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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger

Kompendium der Informationstechnik  von Sascha Kersken
EDV-Grundlagen, Programmierung, Mediengestaltung
(Die Neuauflage ist erschienen als: "Handbuch für Fachinformatiker")
Buch: Kompendium der Informationstechnik
gp Kapitel 14 Netzwerkanwendungen
  gp 14.1 Netzwerkkonfiguration unter verschiedenen Betriebssystemen
    gp 14.1.1 Linux
    gp 14.1.2 Mac  OS
    gp 14.1.3 Windows
    gp 14.1.4 TCP/IP-Dienstprogramme
  gp 14.2 Server konfigurieren
    gp 14.2.1 Mac  OS
    gp 14.2.2 Windows
    gp 14.2.3 UNIX/Linux
    gp 14.2.4 Der Webserver Apache
  gp 14.3 Einführung in die Netzwerkprogrammierung
    gp 14.3.1 Die Berkeley Socket API
    gp 14.3.2 Ein einfaches Beispiel
  gp 14.4 Verteilte Anwendungen
    gp 14.4.1 J2EE
    gp 14.4.2 Microsoft .NET
    gp 14.4.3 Web Services
  gp 14.5 Zusammenfassung

gp

Prüfungsfragen zu diesem Kapitel (extern)


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14.5 Zusammenfassung  toptop

Genau wie die im vorigen Kapitel vorgestellten Hardwarelösungen für den Netzwerkzugriff und die Protokollfamilien sind auch die Anwendungen von Netzwerken durch eine unüberschaubare Vielfalt gekennzeichnet. Im Grunde sind die Themen, die in den restlichen Kapiteln dieses Buches besprochen werden, ebenfalls Netzwerkanwendungen.

Die Grundlage jeder praktischen Netzwerknutzung bildet die Einrichtung des Netzzugangs auf einem Rechner. Dazu muss als Allererstes die Hardware installiert werden, anschließend werden Treiber und Protokolle installiert. Wie Sie gesehen haben, funktioniert dies in den einzelnen Betriebssystemen recht unterschiedlich.

Der nächste Schritt besteht darin, Clients und Server einzurichten und aufeinander abzustimmen. Alle gängigen Betriebssysteme enthalten eine eingebaute Datei-Server-Komponente: Sie können anderen Benutzern derselben Plattform den Zugriff auf Dateien und Verzeichnisse und meist auch auf Drucker ermöglichen. Einige Systeme sind sogar mit Servern für Fremdsysteme ausgestattet. Unter Mac  OS X können Sie auch Windows-Clients bedienen, für UNIX sind die freien Server Samba für Windows- und netatalk für Mac  OS-Clients verfügbar.

Die Möglichkeit von Verzeichnisfreigaben in Desktop-Betriebssystemen ist noch nicht mit ausgewachsenen Server-Betriebssystemen vergleichbar: Die Microsoft Windows Server-Familie oder Mac  OS X Server bieten eine erheblich bessere Performance und erweiterte Optionen für Serverdienste. Etwas anders sieht das bei Linux und vielen anderen UNIX-Systemen aus: Sie sind von vornherein als Client- und Serversysteme konzipiert; durch die Installation bestimmter Programmpakete können Sie eine der beiden Rollen speziell betonen.

Als Beispiel für einen Internet-Anwendungsserver wurde anschließend ausführlich die Installation und Konfiguration des Webservers Apache behandelt. Wenn Sie diesen weltweit verbreitetsten Webserver auf Ihrem Rechner installieren, können Sie zahlreiche Varianten des dynamischen Web-Publishings testen. Sie benötigen den Apache insbesondere für das Ausprobieren der Beispiele in Kapitel 18, Serverseitig dynamische Websites.

Das selbstständige Programmieren von TCP/IP-Anwendungen wurde in diesem Kapitel ebenfalls kurz vorgestellt. In der Programmiersprache Perl geht dies besonders leicht, weil sich die Sockets, die Sie mit Hilfe der standardisierten Berkeley Socket API programmieren können, hier wie gewöhnliche Dateihandles verhalten. Noch einfacher wird die Netzwerkprogrammierung mit dem Modul IO::Socket.

Zu guter Letzt wurden verschiedene Frameworks für verteilte Anwendungen angeschnitten. Für heterogene Umgebungen ist die Verwendung der Java 2 Enterprise Edition beziehungsweise eines entsprechenden Application Servers anzuraten. In der Windows-Welt ist es dagegen praktischer, Microsofts .NET-Framework einzusetzen. Beide Frameworks sind mit zahlreichen Schnittstellen für Enterprise-Anwendungen ausgestattet; Sie können auf Datenbanken, das Web, XML-Datenbestände oder Namens- und Verzeichnisdienste zugreifen.

Eine speziellere Form der verteilten Anwendung bilden schließlich die Web Services. Es handelt sich um Komponenten, die miteinander über das Web, also über HTTP-Verbindungen kommunizieren beziehungsweise kooperieren können. Dies ermöglicht eine wirklich plattformneutrale Zusammenarbeit von Programmen.

  
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