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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Imperative Sprachkonzepte
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Eigene Klassen schreiben
6 Exceptions
7 Äußere.innere Klassen
8 Besondere Klassen der Java SE
9 Generics<T>
10 Architektur, Design und angewandte Objektorientierung
11 Die Klassenbibliothek
12 Einführung in die nebenläufige Programmierung
13 Einführung in Datenstrukturen und Algorithmen
14 Einführung in grafische Oberflächen
15 Einführung in Dateien und Datenströme
16 Einführung in die <XML>-Verarbeitung mit Java
17 Einführung ins Datenbankmanagement mit JDBC
18 Bits und Bytes und Mathematisches
19 Die Werkzeuge des JDK
A Die Klassenbibliothek
Stichwort

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Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom
Das umfassende Handbuch
Buch: Java ist auch eine Insel

Java ist auch eine Insel
Galileo Computing
1308 S., 10., aktualisierte Auflage, geb., mit DVD
ca. 49,90 Euro, ISBN 978-3-8362-1802-3
Pfeil 3 Klassen und Objekte
Pfeil 3.1 Objektorientierte Programmierung (OOP)
Pfeil 3.1.1 Warum überhaupt OOP?
Pfeil 3.1.2 Denk ich an Java, denk ich an Wiederverwendbarkeit
Pfeil 3.2 Eigenschaften einer Klasse
Pfeil 3.2.1 Die Klasse Point
Pfeil 3.3 Die UML (Unified Modeling Language) *
Pfeil 3.3.1 Hintergrund und Geschichte der UML
Pfeil 3.3.2 Wichtige Diagrammtypen der UML
Pfeil 3.3.3 UML-Werkzeuge
Pfeil 3.4 Neue Objekte erzeugen
Pfeil 3.4.1 Ein Exemplar einer Klasse mit dem new-Operator anlegen
Pfeil 3.4.2 Garbage-Collector (GC) – Es ist dann mal weg
Pfeil 3.4.3 Deklarieren von Referenzvariablen
Pfeil 3.4.4 Zugriff auf Objektattribute und -methoden mit dem ».«
Pfeil 3.4.5 Überblick über Point-Methoden
Pfeil 3.4.6 Konstruktoren nutzen
Pfeil 3.5 ZZZZZnake
Pfeil 3.6 Kompilationseinheiten, Imports und Pakete schnüren
Pfeil 3.6.1 Volle Qualifizierung und import-Deklaration
Pfeil 3.6.2 Mit import p1.p2.* alle Typen eines Pakets erreichen
Pfeil 3.6.3 Hierarchische Strukturen über Pakete
Pfeil 3.6.4 Die package-Deklaration
Pfeil 3.6.5 Unbenanntes Paket (default package)
Pfeil 3.6.6 Klassen mit gleichen Namen in unterschiedlichen Paketen *
Pfeil 3.6.7 Compilationseinheit (Compilation Unit)
Pfeil 3.6.8 Statischer Import *
Pfeil 3.6.9 Eine Verzeichnisstruktur für eigene Projekte *
Pfeil 3.7 Mit Referenzen arbeiten, Identität und Gleichheit
Pfeil 3.7.1 Die null-Referenz
Pfeil 3.7.2 null-Referenzen testen
Pfeil 3.7.3 Zuweisungen bei Referenzen
Pfeil 3.7.4 Methoden mit nicht-primitiven Parametern
Pfeil 3.7.5 Identität von Objekten
Pfeil 3.7.6 Gleichheit und die Methode equals()
Pfeil 3.8 Arrays
Pfeil 3.8.1 Grundbestandteile
Pfeil 3.8.2 Deklaration von Arrays
Pfeil 3.8.3 Arrays mit Inhalt
Pfeil 3.8.4 Die Länge eines Arrays über das Attribut length auslesen
Pfeil 3.8.5 Zugriff auf die Elemente über den Index
Pfeil 3.8.6 Array-Objekte mit new erzeugen
Pfeil 3.8.7 Typische Feldfehler
Pfeil 3.8.8 Feld-Objekte als Parametertyp
Pfeil 3.8.9 Vorinitialisierte Arrays
Pfeil 3.8.10 Die erweiterte for-Schleife
Pfeil 3.8.11 Arrays mit nicht-primitiven Elementen
Pfeil 3.8.12 Mehrdimensionale Arrays *
Pfeil 3.8.13 Nichtrechteckige Arrays *
Pfeil 3.8.14 Die Wahrheit über die Array-Initialisierung *
Pfeil 3.8.15 Mehrere Rückgabewerte *
Pfeil 3.8.16 Methode mit variabler Argumentanzahl (Vararg)
Pfeil 3.8.17 Klonen kann sich lohnen – Arrays vermehren *
Pfeil 3.8.18 Feldinhalte kopieren *
Pfeil 3.8.19 Die Klasse Arrays zum Vergleichen, Füllen, Suchen, Sortieren nutzen
Pfeil 3.8.20 Eine lange Schlange
Pfeil 3.9 Der Einstiegspunkt für das Laufzeitsystem: main()
Pfeil 3.9.1 Korrekte Deklaration der Startmethode
Pfeil 3.9.2 Kommandozeilenargumente verarbeiten
Pfeil 3.9.3 Der Rückgabetyp von main() und System.exit() *
Pfeil 3.10 Annotationen und Generics
Pfeil 3.10.1 Generics
Pfeil 3.10.2 Annotationen
Pfeil 3.10.3 Eigene Metadaten setzen
Pfeil 3.10.4 Annotationstypen @Override, @Deprecated, @SuppressWarnings
Pfeil 3.11 Zum Weiterlesen

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3.10 Annotationen und GenericsZur nächsten Überschrift

Bis zu diesen Punkt haben wir und mit den Grundlagen der Objektorientierung beschäftigt und wissen, wie Objekte aufgebaut und Eigenschaften genutzt werden.

Mit zwei weiteren Eigenschaften der Programmiersprache wollen wir uns kurz beschäftigen: Annotationen und Generics. Beiden Punkten nähern wir uns aus der Nutzerperspektive und nicht aus der Sicht eines API-Designers, der neue Annotationen zur Verfügung stellen muss oder neue Methoden und Klassen deklariert und diese generisch parametrisierbar ausstatten möchte.


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3.10.1 GenericsZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Java ist eine typisierte Programmiersprache, was beutetet, dass jede Variable und jeder Ausdruck einen Typ hat, den der Compiler kennt und der sich zur Laufzeit nicht ändert. Eine Zählvariable ist zum Beispiel vom Typ int, ein Abstand zwischen zwei Punkten ist vom Typ double, und ein Koordinatenpaar ist vom Typ Point. Allerdings gibt es bei der Typisierung Lücken. Nehmen wir etwa eine Liste von Punkten:

List list;

Zwar ist die Variable list nun mit List typisiert, und das ist besser als nichts, jedoch bleibt unklar, was die Liste eigentlich genau für Objekte speichert. Sind es Punkte, Personen oder rostige Fähren? Es wäre sinnvoll, nicht nur die Liste selbst als Typ zu haben, sondern sozusagen rekursiv in die Liste reinzugehen und genauen hinzuschauen, was die Liste eigentlich referenziert. Genau das ist die Aufgabe von Generics. Eine Liste erwartet seit Java 5 eine Typangabe, was sie genau speichert. Dieser Typ erscheint in spitzen Klammern hinter dem eigentlichen »Haupttyp«.

List<Point> list;

Mit Generics haben API-Designer ein Werkzeug, um Typen noch genauer vorzuschreiben. Die Entwickler des Typs List können so vom Nutzer fordern, den Elementtyp anzugeben. So können Entwickler dem Compiler genauer sagen, was sie für Typen verwenden, und es dem Compiler ermöglichen, genauere Tests zu machen. Es ist erlaubt und möglich, diesen »Nebentyp« nicht anzugeben, doch das führt zu einer Compiler-Warnung und ist nicht empfehlenswert: Je genauer Typangaben sind, desto besser ist das für alle.

Vereinzelt kommen in den nächsten Kapiteln generische Typen vor, etwa Comparable (hilft Objekte zu vergleichen). An dieser Stelle reicht es zu verstehen, dass wir als Nutzer einen Typ in spitze Klammen eintragen müssen. Mit Generics selbst beschäftigen wir uns in Kapitel 9 genauer.


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3.10.2 AnnotationenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

In diesem Kapitel haben wir schon unterschiedliche Modifizierer kennengelernt. Darunter waren zum Beispiel static oder public. Das Besondere an diesen Modifizierern ist, dass sie die Programmsteuerung nicht beeinflussen, aber dennoch wichtige Zusatzinformationen darstellen, also Semantik einbringen. Diese Informationen nennen sich Metadaten. Die Modifizierer static, public sind Metadaten für den Compiler, doch mit etwas Fantasie lassen sich auch Metadaten vorstellen, die nicht vom Compiler, sondern von einer Java-Bibliothek ausgewertet werden. So wie public zum Beispiel dem Compiler sagt, dass ein Element für jeden sichtbar ist, kann auch auf der anderen Seite zum Beispiel ein besonderes Metadatum an einem Element hängen, um auszudrücken, dass es nur bestimmte Wertebereiche annehmen kann.


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3.10.3 Eigene Metadaten setzenZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Seit Java 5 gibt es eine in die Programmiersprache eingebaute Fähigkeit für Metadaten: Annotationen. Die Annotationen lassen sich wie benutzerdefinierte Modifizierer erklären. Wir können zwar keine neue Sichtbarkeit erfinden, aber dennoch dem Compiler, bestimmten Werkzeugen oder der Laufzeitumgebung durch die Annotationen Zusatzinformationen geben. Dazu ein paar Beispiele für Annotationen und Anwendungsfälle.

Tabelle 3.5: Beispiele für Annotationen und Anwendungsfälle

Annotation Erklärung
@WebService class Calculator { @WebMethod int add( int x, int y ) ... Definiert einen Web-Service mit einer Web-Service-Methode.
@Override public String toString() ... Überschreibt eine Methode der Oberklasse.
@XmlRoot class Person { ... Ermöglicht die Abbildung eines Objekts auf eine XML-Datei.

Die Tabelle soll lediglich einen Überblick geben; genaue Anwendungen und Beispiele folgen.

Annotationen werden wie zusätzliche Modifizierer gebraucht, doch unterscheiden sie sich durch ein vorangestelltes @-Zeichen (das @-Zeichen, AT, ist auch eine gute Abkürzung für Annotation Type). Daher ist auch die Reihenfolge egal, sodass es zum Beispiel

  • @Override public String toString() oder
  • public @Override String toString()

lauten kann. Es ist aber üblich, die Annotationen an den Anfang zu setzen.


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3.10.4 Annotationstypen @Override, @Deprecated, @SuppressWarningsZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Paket java.lang deklariert vier Annotationstypen (einer davon ist neu in Java 7), wobei uns @Override ab Kapitel 5, »Eigene Klassen schreiben«, noch häufiger über den Weg laufen wird.

Tabelle 3.6: Annotationen aus dem Paket »java.lang«

Annotationstyp Wirkung
@Override Die annotierte Methode überschreibt eine Methode aus der Oberklasse oder implementiert eine Methode einer Schnittstelle.
@Deprecated Das markierte Element ist veraltet und sollte nicht mehr verwendet werden.
@SuppressWarnings Unterdrückt bestimmte Compiler-Warnungen.
@SafeVarargs Besondere Markierung für Methoden mit variabler Argumentzahl und generischem Argumenttyp

Die vier Annotationen haben vom Compiler beziehungsweise Laufzeitsystem eine besondere Semantik. Java SE deklariert in anderen Paketen (wie dem javax.annotation-Paket) noch weitere allgemeine Annotationstypen, doch die sind an dieser Stelle nicht relevant. Dazu kommen spezielle technologiespezifische Annotationstypen wie für die XML-Objekt-Abbildung oder Web-Service-Deklarationen.

Die Begriffe »Annotation« und »Annotationstyp«

Die Annotationstypen sind die Deklarationen, wie etwa ein Klassentyp. Werden sie an ein Element gehängt, ist es eine konkrete Annotation. Während also Override selbst der Annotationstyp ist, ist @Override vor toString() die konkrete Annotation.

@Deprecated

Die Annotation @Deprecated übernimmt die gleiche Aufgabe wie das JavaDoc-Tag @deprecated: Die markierten Elemente werden als veraltet markiert und drücken damit aus, dass der Entwickler Alternativen nutzen soll.

Beispiel

Die Methode fubar()[110](Im US-Militär-Slang steht das für: »Fucked up beyond any recognition« – »vollkommen ruiniert«.) soll als veraltet markiert werden:

@Deprecated
public void fubar() { ... }
Ruft irgendein Programmstück fubar() auf, gibt der Compiler eine einfache Meldung aus.

Die Übersetzung mit dem Schalter -Xlint:deprecation liefert die genauen Warnungen; im Moment ist das mit -deprecation gleich.

Auch über ein JavaDoc-Tag kann ein Element als veraltet markiert werden. Ein Unterschied bleibt: Das JavaDoc-Tag kann nur von JavaDoc (beziehungsweise einem anderen Doclet) ausgewertet werden, während Annotationen auch andere Tools auswerten können.

Annotationen mit zusätzlichen Informationen

Die Annotationen @Override und @Deprecated gehören zur Klasse der Marker-Annotationen, weil keine zusätzlichen Angaben nötig (und erlaubt) sind. Zusätzlich gibt es die Single-Value Annotation, die genau eine zusätzliche Information bekommt, und eine volle Annotation mit beliebigen Schlüssel/Werte-Paaren.

Tabelle 3.7: Annotationen mit und ohne zusätzliche Informationen

Schreibweise der Annotation Funktion
@Annotationstyp (Marker-)Annotation
@Annotationstyp( Wert ) Annotation mit genau einem Wert
@Annotationstyp( Schlüssel1=Wert1,
Schlüssel2=Wert2, ... )
Annotation mit Schlüssel/Werte-Paaren

Klammern sind bei einer Marker-Annotation optional.

@SuppressWarnings

Die Annotation @SuppressWarnings steuert Compiler-Warnungen. Unterschiedliche Werte bestimmen genauer, welche Hinweise unterdrückt werden. Nützlich ist die Annotation bei der Umstellung von Quellcode, der vor Java 5 entwickelt wurde. Mit Java 5 zogen Generics ein, eine Möglichkeit, dem Compiler noch mehr Informationen über Typen zu geben. Die Java API-Designer haben daraufhin die Deklaration der Datenstrukturen überarbeitet und Generics eingeführt, was dazu führt, dass vor Java 5 entwickelter Quellcode mit einem Java 5-Compiler eine Vielzahl von Warnungen ausgibt. Nehmen wir folgenden Programmcode:

ArrayList list;
list = new ArrayList();
list.add( "SuppressWarnings" );

Eclipse zeigt die Meldungen direkt an, NetBeans dagegen standardmäßig nicht.

Abbildung
Abbildung

Abbildung 3.10: Warnungen in Eclipse

Der Compiler javac meldet über die Kommandozeile recht unspezifisch:

Note: ABC.java uses unchecked or unsafe operations.
Note: Recompile with -Xlint:unchecked for details.

Mit dem gesetzten Schalter -Xlint heißt es dann genauer:

warning: [rawtypes] found raw type: ArrayList
ArrayList list1;
^
missing type arguments for generic class ArrayList<E>
where E is a type-variable:
E extends Object declared in class ArrayList

warning: [rawtypes] found raw type: ArrayList
list1 = new ArrayList();
^
missing type arguments for generic class ArrayList<E>
where E is a type-variable:
E extends Object declared in class ArrayList

warning: [unchecked] unchecked call to add(E) as a member of the raw type ArrayList
list1.add("SuppressWarnings");
^
where E is a type-variable:
E extends Object declared in class ArrayList

Zwei unterschiedliche Arten von Warnungen treten auf:

  • Da die Klasse ArrayList als generischer Typ deklariert ist, melden die ersten beiden Zeilen »found raw type: ArrayList« (javac) bzw. »ArrayList is a raw type. References to generic type ArrayList<E> should be parameterized« (Eclipse).
  • Die dritte Zeile nutzt mit add() eine Methode, die über Generics einen genaueren Typparameter bekommen könnte. Da wir einen Typ aber nicht angegeben haben, folgt die Warnung: »unchecked call to add(E) as a member of the raw type ArrayList« (javac) bzw. »Type safety: The method add(Object) belongs to the raw type ArrayList. References to generic type ArrayList<E> should be parameterized« (Eclipse).

Warnungen lassen sich über die Annotation @SuppressWarnings ausschalten. Als spezieller Modifizierer lässt sich die Annotation an der Variablendeklaration anbringen, an der Methodendeklaration oder an der Klassendeklaration. Die Reichweite ist aufsteigend. Wer bei altem Programmcode kurz und schmerzlos alle Warnungen abschalten möchte, der setzt ein @SuppressWarnings("all") an die Klassendeklaration.

Beispiel

Der Compiler soll keine Meldungen für die Klasse geben:

@SuppressWarnings( "all" )
public class SuppressAllWarnings
{
public static void main( String[] args )
{
java.util.ArrayList list1 = new java.util.ArrayList();
list1.add( "SuppressWarnings" );

java.util.ArrayList list2 = new java.util.ArrayList();
}
}

Anstatt jede Warnung zu unterdrücken, ist es eine bessere Strategie, selektiv vorzugehen. Eclipse unterstützt uns mit einem Quick-Fix und schlägt für unser Beispiel Folgendes vor:

  • @SuppressWarnings("rawtypes") für ArrayList list und list = new ArrayList()
  • @SuppressWarnings("unchecked") für list.add("...")

Da zwei gleiche Modifizierer nicht erlaubt sind – und auch zweimal @SuppressWarnings nicht –, wird eine besondere Array-Schreibweise gewählt.

Beispiel

Der Compiler soll für die ungenerisch verwendete Liste und deren Methoden keine Meldungen geben:

@SuppressWarnings( { "rawtypes", "unchecked" } )
public static void main( String[] args )
{
ArrayList list = new ArrayList();
list.add( "SuppressWarnings" );
}

Kurz kam bereits zur Sprache, dass die @SuppressWarnings-Annotation auch an der Variablendeklaration möglich ist. Für unser Beispiel hilft das allerdings wenig, wenn etwa bei der Deklaration der Liste alle Warnungen abgeschaltet werden:

@SuppressWarnings( "all" ) ArrayList list;
list = new ArrayList(); // Warnung: ArrayList is a raw type...
list.add( "SuppressWarnings" ); // Warnung: Type safety ...

Das @SuppressWarnings("all") gilt nur für die eine Deklaration ArrayList list und nicht für folgende Anweisungen, die etwas mit der list machen. Zur Verdeutlichung setzt das Beispiel die Annotation daher in die gleiche Zeile.

Hinweis

Die Schreibweise @SuppressWarnings("xyz") ist nur eine Abkürzung von @SuppressWarnings({"xzy"}), und das wiederum ist nur eine Abkürzung von @SuppressWarnings(value= {"xzy"}).



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