Rheinwerk Computing < openbook > Rheinwerk Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Eigene Klassen schreiben
6 Exceptions
7 Generics<T>
8 Äußere.innere Klassen
9 Besondere Klassen der Java SE
10 Architektur, Design und angewandte Objektorientierung
11 Die Klassenbibliothek
12 Bits und Bytes und Mathematisches
13 Datenstrukturen und Algorithmen
14 Threads und nebenläufige Programmierung
15 Raum und Zeit
16 Dateien, Verzeichnisse und Dateizugriffe
17 Datenströme
18 Die eXtensible Markup Language (XML)
19 Grafische Oberflächen mit Swing
20 Grafikprogrammierung
21 Netzwerkprogrammierung
22 Verteilte Programmierung mit RMI
23 JavaServer Pages und Servlets
24 Datenbankmanagement mit JDBC
25 Reflection und Annotationen
26 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
A Die Begleit-DVD
Stichwort
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Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom
Das umfassende Handbuch
Buch: Java ist auch eine Insel

Java ist auch eine Insel
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Rheinwerk Computing
ISBN 978-3-8362-1506-0
Pfeil 19 Grafische Oberflächen mit Swing
  Pfeil 19.1 Das Abstract Window Toolkit und Swing
    Pfeil 19.1.1 SwingSet-Demos
    Pfeil 19.1.2 Abstract Window Toolkit (AWT)
    Pfeil 19.1.3 Java Foundation Classes
    Pfeil 19.1.4 Was Swing von AWT unterscheidet
  Pfeil 19.2 Mit NetBeans zur ersten Oberfläche
    Pfeil 19.2.1 Projekt anlegen
    Pfeil 19.2.2 Gui-Klasse hinzufügen
    Pfeil 19.2.3 Programm starten
    Pfeil 19.2.4 Grafische Oberfläche aufbauen
    Pfeil 19.2.5 Swing-Komponenten-Klassen
    Pfeil 19.2.6 Funktionalität geben
  Pfeil 19.3 Fenster unter grafischen Oberflächen
    Pfeil 19.3.1 Swing-Fenster mit javax.swing.JFrame darstellen
    Pfeil 19.3.2 Fenster schließbar machen – setDefaultCloseOperation()
    Pfeil 19.3.3 Sichtbarkeit des Fensters
    Pfeil 19.3.4 Größe und Position des Fensters verändern
    Pfeil 19.3.5 Fenster- und Dialog-Dekoration, Transparenz *
    Pfeil 19.3.6 Dynamisches Layout während einer Größenänderung *
  Pfeil 19.4 Beschriftungen (JLabel)
    Pfeil 19.4.1 Mehrzeiliger Text, HTML in der Darstellung
  Pfeil 19.5 Icon und ImageIcon für Bilder auf Swing-Komponenten
    Pfeil 19.5.1 Die Klasse ImageIcon
    Pfeil 19.5.2 Die Schnittstelle Icon und eigene Icons *
  Pfeil 19.6 Es tut sich was – Ereignisse beim AWT
    Pfeil 19.6.1 Swings Ereignisquellen und Horcher (Listener)
    Pfeil 19.6.2 Listener implementieren
    Pfeil 19.6.3 Listener bei dem Ereignisauslöser anmelden/abmelden
    Pfeil 19.6.4 Aufrufen der Listener im AWT-Event-Thread
    Pfeil 19.6.5 Adapterklassen nutzen
    Pfeil 19.6.6 Innere Mitgliedsklassen und innere anonyme Klassen
    Pfeil 19.6.7 Ereignisse etwas genauer betrachtet *
  Pfeil 19.7 Schaltflächen
    Pfeil 19.7.1 Normale Schaltflächen (JButton)
    Pfeil 19.7.2 Der aufmerksame »ActionListener«
    Pfeil 19.7.3 Schaltflächen-Ereignisse vom Typ »ActionEvent«
    Pfeil 19.7.4 Basisklasse »AbstractButton«
    Pfeil 19.7.5 Wechselknopf (JToggleButton)
  Pfeil 19.8 Swing Action *
  Pfeil 19.9 JComponent und Component als Basis aller Komponenten
    Pfeil 19.9.1 Hinzufügen von Komponenten
    Pfeil 19.9.2 Tooltips (Kurzhinweise)
    Pfeil 19.9.3 Rahmen (Border) *
    Pfeil 19.9.4 Fokus und Navigation *
    Pfeil 19.9.5 Ereignisse jeder Komponente *
    Pfeil 19.9.6 Die Größe und Position einer Komponente *
    Pfeil 19.9.7 Komponenten-Ereignisse *
    Pfeil 19.9.8 Undurchsichtige (opake) Komponente *
    Pfeil 19.9.9 Properties und Listener für Änderungen *
  Pfeil 19.10 Container
    Pfeil 19.10.1 Standardcontainer (JPanel)
    Pfeil 19.10.2 Bereich mit automatischen Rollbalken (JScrollPane)
    Pfeil 19.10.3 Reiter (JTabbedPane)
    Pfeil 19.10.4 Teilungs-Komponente (JSplitPane)
  Pfeil 19.11 Alles Auslegungssache: die Layoutmanager
    Pfeil 19.11.1 Übersicht über Layoutmanager
    Pfeil 19.11.2 Zuweisen eines Layoutmanagers
    Pfeil 19.11.3 Im Fluss mit FlowLayout
    Pfeil 19.11.4 BoxLayout
    Pfeil 19.11.5 Mit BorderLayout in alle Himmelsrichtungen
    Pfeil 19.11.6 Rasteranordnung mit GridLayout
    Pfeil 19.11.7 Der GridBagLayoutmanager *
    Pfeil 19.11.8 Null-Layout *
    Pfeil 19.11.9 Weitere Layoutmanager
  Pfeil 19.12 Rollbalken und Schieberegler
    Pfeil 19.12.1 Schieberegler (JSlider)
    Pfeil 19.12.2 Rollbalken (JScrollBar) *
  Pfeil 19.13 Kontrollfelder, Optionsfelder, Kontrollfeldgruppen
    Pfeil 19.13.1 Kontrollfelder (JCheckBox)
    Pfeil 19.13.2 ItemSelectable, ItemListener und das ItemEvent
    Pfeil 19.13.3 Sich gegenseitig ausschließende Optionen (JRadioButton)
  Pfeil 19.14 Fortschritte bei Operationen überwachen *
    Pfeil 19.14.1 Fortschrittsbalken (JProgressBar)
    Pfeil 19.14.2 Dialog mit Fortschrittsanzeige (ProgressMonitor)
  Pfeil 19.15 Menüs und Symbolleisten
    Pfeil 19.15.1 Die Menüleisten und die Einträge
    Pfeil 19.15.2 Menüeinträge definieren
    Pfeil 19.15.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben
    Pfeil 19.15.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut
    Pfeil 19.15.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)
    Pfeil 19.15.6 Tastenkürzel (Mnemonics)
    Pfeil 19.15.7 Symbolleisten alias Toolbars
    Pfeil 19.15.8 Popup-Menüs
  Pfeil 19.16 Das Model-View-Controller-Konzept
  Pfeil 19.17 Auswahlmenüs, Listen und Spinner
    Pfeil 19.17.1 Auswahlmenü (JComboBox)
    Pfeil 19.17.2 Zuordnung einer Taste mit einem Eintrag *
    Pfeil 19.17.3 Datumsauswahl
    Pfeil 19.17.4 Listen (JList)
    Pfeil 19.17.5 Drehfeld (JSpinner) *
  Pfeil 19.18 Textkomponenten
    Pfeil 19.18.1 Text in einer Eingabezeile
    Pfeil 19.18.2 Die Oberklasse der Text-Komponenten (JTextComponent)
    Pfeil 19.18.3 Geschützte Eingaben (JPasswordField)
    Pfeil 19.18.4 Validierende Eingabefelder (JFormattedTextField)
    Pfeil 19.18.5 Einfache mehrzeilige Textfelder (JTextArea)
    Pfeil 19.18.6 Editor-Klasse (JEditorPane) *
  Pfeil 19.19 Tabellen (JTable)
    Pfeil 19.19.1 Ein eigenes Tabellen-Model
    Pfeil 19.19.2 Basisklasse für eigene Modelle (AbstractTableModel)
    Pfeil 19.19.3 Vorgefertigtes Standard-Modell (DefaultTableModel)
    Pfeil 19.19.4 Ein eigener Renderer für Tabellen
    Pfeil 19.19.5 Zell-Editoren
    Pfeil 19.19.6 Größe und Umrandung der Zellen *
    Pfeil 19.19.7 Spalteninformationen*
    Pfeil 19.19.8 Tabellenkopf von Swing-Tabellen *
    Pfeil 19.19.9 Selektionen einer Tabelle *
    Pfeil 19.19.10 Automatisches Sortieren und Filtern mit RowSorter *
  Pfeil 19.20 Bäume (JTree)
    Pfeil 19.20.1 JTree und sein TreeModel und TreeNode
    Pfeil 19.20.2 Selektionen bemerken
    Pfeil 19.20.3 Das TreeModel von JTree *
  Pfeil 19.21 JRootPane und JDesktopPane *
    Pfeil 19.21.1 Wurzelkomponente der Top-Level-Komponenten (JRootPane)
    Pfeil 19.21.2 JDesktopPane und die Kinder JInternalFrame
    Pfeil 19.21.3 JLayeredPane
  Pfeil 19.22 Dialoge und Window-Objekte
    Pfeil 19.22.1 JWindow und JDialog
    Pfeil 19.22.2 Modal oder nicht-modal
    Pfeil 19.22.3 Standarddialoge mit JOptionPane
    Pfeil 19.22.4 Der Dateiauswahldialog
    Pfeil 19.22.5 Der Farbauswahldialog JColorChooser *
  Pfeil 19.23 Flexibles Java-Look-and-Feel
    Pfeil 19.23.1 Look and Feel global setzen
    Pfeil 19.23.2 UIManager
    Pfeil 19.23.3 Windowsoptik mit JGoodies Looks verbessern *
  Pfeil 19.24 Swing-Komponenten neu erstellen oder verändern *
  Pfeil 19.25 Die Zwischenablage (Clipboard)
    Pfeil 19.25.1 Clipboard-Objekte
    Pfeil 19.25.2 Auf den Inhalt zugreifen mit »Transferable«
    Pfeil 19.25.3 DataFlavor ist das Format der Daten in der Zwischenablage
    Pfeil 19.25.4 Einfügungen in der Zwischenablage erkennen
    Pfeil 19.25.5 Drag
  Pfeil 19.26 AWT, Swing und die Threads
    Pfeil 19.26.1 Ereignisschlange (EventQueue) und AWT-Event-Thread
    Pfeil 19.26.2 Swing ist nicht thread-sicher
    Pfeil 19.26.3 »invokeLater()« und »invokeAndWait()«
    Pfeil 19.26.4 SwingWorker
    Pfeil 19.26.5 Eigene Ereignisse in die Queue setzen *
    Pfeil 19.26.6 Auf alle Ereignisse hören *
  Pfeil 19.27 Barrierefreiheit mit der Java Accessibility API
  Pfeil 19.28 Zeitliches Ausführen mit dem javax.swing.Timer
  Pfeil 19.29 Zum Weiterlesen


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19.15 Menüs und Symbolleisten  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Menüs lassen sich in Fenstermenüs, die immer mit einem Fenster verbunden sind, oder Popup-Menüs einteilen, die an bestimmten Stellen auftauchen und an keine feste Stelle gebunden sind. An diesem Punkt ist ein Unterschied in den Fensterarchitekturen zu verzeichnen: Während bei den meisten Windows-Systemen die Menüs Teil des Fensterrahmens sind, befinden sich die Menüeinträge beim Macintosh immer am oberen Bildschirmrand. Dies bedeutet auch, dass beim Mac jede Anwendung die Menüleiste quasi austauscht, während unter Windows jedes Programm über seine eigene Menüleiste verfügt und problemlos mehrere verschiedene Programme mit verschiedenen Menüleisten nebeneinander laufen können. Inzwischen macht sich aber eine neue Tendenz bei den Menüleisten bemerkbar: der Weg von den fest verankerten Menüpunkten hin zur flexiblen Anordnung am Fensterrahmen oder als eigenes Fenster. Die Menüs sind somit beweglich geworden, und die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Art der Menüs weiter verbreitet.


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19.15.1 Die Menüleisten und die Einträge  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Der Menübalken nimmt Menüeinträge auf und dient als Container für weitere Menüs. Er sitzt auf einem Top-Level-Container außerhalb der Content-Pane. Ein Menü enthält Einträge (engl. items), die eine Aktion auslösen. Jeder Eintrag kann weitere Einträge enthalten. Diese werden dann Untermenü (engl. submenu) genannt.

Zunächst müssen wir einen Menübalken erzeugen. Dazu dient die Klasse JMenuBar. Die Einträge erzeugen wir mit der Klasse JMenu.


Beispiel Erzeuge eine Menüzeile mit einem Menü. Hänge die Menüzeile an ein Fenster f:

Listing 19.27  JMenuDemo.java, Ausschnitt

JMenuBar menuBar = new JMenuBar();
JMenu fileMenu = new JMenu( "Datei" );
menuBar.add( fileMenu );
f.setJMenuBar( menuBar );

Die add()-Methode der Klasse JMenuBar fügt der Menüzeile einen Eintrag hinzu. Dieser befindet sich dann direkt unter dem Titel des Fensters und ist immer sichtbar. setJMenuBar(), eine Methode von JFrame, weist den Menübalken einem Fenster zu. Auch Applets können unter Swing einen Menübalken besitzen – eine Fähigkeit, die Applets unter dem AWT versagt blieb.


class javax.swing.JMenuBar
extends JComponent
implements Accessible, MenuElement

  • JMenuBar() Erzeugt eine neue vertikale Menüleiste.
  • JMenu add( JMenu c ) Fügt der Menüleiste einen Menüeintrag am Ende hinzu.
  • int getMenuCount() Liefert die Anzahl der Menüeinträge.

class javax.swing.JMenu
extends JMenuItem
implements Accessible, MenuElement

  • JMenu( String s ) Erzeugt einen Menüeintrag mit einem bestimmten Text. Das Menü kann nicht abgezogen werden (kein Tear-off-Menü).
  • JMenu() Erzeugt einen Menüeintrag ohne Text (kein Tear-off-Menü).
  • JMenu( String s, boolean b ) Erzeugt ein Menu-Objekt mit gesetztem Namen, das durch den booleschen Parameter gesteuert abziehbar ist (Tear-off-Menü). Diese Möglichkeit muss nicht in jeder Implementierung gegeben sein.

class javax.swing.JFrame
extends Frame
implements WindowConstants, Accessible, RootPaneContainer

  • void setJMenuBar( JMenuBar menubar ) Setzt die Menüleiste des Fensters.

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19.15.2 Menüeinträge definieren  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Auf jedem horizontalen Eintrag der Menüzeile, den JMenu-Objekten, lassen sich mit add() die vertikalen Elemente hinzufügen. Der Parametertyp ist JMenuItem und umfasst damit:

  • JMenuItem als direkte Menüelemente, die den typischen Schaltflächen entsprechen
  • JMenu als Unterklasse von JMenuItem für Untermenüs
  • JCheckBoxMenuItem und JRadioButtonMenuItem sind ebenfalls zwei Unterklassen von JMenuItem, die einen angewählten Status anzeigen.

Tipp Hierarchische Menüs dürfen nur für wenig gebrauchte Operationen benutzt werden. Dies gilt noch mehr für Popup-Menüs.



Beispiel Erzeuge ein neues Menü-Element für die Hilfe und hänge ihm einen Eintrag an:

Listing 19.28  JMenuDemo.java, Ausschnitt

JMenu helpMenu = new JMenu( "Hilfe" );
menuBar.add( helpMenu );
helpMenu.add( new JMenuItem("Über das Programm") );

Im Beispiel erzeugt ein mit einem String parametrisierter Konstruktor das JMenuItem und bestimmt auf diese Weise den Namen der Schaltfläche. Die Klasse bietet jedoch außerdem überladene Konstruktoren, die an JButton erinnern – kein Wunder, da JMenuItem eine Unterklasse von AbstractButton ist.


class javax.swing.JMenu
extends JMenuItem
implements Accessible, MenuElement

  • MenuItem add( JMenuItem menuItem )
  • MenuItem add( String s ) Fügt dem Menüeintrag ein neues Element hinzu.
  • void addSeparator() Fügt eine Menütrennlinie ein.

class javax.swing.JMenuItem
extends AbstractButton
implements Accessible, MenuElement

  • JMenuItem() Erzeugt ein MenuItem ohne Text und Bild.
  • JMenuItem( String text ) Erzeugt einen neuen Eintrag mit Text.
  • JMenuItem( Icon icon ) Erzeugt einen neuen Eintrag mit Bild.
  • JMenuItem( String text, Icon icon ) Erzeugt einen neuen Eintrag mit vorgeschriebenem Text und Bild.
  • JMenuItem( String text, int mnemonic ) Erzeugt MenuItem mit Text und Mnemonic.
  • void setEnabled( boolean b ) Aktiviert oder deaktiviert den Menüeintrag.
  • void setText( String text ) Setzt den Text des Eintrags. Die Methode wird von AbstractButton geerbt.

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19.15.3 Einträge durch Action-Objekte beschreiben  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Menüeinträge lassen sich sehr gut mit Action-Objekten beschreiben, unter anderem deswegen, weil einige Operationen auch über die Symbolleiste aktiviert werden und dahinter der gleiche Programmcode sowie die gleichen Tooltips und Icons stehen. In unserem Menü-Beispiel sieht ein Action-Objekt für den Menü-Eintrag DateiBeenden am Menü fileMenu so aus:

Listing 19.29  JMenuDemo.java, Ausschnitt

Action exitAction = new AbstractAction( "Beenden" ) {
  public void actionPerformed( ActionEvent e ) {
    System.exit( 0 );
  }
};
fileMenu.add( exitAction );

Der mit einem String parametrisierte Konstruktor von AbstractAction setzt direkt das Property »name«.

Icons in Menüs und Symbolleisten

Das Setzen von Icons übernehmen zwei Properties: SMALL_ICON und LARGE_ICON_KEY. Swing wählt für den passenden Fall das richtige Icon: für Menüs das kleinere SMALL_ICON und für Symbolleisten das LARGE_ICON_KEY.


Beispiel Die Properties eines Action-Objekts für die Öffnen-Aktion:

Listing 19.30  JMenuDemo.java, Ausschnitt

final Icon smallIcon = new ImageIcon(JMenuDemo.class.getResource( Umbruch
  "/images/fileopen16x16.png") );
final Icon largeIcon = new ImageIcon(JMenuDemo.class.getResource( Umbruch
  "/images/fileopen22x22.png") );

Action openAction = new AbstractAction() {
  { putValue( Action.NAME, "Öffnen" );
    putValue( Action.DISPLAYED_MNEMONIC_INDEX_KEY, 1 );
    putValue( Action.SMALL_ICON,     smallIcon );
    putValue( Action.LARGE_ICON_KEY, largeIcon ); }
  public void actionPerformed( ActionEvent e ) {
    System.out.println( "Öffnen..." );
  }
};


Tipp Die Ellipse »...« hinter dem Menüeintrag deutet an, dass der Benutzer einen Dialog erhält, bevor er eine Aktion auslöst.



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19.15.4 Mit der Tastatur: Mnemonics und Shortcut  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Auswahl der Menüpunkte über die Maus ist nicht die schnellste (und gesündeste) [http://de.wikipedia.org/wiki/Mausarm ] , weil der Benutzer von der Tastatur auf die Maus übergehen muss, die Auswahl trifft und dann wieder zurück zur Tastatur geht. Dies ist ein Kontextwechsel, der Zeit kostet. Besser – und für Behinderte von großem Vorteil – ist die zusätzliche Möglichkeit der Menüauswahl über die Tastatur. Dazu definieren Swing und die meisten grafischen Oberflächen zwei unterschiedliche Techniken:

  • Tastatur-Shortcuts werden auch Accelerators genannt und definieren Tastenkombinationen, mit denen sich Aktionen direkt ausführen lassen. Die Tastatur-Shortcuts werden immer mit einer Steuerungstaste (üblich ist Strg ) und einem anderen Buchstaben aktiviert. Eine Abkürzung zum Markieren des gesamten Textes kann zum Beispiel Strg + A sein, zum Speichern des Textes Strg + S . Shortcuts beschleunigen die Arbeit ungemein und sollten für häufig benötigte Aktionen immer vergeben werden. Die Funktionstaste F1 zählt auch zu den Tastatur-Shortcuts.
  • Tastenkürzel, auch Mnemonics genannt. Sie gibt es bei allen Schaltflächen, also auch bei Menüs. Dabei ist ein Buchstabe unterstrichen, zum Beispiel in »Alles markieren«. Bei geöffnetem Menü aktiviert ein Druck auf die Taste A dann den Menüpunkt. Die Hauptmenüpunkte werden unter Windows mit der Metataste Alt angezeigt. Möchten wir etwa das Menü unter Datei öffnen, so drücken wir Alt + D .

Zwei Arten der Zuweisung

Für die Zuweisung eines Accelerators und von Mnemonics gibt es zwei Möglichkeiten: Einmal das Action-Objekt – mit den Möglichkeiten wie oben beschrieben – oder über Setter vom JMenuItem.


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19.15.5 Der Tastatur-Shortcut (Accelerator)  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Methode setAccelerator() verbindet ein JMenuItem (bzw. den Unterklassen JCheckBoxMenuItem, JRadioButtonMenuItem) mit einem Accelerator. Ein Argument der Methode ist ein KeyStroke-Objekt, das das Tastenkürzel beschreibt.


Beispiel Definiere für einen Menüeintrag item die Abkürzung Strg + C :

item.setAccelerator(
  KeyStroke.getKeyStroke( 'C', InputEvent.CTRL_DOWN_MASK )
);

Die Klasse KeyStroke deklariert keine Konstruktoren, nur einige Fabrikmethoden, die KeyStroke-Objekte zurückliefern. Neben den normalen Zeichen können auch andere Zeichen – zum Beispiel die Funktionstasten – Aktionen auslösen. Die Taste F1 ist oft mit einer Hilfe verbunden.


class javax.swing.KeyStroke
extends AWTKeyStroke

  • static KeyStroke getKeyStroke( char keyChar ) Erzeugt ein KeyStroke-Objekt mit dem definierten Zeichen.
  • static KeyStroke getKeyStroke( int keyCode, int modifiers ) Erzeugt ein KeyStroke-Objekt mit dem definierten Zeichen und gegebenen Modifizierern. Dafür deklariert die Klasse java.awt.event.InputEvent die Konstanten SHIFT_MASK, CTRL_MASK, META_MASK und ALT_MASK.
  • static KeyStroke getKeyStroke( String s ) Parst s und liefert einen String zurück. Der String beschreibt die Tastenkombination. Der allgemeine Aufbau ist <modifiers>* (<typedID> | <pressedReleasedID>). Zu den Modifizierer-Strings zählen shift, control, ctrl, meta, alt, button1, button2 und button3. So ist zum Beispiel die Zeichenkette »control DELETE« gleichwertig mit getKeyStroke(KeyEvent.VK_DELETE, InputEvent.CTRL_DOWN_MASK) und »alt shift Q« gleichwertig mit getKeyStroke(KeyEvent.VK_Q, InputEvent.ALT_DOWN_MASK | InputEvent.SHIFT_DOWN_ MASK).

class javax.swing.JMenuItem
extends AbstractButton
implements Accessible, MenuElement

  • void setAccelerator( KeyStroke keyStroke ) Setzt einen neuen Accelerator.
  • KeyStroke getAccelerator() Liefert den aktuell zugewiesenen KeyStroke, der als Accelerator eingetragen ist.

Hinweis Ein JMenu ist Unterklasse von JMenuItem und erbt daher die Methode setAccelerator(). Da jedoch ein JMenu kein Accelerator besitzen kann, löst die Methode einen Fehler aus. Nur Mnemonics sind möglich.


Standards wahren

Auf keinen Fall dürfen wir es versäumen, uns an die Vorgaben und Normen bei der Wahl der Shortcuts zu halten. Es ist unsinnig, sich neue Tastatur-Shortcuts zu überlegen, die entgegen allen Erwartungen funktionieren. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Styleguides eingebürgert: So wird beispielsweise für »Datei öffnen« der Shortcut Strg + O verwendet und nicht etwa Strg + C , der eine getätigte Selektion in die Zwischenablage (engl. clipboard) kopiert. Die folgende Tabelle listet einige Shortcuts auf:


Tabelle 19.7  Gängige Shortcuts

Sequenz Bedeutung

Strg + N

neue Datei

Strg + O

Datei öffnen

Strg + S

Datei speichern

Strg + P

drucken

Strg + C

Selektion in die Zwischenablage

Strg + V

aus der Zwischenablage einfügen

Strg + X

Selektion ausschneiden und in die Zwischenablage legen

Strg + F

suchen

F1

Hilfe

F5

Darstellung aktualisieren

Entf

selektiertes Element löschen



Tipp Der Benutzer sollte alle Shortcuts ändern können – der Designer gibt lediglich Standardwerte vor. Diese vorgegebenen Werte sollten aber nicht einfach das Alphabet durchwandern.



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19.15.6 Tastenkürzel (Mnemonics)  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Neben den Shortcuts gibt es die unterstrichenen Buchstaben bei Beschriftungen: die Mnemonics. Sie werden einfach mit der Methode setMnemonic(char) gesetzt. Da Menüs spezielle Schaltflächen sind, wird auch die Methode von AbstractButton geerbt.


abstract class javax.swing.AbstractButton
extends JComponent
implements ItemSelectable, SwingConstants

  • void setMnemonic( int mnemonic ) Setzt ein Tastatur-Mnemonic.
  • int getMnemonic() Liefert den gesetzten Mnemonic.

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19.15.7 Symbolleisten alias Toolbars  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit der Klasse JToolBar, die unter dem AWT keine Entsprechung besitzt, lassen sich Symbolleisten erstellen. Diese Symbolleisten enhalten häufig eine Menge an Schaltflächen, die horizontal oder vertikal angeordnet sein dürfen. Für die JToolBar-Klasse ist dies aber unerheblich, da sie beliebige Swing-Komponenten annimmt. Schöner sieht es jedoch aus, wenn alle Komponenten die gleiche Größe aufweisen.

Für die JToolBar wollen wir unser Programm JMenuDemo vervollständigen. Es soll die Möglichkeit bieten, eine Datei zu öffnen und in einem Textbereich anzuzeigen:

Listing 19.31  com/tutego/insel/ui/swing/JMenuDemo.java

package com.tutego.insel.ui.swing;

import java.awt.BorderLayout;
import java.awt.event.ActionEvent;
import java.io.FileReader;
import java.io.IOException;

import javax.swing.*;

public class JMenuDemo
{
  public static void main( String[] args )
  {
    JFrame f = new JFrame();
    f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE );
    f.setSize( 300, 200 );

    final JTextArea textArea = new JTextArea();
    f.add( new JScrollPane(textArea) );

    JMenuBar menuBar = new JMenuBar();
    JMenu fileMenu = new JMenu( "Datei" );
    menuBar.add( fileMenu );
    JMenu helpMenu = new JMenu( "Hilfe" );
    menuBar.add( helpMenu );
    f.setJMenuBar( menuBar );
    helpMenu.add( new JMenuItem("Über das Programm") );

    final Icon smallIcon = new ImageIcon(
                             JMenuDemo.class.getResource("/images/fileopen16x16.png") );
    final Icon largeIcon = new ImageIcon(
                             JMenuDemo.class.getResource("/images/fileopen22x22.png") );

    Action openAction = new AbstractAction() {
      { putValue( Action.NAME,                         "Öffnen" );
        putValue( Action.DISPLAYED_MNEMONIC_INDEX_KEY, 1 );
        putValue( Action.SMALL_ICON,                   smallIcon );
        putValue( Action.LARGE_ICON_KEY,               largeIcon );
      }
      @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) {
        JFileChooser fileChooser = new JFileChooser();
        if ( fileChooser.showOpenDialog( null ) == JFileChooser.APPROVE_OPTION )
        {
          FileReader in = null;
          try {
            textArea.read( in = new FileReader( fileChooser.getSelectedFile() ), null );
          }
          catch ( IOException ex ) {
            textArea.setText( ex.getMessage() );
          }
          finally {
            try { in.close(); } catch ( Exception ex ) { }
          }
        }
      }
    };

    fileMenu.add( openAction );
    fileMenu.addSeparator();

    fileMenu.add( new AbstractAction() {
      { putValue( Action.NAME, "Beenden" );
        putValue( Action.DISPLAYED_MNEMONIC_INDEX_KEY, 0 );
      }
      @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) {
        System.exit( 0 );
      }
    } );

    JToolBar toolbar = new JToolBar();
    toolbar.add( openAction );
    f.add( toolbar, BorderLayout.PAGE_START );
    f.setVisible( true );
  }
}

Hinweis Das Laden eines Textes sollte in einem Hintergrund-Thread geschehen, um den AWT-Event-Thread nicht zu blockieren. Das zeigt das Beispiel aufgrund der Kürze nicht, wird jedoch in Abschnitt 19.26, »AWT, Swing und die Threads«, näher beleuchtet.


Der Benutzer kann die Symbolleisten frei verschieben. Dann erscheinen die aufgenommenen Komponenten in einem eigenen Fenster mit einem Titel, der sich im Konstruktor festlegen lässt. Diese Eigenschaft kann mit der Methode setFloatable(false) aber ausgeschaltet werden. Das kleine Fenster ist schwergewichtig.


class javax.swing.JToolBar
extends JComponent
implements SwingConstants, Accessible

  • JToolBar() Erstellt eine neue horizontale Toolbar.
  • JToolBar( String name ) Erstellt eine neue Toolbar, die einen Namen in der Titelleiste anzeigt, wenn die Toolbar als Fenster dargestellt wird.
  • JToolBar( String name, int orientation ) Erstellt eine neue Toolbar mit Namen und Orientierung (entweder JToolBar.HORIZONTAL oder VERTICAL).

Aus der Oberklasse Container erben wir die Möglichkeit, mittels add() Elemente aufzunehmen. Dennoch kommen weitere Methoden hinzu. Zu ihnen zählen:

  • void addSeparator(), void addSeparator( Dimension d ) Fügt einen Freiraum ein. Bei der parameterlosen Variante bestimmt das aktuelle Look & Feel das Aussehen.
  • void setRollover( boolean rollover ) Stellt die Elemente mit einem Roll-over-Effekt dar. Die Methode getRollover() erfragt diesen Zustand.
  • void setFloatable( boolean f ) Lässt sich die Toolbar zu einem Fenster abreißen? Standardmäßig ja. getFloatable() erfragt das Flag. Dazu muss die Komponente allerdings in einem Container liegen, der BorderLayout nutzt.

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19.15.8 Popup-Menüs  topZur vorigen Überschrift

Popup-Menüs sind nicht wie normale Menüs an eine bestimmte Position gebunden, sondern tauchen meistens dort auf, wo der Benutzer mit der rechten Maustaste geklickt hat. Eine andere häufig gebrauchte Bezeichnung ist Kontextmenü, weil das Menü je nach dem Kontext, in dem es aufgerufen wird, verschiedene Einträge besitzt. Ein Beispiel sind grafische Oberflächen. Wenn wir dort auf einer Datei das Kontextmenü bemühen, findet sich ein Eintrag wie »Öffnen« und »Bearbeiten«. Auf einem Verzeichnis fehlen jedoch solche Bearbeitungsmöglichkeiten.


Tipp Popup-Menüs sollen die Navigation erleichtern, deshalb sollten sie nicht zu lang sein oder zu viele Ebenen besitzen. Gleiches gilt übrigens für die Menüstruktur. Wenn es mehr als drei Ebenen werden, sollte über eine Neugestaltung nachgedacht werden. Wenn der Benutzer am unteren Rand ist, so ist nicht abzuschätzen, wo die Auswahlliste angezeigt wird.


Abbildung 19.17  Ein Popup-Menü auf einem Textfeld

Popup-Menüs (JPopupMenu)

Für Popup-Menüs ist die Klasse JPopupMenu zuständig. Beim AWT ist es die Klasse java.awt.PopupMenu. JPopupMenu ist eine normale JComponent, während PopupMenu eine Unterklasse von java.awt.Menu ist.

Popup-Menüs unterscheiden sich vom Aufbau her nicht von normalen Menüs. Die Menüeinträge vom Typ JMenuItem sowie Trennlinien werden wie bekannt eingefügt.


Beispiel Erzeuge ein Popup-Menü mit zwei Einträgen:

JPopupMenu popmen = new JPopupMenu();
JMenuItem menu1 = new JMenuItem( "Eintrag 1");
popmen.add( menu1 );
popmen.add( new JMenuItem("Eintrag 2") );

Ein Popup-Menü wird mit der Methode add() einer Komponente hinzugefügt, doch springt es beim Mausklick nicht selbstständig auf. Wir müssen selbst auf das Mausereignis hören und eigenständig das Menü mit der show()-Methode aufspringen lassen – daher der Name »Popup«. Der Methode müssen die Komponente, auf der das Menü aufspringen soll, und die Koordinaten übergeben werden.


Beispiel Die Maustaste für das Kontextmenü kann jedes System unterschiedlich definieren, und der Benutzer kann diese Einstellung auch umdefinieren. Das MouseEvent aus dem Ereignis bietet über isPopupTrigger() aber die Information, ob die Maustaste aktiviert wurde, mit der im Allgemeinen das Popup-Menü erscheint. Die Anzeige erfolgt mit show():

addMouseListener( new MouseAdapter()
{
  public void mouseReleased( MouseEvent me ) {
    if ( me.isPopupTrigger() )
      popmen.show( me.getComponent(), me.getX(), me.getY() );
  }
} );


class javax.swing.JPopupMenu
extends JComponent
implements Accessible, MenuElement

  • JPopupMenu() Erzeugt ein Popup-Menü.
  • JMenuItem add( String s), JMenuItem add( JMenuItem menuItem ) Fügt dem Popup-Menü einen Eintrag hinzu.
  • void addSeparator() Fügt einen Trenner hinzu.
  • void show( Component invoker, int x, int y ) Lässt das PopupMenu auf der Komponente invoker an der Position x, y aufspringen.

Ein allgemeiner Listener

Es wäre praktisch, wenn Swing eine Standard-Implementierung mitbrächte, die aufgrund eines Mausklicks gleich ein Popup-Menü öffnet, doch leider müssen wir eine solche kleine Klasse selbst schreiben:

Listing 19.32  com/tutego/insel/ui/swing/PopupMenuMouseListener.java

package com.tutego.insel.ui.swing;

import java.awt.event.*;
import javax.swing.JPopupMenu;

public class PopupMenuMouseListener extends MouseAdapter
{
  private final JPopupMenu popmen;

  public PopupMenuMouseListener( JPopupMenu popmen )
  {
    this.popmen = popmen;
  }

  @Override public void mouseReleased( MouseEvent me ) {
    if ( me.isPopupTrigger() )
      popmen.show( me.getComponent(), me.getX(), me.getY() );
  }
}

Unser PopupMenuMouseListener erweitert einen MouseAdapter und prüft in der überschriebenen Methode mouseReleased(), ob die richtige Maustaste gedrückt wurde. Wenn sie gedrückt wurde, öffnet show() das Popup-Menü (es gibt bereits eine Schnittstelle PopupMenuListener, die jedoch für das Popup einer JComboBox bestimmt ist).

Beispiel für ein JPopupMenu

Wir wollen nun ein Beispiel implementieren, das ein Popup-Menü anzeigt. Das Programm soll bei der Auswahl eines Elements den Menüeintrag in ein Textfeld schreiben:

Listing 19.33  com/tutego/insel/ui/swing/JPopupMenuDemo.java

package com.tutego.insel.ui.swing;

import java.awt.event.*;
import javax.swing.*;

public class JPopupMenuDemo
{
  public static void main( String[] args )
  {
    JFrame f = new JFrame();
    f.setDefaultCloseOperation( JFrame.EXIT_ON_CLOSE );

    final JPopupMenu popmen = new JPopupMenu();
    final JTextArea textArea = new JTextArea();

    f.add( new JScrollPane(textArea) );

    popmen.add( new JMenuItem( "Kompaktstaubsauger" ) );
    popmen.addSeparator();

Der erste Eintrag im Menü ist eine Überschrift ohne verbundenen Listener. Dann sollen einige Einträge in das Popup-Menü folgen; eine Swing-Action enthält den Listener und den Anzeigetext. Damit reagieren wir auf die Ereignisse, wenn der Benutzer einen Eintrag im Menü auswählt.

    for ( String s : ("AEG Vampyrino SX,Electrolux Clario Z 1941," +
                     "Quelle Privileg Piccolino,Siemens Super T120VS12A00," +
                     "Hoover Micro Power Electronic,Rowenta dymbo").split(",") )
    {
      popmen.add( new AbstractAction(s) {
        @Override public void actionPerformed( ActionEvent e ) {
          textArea.append( e.getActionCommand() + "\n" );
        }
      } );
    }

Der letzte Schritt besteht nun darin, der JTextArea einen Listener mitzugeben, der auf die Maustaste hört, damit das Kontextmenü aufgerufen werden kann. Mit unserem PopupMenuMouseListener ist das ein Einzeiler:

    textArea.addMouseListener( new PopupMenuMouseListener(popmen) );

    f.setSize( 300, 300 );
    f.setVisible( true );
  }
}

Tipp Popup-Menüs sollten einen ersten nicht selektierbaren Eintrag besitzen. Dies macht die Auswahl nicht wesentlich langsamer, ermöglicht aber das Abbrechen einer Operation auf einfachere Weise.




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