beenden
[...]
</Button>

Listing 21.46 »ToolTip« individuell einstellen mit »ToolTipService«


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.2 Die »Progressbar«Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Element ProgressBar dient dazu, den Benutzer bei einer lang andauernden Verarbeitung über den aktuellen Fortschritt zu informieren. Die wichtigsten Eigenschaften sind schnell genannt: Minimum beschreibt den Minimalwert, Maximum den Maximalwert, und Value bestimmt die aktuelle Position.

<ProgressBar Minimum="0" Maximum="100" Value="35" Height="25"/>

Listing 21.47 Definition eines »ProgressBar«-Controls

Eine interessante Eigenschaft der ProgressBar soll nicht unerwähnt bleiben: IsIndeterminate. Sie können diese Eigenschaft auf true festlegen, wenn die aktuelle Fortschrittsposition nicht festzustellen bzw. unbekannt ist. In diesem Fall werden die drei Eigenschaften Minimum, Maximum und Value ignoriert, und anstelle des Fortschrittsbalkens wird eine Animation angezeigt.


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.3 Das Steuerelement »Slider«Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Slider-Steuerelement kann der Anwender einen bestimmten Wert einstellen. Zur Festlegung des minimalen und maximalen Werts dienen auch hier die Eigenschaften Minimum und Maximum, die Eigenschaft Value beschreibt den aktuellen Wert. Mit der Eigenschaft TickFrequency können Sie eine Hilfsskala einblenden, die mit TickPlacement am Slider ausgerichtet werden kann. Der an TickFrequency zugewiesene Wert beschreibt den Abstand der Hilfslinien. Mit der Eigenschaft IsSnapToTickEnabled=true bewirken Sie, dass der Anwender nicht einen beliebigen Wert einstellen kann, sondern nur Werte, die durch die Hilfslinien vorgegeben werden. Der Schieberegler rastet also ein.

<Slider TickFrequency="5" TickPlacement="BottomRight" Minimum="0" 
Maximum="100" IsSnapToTickEnabled="True"></Slider>

Listing 21.48 Das Steuerelement »Slider« im XAML-Code

Abbildung

Abbildung 21.24 Das »Slider«-Steuerelement

Normalerweise wird der Minimalwert links und der Maximalwert rechts angezeigt. Mit IsDirectionReversed kann die Ausrichtung umgedreht werden.

Klickt der Anwender links oder rechts vom Schieberegler, wird zum aktuellen Wert der unter LargeChange eingestellte Wert addiert bzw. subtrahiert. Soll stattdessen die exakte Klickposition zur Festlegung des neuen Wertes herangezogen werden, ist die Eigenschaft IsMoveToPointEnabled auf True einzustellen.


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.4 Das »GroupBox«-SteuerelementZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Bei der GroupBox handelt es sich um ein Steuerelement, das mehrere andere Steuerelemente visuell zusammenfassen kann. Der Inhalt einer GroupBox wird durch die Eigenschaft Content beschrieben. Dabei kann es sich um einen Layout-Container handeln, so dass im Grunde genommen beliebig viele Elemente zugeordnet werden können.

Eine GroupBox kann eine Beschriftung aufweisen. Dazu dient die Eigenschaft Header. Natürlich kann Header seinerseits auch durch ein Steuerelement beschrieben werden.

Der folgende XAML-Code zeigt GroupBox-Elemente. Das untere hat ein CheckBox-Element in der Eigenschaft Header.

<Grid>
<Grid.RowDefinitions>
<RowDefinition /><RowDefinition />
</Grid.RowDefinitions>
<GroupBox Grid.Row="0" Header="Schriftstil" BorderThickness="2" BorderBrush="Black">
<StackPanel>
<CheckBox>Fett</CheckBox>
<CheckBox>Kursiv</CheckBox>
<CheckBox>Unterstrichen</CheckBox>
</StackPanel>
</GroupBox>
<GroupBox Grid.Row="1" BorderThickness="2" BorderBrush="Black">
<GroupBox.Header>
<CheckBox>Aktivierung</CheckBox>
</GroupBox.Header>
<StackPanel>
<TextBox Margin="5"></TextBox>
<TextBox Margin="5"></TextBox>
</StackPanel>
</GroupBox>
</Grid>

Listing 21.49 Definition von zwei »GroupBox«-Elementen

Abbildung

Abbildung 21.25 Zwei »GroupBox«-Steuerelemente


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.5 Das Steuerelement »ScrollViewer«Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Einige WPF-Steuerelemente sind zwar in der Lage, einen umfangreichen Inhalt anzuzeigen, unterstützen aber leider keine Rollbalken. Dieses Manko kann durch das Steuerelement ScrollViewer behoben werden. Ein ScrollViewer zeigt Rollbalken an, sobald der Inhalt eines Elements größer wird als sein Anzeigebereich und die beiden Eigenschaften

  • HorizontalScrollBarVisibility und
  • HorizontalScrollBarVisibility

auf Visible eingestellt sind.

Eine Reihe von Methoden ermöglichen es, den angezeigten Inhalt beliebig zu verschieben, z. B. ScrollToLeftEnd oder LineRight.

Um die Wirkungsweise der Methoden einfach zu erfahren, dient das folgende Beispielprogramm. Für die in Frage kommenden Methoden sind in der linken Hälfte des Fensters Buttons angeordnet. Die Methode, die von dem jeweiligen Button aufgerufen wird, ist in der Beschriftung angegeben. Der XAML- und C#-Code wird an dieser Stelle aus Platzgründen nur stark gekürzt wiedergegeben.

Abbildung

Abbildung 21.26 Ausgabe des Beispielprogramms »ScrollViewerSample«

// Beispiel: ..\Kapitel 21\ScrollViewerSample

<DockPanel>
<StackPanel DockPanel.Dock="Left" Orientation="Vertical" Width="120"
ButtonBase.Click="ButtonHandler" >
<Button Name="btnLineUp" Margin="5,5,5,5" Content="LineUp()" />
<Button Name="btnLineDown" Margin="5,5,5,5" Content="LineDown()" />
<Button Name="btnLineRight" Margin="5,5,5,5" Content="LineRight()" />
<Button Name="btnLineLeft" Margin="5,5,5,5" Content="LineLeft()" />
[...]
</StackPanel>

<ScrollViewer Name="scrViewer" Margin="5"
HorizontalScrollBarVisibility="Visible"
VerticalScrollBarVisibility="Visible">
<TextBlock Padding="10" TextWrapping="Wrap" Width="500">
[...]
</TextBlock>
</ScrollViewer>
</DockPanel>

Zu diesem XAML-Code gehört der folgende C#-Code:

private void ButtonHandler(object sender, RoutedEventArgs e) {
Button btn = e.Source as Button;
switch (btn.Name) {
case "btnLineUp":
scrViewer.LineUp();
break;
case "btnLineDown":
scrViewer.LineDown();
break;
case "btnLineRight":
scrViewer.LineRight();
break;
[...]
}
}

Listing 21.50 Programmbeispiel »ScrollViewerSample«


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.6 Das Steuerelement »Expander«Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Steuerelement Expander ist der Gruppe der Steuerelemente zuzurechnen, die dem Design dienen. Das Element kann ein untergeordnetes Element beinhalten. Der Bereich, der von dem untergeordneten Steuerelement beschrieben wird, kann aufgeklappt oder zusammengeklappt dargestellt werden. Im zusammengeklappten Zustand wird lediglich ein Pfeil angezeigt, über den der verdeckte Inhalt wieder sichtbar gemacht werden kann. Expander-Objekte eignen sich besonders dann, wenn ein Detailbereich für den Anwender eingeblendet werden soll.

Der Zustand des Expander-Objekts wird mit der Eigenschaft IsExpanded beschrieben. Die Eigenschaft ExpandedDirection gibt die Richtung an, in die aufgeklappt wird. Dabei sind die Richtungen links, rechts, oben und unten möglich. Wird der Inhalt in vertikaler Richtung aufgeklappt, passt sich die Höhe des angezeigten Bereichs dem Inhalt an. Entsprechendes gilt, wenn in horizontaler Richtung aufgeklappt wird. Hier ist es natürlich die Breite, die sich dem Inhalt anpasst.

Erwähnenswert ist, dass beim Öffnen und Schließen des Expander-Objekts die Ereignisse Expanded und Collapsed ausgelöst werden. Sie können somit auf diese Aktionen auch mit entsprechenden Operationen reagieren.

// Beispiel: ..\Kapitel 21\ExpanderSample

<StackPanel>
<Expander Margin="10">
<Expander.Background>
<LinearGradientBrush StartPoint="0,0" EndPoint="1,2">
<GradientStop Offset="0" Color="White" />
<GradientStop Offset="1" Color="Blue" />
</LinearGradientBrush>
</Expander.Background>
<StackPanel>
<Button Height="30" Margin="5">Button 1</Button>
<Button Height="30" Margin="5">Button 2</Button>
<Button Height="30" Margin="5">Button 3</Button>
</StackPanel>
</Expander>
<Expander Margin="10">
<Expander.Background>
<LinearGradientBrush StartPoint="0,0" EndPoint="1,2">
<GradientStop Offset="0" Color="White" />
<GradientStop Offset="1" Color="Red" />
</LinearGradientBrush>
</Expander.Background>
<StackPanel>
<Button Height="30" Margin="5">Button 4</Button>
<Button Height="30" Margin="5">Button 5</Button>
<Button Height="30" Margin="5">Button 6</Button>
</StackPanel>
</Expander>
</StackPanel>

Listing 21.51 Beispiel mit zwei »Expander«-Steuerelementen

Abbildung

Abbildung 21.27 Zwei »Expander«-Objekte (das obere ist zusammengeklappt)


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.7 Das Steuerelement »Border«Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Border-Steuerelement ist ein sehr einfaches Steuerelement, das dazu dient, einen visuellen Rahmen um andere Steuerelemente zu zeichnen. Border ist ein Inhaltssteuerelement. Das bedeutet, dass es direkt nur ein anderes Element beinhalten kann. Üblicherweise handelt es sich dabei um einen Layout-Container.

Nur wenige Eigenschaften sind erwähnenswert: Mit CornerRadius können die Ecken abgerundet werden, BorderThickness legt die Breite fest, und BorderBrush das Aussehen des Rahmens.

<Grid>
<Border CornerRadius="20" BorderThickness="25" Margin="5">
<Border.BorderBrush>
<LinearGradientBrush StartPoint="0,0" EndPoint="1,1">
<GradientStop Offset="0" Color="LightGray" />
<GradientStop Offset="1" Color="Black" />
</LinearGradientBrush>
</Border.BorderBrush>
<StackPanel>
<Button Height="40" Margin="20, 20, 20, 10">Button 1</Button>
<Button Height="40" Margin="20, 10, 20, 20">Button 2</Button>
</StackPanel>
</Border>
</Grid>

Listing 21.52 »Border«-Element zur Unterstützung des Designs

Die Ausgabe dieses Beispiels sehen Sie in Abbildung 21.28.

Abbildung

Abbildung 21.28 Ausgabe des Listings 21.52


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.8 Die »Image«-KomponenteZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Image-Control lassen sich Grafiken in einem Window anzeigen. Die wichtigste Eigenschaft ist Source, die den relativen oder absoluten Pfad zu einer Grafikdatei beschreibt. Image ermöglicht die Anzeige der folgenden Bildtypen: .BMP, .GIF, .ICO, .JPG, .PNG, .WDP und .TIFF.

Unterscheiden sich die Größe des Image-Controls und die der Grafik, können Sie mit den Eigenschaften Stretch und StretchDirection festlegen, wie die Grafik gestreckt werden soll. StretchDirection erlaubt die Werte Both, DownOnly und UpOnly. Mit DownOnly wird das Bild nur verkleinert dargestellt, mit UpOnly nur vergrößert, und Both ermöglicht beide Änderungen. Letzteres ist auch die Standardvorgabe.

Ist Stretch auf None eingestellt, wird das Bild ausschließlich in seiner Originalgröße dargestellt. Mit Fill wird das Bild so skaliert, dass es den Bereich des Image-Steuerelements komplett einnimmt. UniFormFill agiert ähnlich, achtet aber darauf, dass die Proportionen erhalten bleiben. Leere Flächen innerhalb des Steuerelements verbleiben nicht. Uniform vergrößert oder verkleinert das Bild in der Weise, dass die Proportionen erhalten bleiben. Möglicherweise bleiben dabei aber wieder freie Flächen im Image-Steuerelement.

zeigt, wie sich das Strecken eines Bildes auf die Darstellung auswirkt. Der Abbildung liegt der folgende Code zugrunde:

<WrapPanel>
<Image Source="Images/Seychellen.JPG" Margin="10" Height="200" />
<Image Source="Images/Seychellen.JPG" Margin="10" Height="200"
Width="350" Stretch="Fill" />
</WrapPanel>

Listing 21.53 Bild in richtiger Größe und gestreckt angezeigt

Abbildung

Abbildung 21.29 Bildanzeige »richtig« (links) und gestreckt (rechts)

Grafik zur Laufzeit laden

Wenn Sie mittels Code ein Bitmap laden, kommt die Klasse BitmapImage ins Spiel, die im Namespace System.Windows.Media.Imaging definiert ist. Der Ladevorgang wird zunächst mit der Methode BeginInit initialisiert und mit EndInit abgeschlossen.

Das BitmapImage-Objekt erwartet in der Eigenschaft UriSource die Angabe der Datenquelle, die als Objekt vom Typ Uri übergeben wird. Dem Uri-Konstruktor übergeben Sie den Pfad zu der Bitmap und teilen ihm darüber hinaus mit, ob es sich um eine relative oder absolute Pfadangabe handelt. Der Code in der XAML-Datei lautet:

<WrapPanel>
<Image Name="holidays" />
</WrapPanel>

Das Bild soll beim Starten des Windows geladen werden. Dazu bietet sich das Ereignis Loaded an:

private void Window_Loaded(object sender, RoutedEventArgs e) {
BitmapImage bitmap = new BitmapImage();
bitmap.BeginInit();
bitmap.UriSource = new Uri("Images/Egypt.jpg", UriKind.Relative);
bitmap.EndInit();
holidays.Source = bitmap;
}

Listing 21.54 Laden einer Bitmap mit Programmcode


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.9 »Calendar« und »DatePicker« zur DatumsangabeZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Steuerelemente Calendar und DatePicker ermöglichen es dem Anwender, ein Datum auszuwählen. Beide Steuerelemente sind sich sehr ähnlich und unterscheiden sich hauptsächlich durch den beanspruchten Platzbedarf im Fenster. Während das Calendar-Control einen kompletten Monat anzeigt, aus dem der Anwender mit Pfeiltasten einen anderen auswählen kann, erscheint das DatePicker-Steuerelement als eine Art TextBox, in der das Datum angezeigt wird. Das Calendar-Steuerelement wird beim DatePicker erst in dem Moment geöffnet, wenn der Anwender auf die rechts im Steuerelement untergebrachte Schaltfläche klickt.

In Abbildung 21.30 sehen Sie beide Steuerelemente. Das DatePicker ist in der Abbildung zweimal vertreten. Rechts oben ist der eingeklappte Normalzustand zu erkennen, darunter die Situation, wenn der Anwender ein Datum auswählt.

Abbildung

Abbildung 21.30 »Calendar« und »DatePicker«

Hinsichtlich der Eigenschaften gibt es ein paar wenige Unterschiede. Beispielsweise können Sie im DatePicker mit der Eigenschaft SelectedDateFormat das Anzeigeformat Short oder Long auswählen, was dazu führt, dass das Datum entweder in Kurzform (z. B. 16.7.2012) oder im Langformat (z. B. Montag, 16. Juli 2012) angezeigt wird. Im Calendar können Sie mit DisplayMode auch Einfluss auf das Anzeigeformat ausüben. Dabei haben Sie aber die Möglichkeit, zwischen Month, Year und Decade zu entscheiden. Ein paar spezielle Eigenschaften der beiden Steuerelemente sollten wir uns noch in der Tabelle 21.13 ansehen.

Tabelle 21.13 Eigenschaften der Controls »Calendar« und »DatePicker« (Auszug)

Eigenschaft Beschreibung

BlackoutDates

Legt eine Liste von Datumsangaben fest, aus denen nicht ausgewählt werden kann.

DisplayDate

Legt das anzuzeigende Datum fest.

DisplayDateStart /
DisplayDateEnd

Legt das erste bzw. letzte im Kalender verfügbare Datum fest.

DisplayMode

Legt fest, ob im Kalender ein Monat, ein Jahr oder ein Jahrzehnt angezeigt werden soll. Diese Eigenschaft hat nur der Typ Calendar.

FirstDayOfWeek

Legt den Tag fest, der als Wochenanfang gelten soll.

SelectedDate

Ruft das aktuell ausgewählte Datum ab oder legt es fest.

SelectedDates

Ruft eine Liste ausgewählter Datumsangaben ab.

SelectionMode

Diese Eigenschaft ist nur beim Calendar verfügbar. Diese Eigenschaft bestimmt, ob der Calendar keine Auswahl, die Auswahl eines einzelnen Datums oder die Auswahl mehrerer Datumsangaben zulässt. Verfügbare Einstellungen sind None, SingleDate, SingleRange und MultiRange.

Bei der Wahl eines einzelnen Datums oder eines Bereichs von Datumsangaben wird das Ereignis SelectedDatesChanged ausgelöst. Der zweite Parameter des Ereignishandlers ist vom Typ SelectionChangedEventArgs und liefert in seiner Eigenschaft AddedItems die ausgewählten Datumsangaben in einer Auflistung. Um die gewählten Datumsangaben weiter zu verarbeiten, muss die Liste durchlaufen werden, wie in Listing 21.55 gezeigt wird.

private void Calendar_SelectedDatesChanged(object sender, SelectionChangedEventArgs e)
{
foreach(DateTime date in e.AddedItems) {
if (date.DayOfWeek == DayOfWeek.Sunday)
MessageBox.Show("Diese Auswahl ist leider nicht möglich.");
else
MessageBox.Show("Die Wahl: " + date.ToShortDateString());
}
}

Listing 21.55 Auswerten der Datumswahl


Galileo Computing - Zum Seitenanfang

21.6.10 Das Steuerelement »InkCanvas«Zur vorigen Überschrift

Das InkCanvas-Steuerelement ist im Grunde genommen ein Layout-Container, ohne dass es von der Basis Panel abgeleitet wird. Es bietet eine einfache Möglichkeit, Freihandeingaben zu erfassen und anzuzeigen. Freihandeingaben erfolgen im Allgemeinen mit Hilfe eines Tablettstifts, man kann jedoch auch eine Maus anstelle eines Tablettstifts verwenden.

Das InkCanvas birgt in sich zwei Auflistungen. Die erste, Children, gestattet es, ähnlich wie bei dem Canvas, beliebig viele andere Steuerelemente aufzunehmen, die mit den angehängten Eigenschaften Left, Right, Top und Bottom des InkCanvas-Elements absolut positioniert werden.

Die zweite Auflistung, Strokes, enthält die Freihandeingaben des Benutzers, die durch Objekte vom Typ Stroke beschrieben werden. Dabei wird jede Linie oder auch Kurve durch ein Stroke beschrieben. Die wohl wichtigste spezifische Eigenschaft eines InkCanvas-Objekts ist EditingMode. Diese gibt an, wie das Eingabegerät mit dem InkCanvas interagiert. EditingMode ist vom Typ der Enumeration InkCanvasEditingMode und kann die Werte annehmen, die in der folgenden Tabelle 21.14 beschrieben werden.

Tabelle 21.14 Die Mitglieder der Enumeration »InkCanvasEditingMode«

Wert Beschreibung

None

Es erfolgt keine Aktion.

Ink

Freihandeingaben werden auf dem InkCanvas gezeichnet.

GestureOnly

Freihandeingaben werden zwar zunächst auf dem InkCanvas dargestellt, aber bei einer Unterbrechung der Datensendung des Eingabegeräts verworfen. In der Dokumentation wird hier auch von »Gesten« gesprochen.

InkAndGesture

Das InkCanvas erhält Freihandeingaben und Gesten.

Select

Ermöglicht das Auswählen von Strichen und sogar Elementen, die sich im InkCanvas befinden.

EraseByPoint

Löscht den Teil des Striches, auf den das Eingabegerät zeigt.

EraseByStroke

Löscht den gesamten Strich, auf den das Eingabegerät zeigt.

Wir sollten uns nun das Steuerelement InkCanvas an einem konkreten Beispiel ansehen. Nach dem Start der Anwendung wird das Fenster wie in Abbildung 21.31 gezeigt dargestellt.

Abbildung

Abbildung 21.31 Anwendung mit »InkCanvas« nach dem Starten

Der Code, der der Abbildung zugrunde liegt, ist der folgende.

// Beispiel: ..\Kapitel 21\InkCanvasSample

<Grid>
<Grid.RowDefinitions>
<RowDefinition Height="Auto"></RowDefinition>
<RowDefinition></RowDefinition>
</Grid.RowDefinitions>
<StackPanel Margin="5" Orientation="Horizontal">
<TextBlock Margin="5">Modus:</TextBlock>
<ComboBox Name="cboBox" Width="120" VerticalAlignment="Center" />
</StackPanel>

<InkCanvas Name="inkCanvas" Grid.Row="1" Margin="10" Background="LightGray"
EditingMode="{Binding ElementName=cboBox,Path=SelectedItem}" >
<StackPanel InkCanvas.Top="10" InkCanvas.Left="350">
<Button Margin="10" Width="100">Testschaltfläche 1</Button>
<Button Width="100">Testschaltfläche 2</Button>
</StackPanel>
<Image Source="Koala.jpg" InkCanvas.Top="10" InkCanvas.Left="10"
Width="230" Height="172" />
</InkCanvas>
</Grid>

Dazu gehört auch noch der folgende C#-Code, um das Kombinationslistenfeld mit den Konstanten aus der Enumeration InkCanvasEditingMode zu füllen.

public MainWindow() {

InitializeComponent();

foreach (InkCanvasEditingMode mode
in Enum.GetValues(typeof(InkCanvasEditingMode))) {
cboBox.Items.Add(mode);
cboBox.SelectedItem = inkCanvas.EditingMode;
}
}

Listing 21.56 Beispielprogramm zur Demonstration des »InkCanvas«-Controls

Abbildung

Abbildung 21.32 Änderungen am »InkCanvas« zur Laufzeit

Probieren Sie die verschiedenen Editiermodi einmal aus. Das Ergebnis könnte etwa wie in Abbildung 21.32 aussehen.



Ihr Kommentar

Wie hat Ihnen das <openbook> gefallen? Wir freuen uns immer über Ihre freundlichen und kritischen Rückmeldungen.

>> Zum Feedback-Formular
<< zurück
  Zum Katalog
Zum Katalog: Visual C# 2012

Visual C# 2012
Jetzt bestellen


 Ihre Meinung?
Wie hat Ihnen das <openbook> gefallen?
Ihre Meinung

 Buchempfehlungen
Zum Katalog: Professionell entwickeln mit Visual C# 2012






 Professionell
 entwickeln mit
 Visual C# 2012


Zum Katalog: Windows Presentation Foundation






 Windows Presentation
 Foundation


Zum Katalog: Schrödinger programmiert C++






 Schrödinger
 programmiert C++


Zum Katalog: C++ Handbuch






 C++ Handbuch


Zum Katalog: C/C++






 C/C++


 Shopping
Versandkostenfrei bestellen in Deutschland und Österreich
InfoInfo





Copyright © Rheinwerk Verlag GmbH 2013
Für Ihren privaten Gebrauch dürfen Sie die Online-Version natürlich ausdrucken. Ansonsten unterliegt das <openbook> denselben Bestimmungen, wie die gebundene Ausgabe: Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.


[Rheinwerk Computing]

Rheinwerk Verlag GmbH, Rheinwerkallee 4, 53227 Bonn, Tel.: 0228.42150.0, Fax 0228.42150.77, service@rheinwerk-verlag.de